Das neue Gartenjahr im Januar

Es begann trüb und dunkel….nichts, was einen hinauslockt! Wir nutzten die Zeit, um neue Projekte zu planen, zu lesen oder einfach mal zu faulenzen.

Inzwischen hat es geschneit und schon lockt der Garten

Was so ein weißes Häubchen doch ausmacht! Auf einigen Bildern erkennt man schon die Fortsetzung des kleinen Laubengangs, der demnächst entlang der Sichtachse durch den Garten führt. Die Ramblerrosen an den einzelnen Übergängen finden mehr Platz und Halt.

Heute, am Sonntag, ist schon wieder fast alles getaut, aber die Sonne scheint! Es dauert ja nicht mehr allzu lang und die ersten Schneeglöckchen, Winterlinge und Lenzrosen bringen Farbe 😉

…………………hier geht es schon los!!

Weihnachten 2020

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

(Joseph von Eichendorff)

Wir wünschen allen Lesern und Freunden unseres Blogs ein friedvolles Weihnachtsfest und ein gesundes Neues Jahr 2021

Raureif im November

Der schöne Sommer ging von hinnen,
der Herbst, der Reiche, zog ins Land.
Nun weben all die guten Spinnen
so manches feine Festgewand.

Sie weben zu des Tages Feier
mit kunstgeübtem Hinterbein
ganz allerliebste Elfenschleier
als Schmuck für Wiese, Flur und Hain.

Wilhelm Busch

Dunkle Tage im November…….Stimmungstief? Da gibt’s nur eins: hinaus in den Garten oder in die Natur! Der erste Raureif hat gezaubert…..

Einige Sträucher und Rosen tragen noch Laub und wenn wir Glück haben, sogar noch Blüten..

Die Dahlien, Pelargonien, Agapanthus, Ipomoaea indica, junge Agaven und die kleine Feige sind inzwischen im Winterquartier. Nur Oleander und Granatapfel bleiben noch am Haus….

Jetzt haben wir die Zeit, die uns so oft fehlt: Zeit zu lesen, Fotos sortieren, Jahresrückblick zusammenstellen und natürlich Plätzchen backen 🙂 Viel Vergnügen!

Meine Bücherauswahl hat einen Grund: Am Freitag, den 27. November jährt sich der Todestag Karl Foersters zum fünfzigsten Mal…

Herbstzeit ist Pflanzzeit

Der Oktober und November ist unsere Pflanzzeit. Im Frühjahr ersetzen wir höchstens mal Stauden, die mit der Winternässe nicht zurecht kamen. Der Herbst ist ideal, weil es jetzt feuchter wird, die Temperaturen aber immer moderat bleiben, also ideales Wetter.

Im letzten Jahr hatten wir alle Staudenbeete ‚runderneuert‘ und sind auch recht zufrieden gewesen. Im Frühjahr bekam ich unverhofft die Gelegenheit, an einem Webinar von Petra Pelz teilzunehmen ❤ Das Thema: Die Gestaltung eines Sonnenbeetes!

Schritt für Schritt erklärte sie ihre Vorgehensweise. und mit dem nötigen Material konnte ich daheim wunderbar arbeiten. Viele fragten, warum wir das machen, es sei doch alles so prächtig. Mir selbst war gar nicht genau bewusst, wo der Hase im Pfeffer lag ich wollte es unbedingt erarbeiten.

Mit der Auswahl der Stauden waren wir schon immer zufrieden, sie haben sich trotz aller Widrigkeiten bestens bewährt, also lag es an der Beetgestaltung. Über Boden, Licht, Lage und Form gab es Informationen und Übungen. Mit den gelieferten Pflanzkärtchen stellte ich ein Sortiment mit Farben meiner Wahl für Frühjahr, Sommer, Herbst zusammen. Schon hier achtet man dabei auf unterschiedliche Blütenformen, Blattstrukturen und Höhenstaffelung…

Für uns stand fest: wir setzen den Plan um, allerdings erst im Herbst. Ich listete die vorhandenen Stauden und Gehölze auf und plante dann, einige wenige zu entfernen und bewährte Stauden zu ergänzen, um damit ein neues Bild zu bekommen….

Mitte Oktober war es soweit. Die fehlenden Stauden waren bestellt und geliefert und nun ging es los….

Wir sind schon jetzt begeistert……….und werden im nächsten Jahr Vergleichsfotos einstellen.

Herbstzauber

Die Gärtnerin hat ein schlechtes Gewissen, so untätig in Sachen Blog war sie lange nicht mehr….

Es ist Zeit, den herbstlichen Garten zu genießen, Gräser und viele Astern und Chrysanthemen zeigen sich von schönster Seite. Selbst die wenigen Dahlien leuchten noch in warmem Orange – ideal zum dunklen Eisenhut 😉

Es gibt eigentlich noch viel Blühendes – der Regen hat die Erde gut durchfeuchtet und das sieht man deutlich. An Sonne fehlt es in diesem Herbst, das würde die Leuchtkraft noch verstärken. Besonders hübsch sind die Samenstände vom Brandkraut Phlomis tuberosa

Die Gräser werden von Jahr zu Jahr üppiger und müssen sicher in ein, zwei Jahren geteilt werden.

Nach dem Kiesbeet noch ein Sandbeet

Der Erfolg mit unserem Kiesbeet (Wasser erspart, Pflege reduziert) machte Mut zu einem Sandbeet. Das etwa vier Quadratmeter großes Vorgartenbeet war bisher noch ganz in Ordnung, ähnelte den meisten Vorgärten des Dorfes in der Bepflanzung mit Polsterstauden, Rosen, Hibiskus und Bauernpfingstrose. Die dauernde Trockenheit und das Alter ließ alles nicht wirklich mehr gut aussehen. Der Hibiskus war morsch, die dunkelrote Strauchrose verbrannte bei starker Sonne und der Pfingstrose war es offenbar auch zu heiß geworden.

Das Vorgartenbeet ist ganztägig der Sonne ausgesetzt. Die neue Bepflanzung sollte stresstolerant sein. Bei der Suche nach entsprechenden Stauden entdeckte ich eine Staudenmischung „unserer“ Staudengärtnerei von Till Hofmann und Fine Molz. Schnell bestellt und los ging es. Estrichsand war noch ausreichend vorhanden, mindestens zehn Zentimeter müssen es sein, um Unkräuter zu unterdrücken, die Verdunstung zu vermeiden und die Feuchtigkeit im Boden zu halten. So nahmen wir die alten Pflanzen und auch Erdreich heraus und füllten mit Sand auf.

Für einen Quadratmeter Fläche braucht man etwa 6 Stauden und die Staudenpakete sind daher nicht nur dem Standort angepasst und decken in der Blüte auch den Zeitraum von Mai bis in den Oktober ab. Mit zusätzlicher Pflanzung entsprechender Geophyten wie Schneeglöckchen, bot. Tulpen etc. ist das ganze Jahr über Schönes im Beet. Die Zwiebeln müssen bei der Pflanzung mit dem Erdreich Kontakt haben.

Die Umrandung mit Buchs wird vorläufig bleiben, der Buchs hält den Sand zurück, da die Fläche leicht abschüssig ist. Nach einiger Zeit, wenn die Fläche bedeckt ist, wollen wir weitersehen….

Ein interessanter Artikel von Till Hofmann in Neue Landschaft (Dez. 2019)

„Wege aus der Trockenheit“

Sommermonat August

Wir sind nun im August, die ‚Hundstage‘ setzen dem Gärtner und der Bepflanzung tüchtig zu. Das ist nach einem unerwartetem feuchten Frühjahr und einem ebenso feuchten Monat Juni (60 ltr.) ziemlich heftig. Dem Kiesbeet in der Einfahrt kommt das sehr entgegen….

Im Garten am Teich sind die Dahlien in voller Blüte – kräftiges Orange leuchtet weithin. Die Lilien verströmen einen süßlich Duft – man möchte einfach nur dem Plätschern des Teichs zuhören und genießen…

Überhaupt sind die Schattenplätze ganz wichtig und beliebt, so daß wir noch einige Möglichkeiten geschaffen haben…jetzt können wir unsere Blicke schweifen lassen…

Seit einiger Zeit verarbeite ich die ersten Sommeräpfel, die vom Baum fallen. Auch die Birnen werfen schon einige Früchte hinunter – der Mittagsimbiss ist gesichert. Seit einer Woche färben sich die Tomaten und Herbst- und Wintersalate wachsen schon…..

Feurige Taglilien und Co. am Teich und im Staudengarten

Die meisten Rosen sind verblüht, etliche gehen in ihre Blühpause, manche blühen scheinbar unentwegt. In den Staudenbeeten blühen vereinzelt Taglilien

Zum ersten Mal haben wir auf den Vorblüten-Schnitt verzichtet. Astern, Chrysanthemen und andere spätblühende Stauden sind tüchtig gewachsen, erste Blüten von Aster n.-a. ‚Herbstschnee‘ sind bereits sichtbar!

Ganz hinten im Garten, unserem ‚Giardino segreto‘, erwarten uns am Teich die neuen Beete…..