Die Gräser stehen am Bühnenaufgang

Gräser haben ihre große Bühne im Herbst, aber schon jetzt machen sie sich bereit dafür. Sie übernehmen ihre Rolle als Leitstaude. Glitzernde im Abendlicht gleißende Ähren werden den Herbst verzaubern, stehen dann bereit, dem Tau und dem Reif ihre Brillanten zu präsentieren. Hier ein paar Bilder aus unserem Garten.

Der August begeistert mit Licht und Farben

Die erste Augusthälfte war so voll mit Licht, Farben, Blüten und Formen, dass ich nicht bis zum Ende des Monats warten möchte, dies Erlebnis mit Euch zu teilen. Die untergehende Sonne wirft wie ein Scheinwerferspot ihr Licht auf die Taglilienblüten, Momente für die Ewigkeit – diese Farben. Die Hosta blühen, Clematis ranken sich empor. Die neue Pergola entlang der Sichtachse gibt dem wilden Wachstum allerorten einen Halt. Gurken und die „Trompeta“-Kletter-Zucchini hängen vom Himmel herab und auch die Rosen erholen sich.

Die Ramblerrose Lauré Davoust klettert säulenartig am Rosentor empor und legt sich über die Pergola. Die neu gepflanzte Francois Juranville am Rosentor, gegenüber der Ipomoea, erreicht auch schon die obere Etage. Überhaupt – die Ipomoea mit ihrem tiefen Blauviolett leuchtet sie durch den ganzen Garten.

In den neu gestalteten Beeten leuchten Echinacea purpurea und die Indianernessel am Miscanthus „Große Fontäne“ Dazwischen blüht Hosta „Sun and substance“ umrahmt von Gräsern.

Überhaupt kann ich gar nicht alles aufzählen, da fällt mir schon das nächste ein: die Chrysantheme „Weserstein“ neben dem Plattährengras, und die Clematis flammula leuchtet mit dem Licht der untergehenden Sonne in den Wolkenbergen um die Wette. Das frische Gelbgrün der Carex-Gräser vor dem wunderbaren Blaugrün des Miscanthus sinensis „Yakushima Dwarf“, einfach überwältigend.

Laßt euch verführen von den wunderbaren Farben!

Der Juli sprühte vor Taglilienfarben

Der Juli hatte es in sich! Nicht nur die Taglilien, die uns jeden Morgen mit Überraschungen aufwarteten, im ganzen Garten und in jeder Ecke blühte es. Gleich zu Beginn des Juli gab es eine kleine Überschwemmung im Teich. Der Boden wurde endlich tiefgründig gewässert – die Gehölze haben es gedankt. Das blieb auch für den Rest des Juli so. Die Hühner durften in den Garten, da ihr Gehege zu nass war. Dann kamen noch sieben Küken dazu.

Norbert Roßbach und sein Team vom MDR ließen sich durch den Garten führen. Nur die Gärtnerin konnte den ganzen Monat nicht in den Garten. Ich habe den Garten zur „blauen Stunde“ absagen müssen. Zum Ende des Monats zeigte sich der Juli aber von der versöhnlichen Seite – es wurde trockener und die Tage wärmer. Auch die Gärtnerin konnte den Garten wieder erleben, wenn auch nur als Blütenduft.

Jetzt kommt aber alle mit in den wunderbaren Juligarten.

Der Garten zur „blauen Stunde“

Es ist immer wieder ein Erlebnis, kurz nach Sonnenuntergang, zur „blauen Stunde“, den Nachtkerzen zuzusehen. Wie von magischen Zauberkräften springen plötzlich die Knospen auf und entfalten sich. Nachkerzen sind wichtig für die Nachtfalter, die sich bald einstellen. Auch die Fledermaus liebt die Nachtkerze. Nehmt euch ein wenig Zeit und Ihr erlebt ein faszinierendes Schauspiel.

Wie schön die neuen Beete geworden sind !

Endlich eine Regenpause und Zeit zum Aufräumen, Rosen schneiden, verblühten Salbei und Lavendel zurückschneiden. Wie schön sind doch die neuen Beete geworden ! Und die Stauden für den Herbst entwickeln sich auch gut. In den nächsten Tagen kündigt sich die Blüte der Gaura lindheimeri an. Wir sind sehr gespannt. Aber staunt selbst:

Wäre es doch endlich etwas sonniger, dass wir mehr Zeit draußen sitzen könnten.

Rosen, Rittersporn und Co.

Es gibt immer genug Gründe, sich zu ärgern, aber auch immer genug Anlässe, sich zu erfreuen. Haben wir uns vor kurzem noch Sorgen um die Rosen gemacht, ihre Frostschäden entfernt, heruntergeschnitten und versorgt, können wir uns heute an neuem Wachstum, sogar an ersten Blüten erfreuen!

Ich mag die alten und historischen Rosen, von denen die meisten nur einmal blühen – aber gibt es im Garten nicht genug, was nach den Rosen unser Herz berührt?

Leider hat es zwischendurch immer wieder kräftige Schauer gegeben, auf Dauer leiden die Blüten darunter. Wir sind aber froh, dass wir uns das Gießen ersparen und im Gegensatz zu anderen Regionen nicht Schlimmeres passiert ist.