Lazy chilling im Oktobergarten

Oktober ist die Zeit zum Entspannen und Genießen. Asternfarben locken noch einmal Insekten in den Garten und egal ob Sonne oder Regen, die melancholische Stimmung passt zu dem, was im Garten vor sich geht. Pflanzen und Tiere bereiten sich auf die kalte Jahreszeit vor. Es bedarf wenig Pflegeaufwand um ihnen etwas Gutes zu tun – Laub vom Rasen rechen, in die Beete streuen, oder als Haufen einfach liegen lassen. Erst im kommenden Jahr, wenn ab Februar der Rebschnitt bei sonnigem Wetter der Rückschnitt begonnen wird, hält es den Gärtner nicht mehr im Haus.

Gehölzgarten

Unter Holunder-Baum, Kolkwitzia amabilis und Weigelie stehen trockene Hortensienblüten am Haus im Schatten. Die weiße Anemone japonica, Bressingham Glow, leuchtet, schon von weitem wahrnehmbar, mit ihren strahlenden Blüten, während sie es im sonnigeren Staudengarten, trotz Baumschatten diesen Sommer schwer hatte . Nur mit Muße beim Gartenspaziergang entdecke ich die Krötenlilien, die jedes Jahr üppiger blühen.

Gräserpfad

Das funkelnde Glitzern und schwebende Wogen im Abendlicht lockt mich ans Fenster und rahmt den Blick in den Staudengarten dahinter. Der Gräserpfad mit Knöterichen wird vielen Gartenbewohnern im Winter Schutz bieten.

Kiesgarten

Vom Kies zwischen den Stauden und Gräsern ist im Hof kaum noch etwas zu sehen. Hierher fällt das Sonnenlicht durch die Häuser der Straße nur noch kurz am Tage. Farbgewaltige Asternfülle steht vor braungefärbten Herbstgräsern. Mädchenaugen Coreopsis Hybr.  „Full Moon“ strotzen in ihrer Nachblüte mit sonnig-gelbem Gruß vom vergangenen Sommer.

Küchengarten

Letzte Paprika leuchten auf den Hochbeeten. Mangold, Spitzkohl und Endiviensalat werden bald zu leckeren Speisen in der Küche verarbeitet werden.

Rosengarten

Auch im Rosengarten leuchten Astern neben rotbraunem Herbstlaub und grünem Kyoto-Gras. Die Eiben-Einfassung hat dem trockenen Sommer ohne Ausfällen getrotzt und darf noch bis zum Ende des Winters ungeschoren bleiben.

Schattengarten

Der herbstlich-farbene Schattengarten zieht sich zurück. Nur das Arum italicum, der Aronstab treibt verlässlich aus und wird über Winter das Herz erfreuen.

Staudengarten

Leuchtend violette und rotbraune Farben zwischen letztem Grün, leicht wogende beige Strukturen kontrastieren zu starren dunkelbraunen Stängeln  und emsig schwirrende Insekten bilden ein kaum überschaubares Dickicht im Staudengarten.

Die oft schon sommerblühende Chrysanthemum x hortorum „Weserstein“ hatte mit der Hitze des August gekämpft – um so schöner blüht sie jetzt neben der weißen Aster. Das Pennisetum alopecuroides „Cassian“ hat noch keine Ähren geschoben, war der Sommer doch zu heiß? Lange hat das Plattährengras mit frischem Grün über die Hitze geholfen, jetzt erfreut es mit hellegelben Blättern und dunklen Ähren.

Tagliliengarten

Hier kehrt nun Ruhe ein. Letzte Eisenhutblüten stehen blau vor der weißen Blüte des Wasserdostes Ageratina altissima „Chocolate“. Trotzig steht noch die Blüten der Bergenie „Doppelgänger“ und grüßt vom Beetrand.

Teichgarten

Am Teich legt sich die weidenblättrige Sonnenblume raumgreifend quer über Beet und Teich als wollte sie mit dem Miscanthus sinensis „Undine“ am gegenüberliegenden Teichufer flirten. Da schmeichelt der Alant doch lieber dem Ellerstädter Pfirsich, der noch grünes Laub trägt. Blutrot steht am anderen Ende des Teiches der Blut-Weiderich Lythrum salicaria und macht seinem Namen alle Ehre.

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