Astern und Gräser im Oktober

Der Oktober begann nass, endlich Regen! Innerhalb von 10 Tagen konnten wir über 50 Liter messen. Die Regenfässer haben wir gleich wieder zurück in den Garten gepumpt – Bäume und Sträucher haben es bitter nötig.

Am Wochenende freuten wir uns dennoch wieder über die Sonne und damit über ein goldenes Oktoberwochenende. Die Einfahrt präsentierte sich von der schönsten Seite..

Samstag besuchte uns ein Gesangverein und erfreute uns zum Abschied mit einem Ständchen – ein herzliches Danke dafür, liebe Besucher aus Roth! Uns hat gefreut, dass sich die Asternblüten endlich öffneten und wie ein Sternenhimmel leuchteten…

Herbstlich im September

Jetzt geht es schnell….die Tage werden kürzer, die Nächte kälter und in den Morgenstunden gibt es hier und da schon Bodenfrost! Regen wäre da schon besser. Mit den Arbeiten in den Staudenbeeten beginnen wir erst im Oktober – im Urlaub haben wir uns dazu schon einige Notizen gemacht. Im Herbst ist dann die beste Zeit für diese Änderungen.

Jetzt genießen wir aber zunächst noch das Farbspiel der Astern und die wunderbaren Gräser ….

Noch sind einige Astern noch nicht aufgeblüht, aber täglich öffnen sich mehr..

Die Temperaturen lassen tagsüber noch leichte Kleidung zu und wir genießen den Garten in vollen Zügen….

Für die Beschattung der Hortensien hatte Reinhard vor ein paar Wochen eine Pergola gebaut und heute haben wir zunächst zwei Clematis gepflanzt. Demnächst wird noch eine schöne Ramblerrose dazu kommen….

Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende!

Severino Prosdocimi – Kunst und Garten

Durch die Vermittlung von Camilla Zanarotti hatten wir die Gelegenheit, den einzigartigen Garten des Künstlers Severino Prosdocimi zu besuchen. Sein schmales Haus mit Tür, Fenster links und Fenster, insgesamt rechts ca. 8 Meter breit, machten uns neugierig. Severino begrüßte uns herzlich und führte uns geradewegs durch das Haus in den Garten..

Die Tiefe des Gartens, das Murmeln des Wassers, das sich in ein langgestrecktes Becken ergoß und in einem engen Kanal mündete, in dem sich auch Goldfische wohl fühlten. Die Fülle an Details, Vasen, Töpfe und Grünpflanzen in allen nur denkbaren Variationen machten uns sprachlos.

Immer wieder ergaben sich neue Blickwinkel…

Sämtliche Fundstücke aus dem Haus hat Severino zu einem Gartenkunstwerk zusammengestellt und arrangiert. Ein Bilderrahmen mit den Aufnahmen des vor 12 Jahren vorgefundenen Gartens läßt erahnen, mit welcher Energie er sein Projekt umgesetzt hat…

Jeder Raum, den wir durch ein Tor betreten, ist eine neue Welt. Es gibt Früchte, die wir kosten und wir stellen uns vor, wie Ende April die Rosen blühen und uns mit ihrem Duft verzaubern.

Überall gibt es Sitzplätze, wir lassen uns nieder und genießen…

Von den Häusern links und rechts ist nichts zu spüren, es ist eine ganz eigene Welt, die er sich geschaffen hat. Die Schattenräume sind erfrischende Erholungsräume von der Hektik des Alltags. Danach zeigt uns der Künstler seine Arbeiten aus verschiedenen Schaffensperioden. Mir fällt die selbst gestaltete und phantasievolle Innenarchitektur besonders ins Auge – wirklich ein Gesamtkunstwerk!

Wir bedanken uns für die Zeit und die interessante Führung bei Severino und hoffen, ihn bald wieder zu besuchen…zur Rosenblüte!

Im ‚Giardino della Torre‘ von Camilla Zanarotti

Fünf Jahre nach unserem ersten Besuch waren wir gespannt auf die Entwicklung dieses Gartens unserer Gartenfreundin…

Der neue Gartenteil ist der Schattengarten auf der Ostseite der Colli Berici unterhalb des Gemüsegartens. Hier wachsen zwischen ausgewaschenen Natursteinen u.a. Miscanthus, Iris, Bergenien, Carex und Stachys.

Der Gemüsegarten ist der zentrale Teil des Gartens. Durch seine Laubengänge aus Kastanie war er uns schon früher aufgefallen und hatte uns schon 2014 neugierig gemacht. Inzwischen sind die Rosen und Gehölze natürlich gewachsen und ergeben ein anderes Bild. Neben Kohl, Heckenzwiebeln, Kürbis, Zucchini, Salat und Tomaten blühen munter Skabiosen und Dahlien. Zusammen sind sie nicht nur schön anzusehen, sondern erfüllen auch ästhetische Bedürfnisse. Die Konstruktion der Laubengänge ist bewusst spielerisch und phantasievoll. das zeigt sich auch in den Details..

Während ich mir den Gemüsegarten anschaute, ging Reinhard zu den Serpentinen am Westhang…

Reinhard wechselte die Seite am Ende des Gartens und ging auf die Ostseite…

Wir treffen uns am Haus, auf der Terrasse…..wir unterhalten uns über die Schwierigkeiten, das Klima. die Bepflanzung und unsere Begeisterung für diesen Garten.

Wir sagen den Gastgebern Camilla und Gianmaria ein herzliches ‚Danke‘ für diese spontane Einladung ❤ wir kommen wieder 😉 Arrivederci

  • Camilla hat klassische Musik am Konservatorium studiert, interessierte sich aber auch schon immer für Natur und die Botanik. Sie studierte an der Fakultät für Landwirtschaft und absolvierte ihren Master in Landschaftsarchitektur an der UPC in Barcelona. Sie befasst sich mit der Gestaltung und Restaurierung von Parks und Gärten und wurde bei internationalen Wettbewerben mit wichtigen Preisen ausgezeichnet. Inzwischen hat sie auch ein Buch über die Villen und Gärten Veneziens und ein Buch über den Gemüsegarten geschrieben.

Gartenrückblick August

Irgendwie bin ich mit dem Bloggen ganz aus der Spur….keine Zeit, zu heiß, zu müde. Kein Wunder, das Wetter haut jeden um, oder? Und: wir haben wieder ein Küken ❤ Damit haben wir nicht gerechnet, die letzten waren zwei Monate früher da – egal, wir freuen uns wie Bolle.

An Niederschlagsmenge notierte ich 41,5 Liter im Monat August. Im Küchengarten sieht es mittlerweile wieder gut aus, wir haben den Kohl wegen der Fliegen entfernt und kurzerhand Buschbohnen gesetzt, die entwickelten sich zügig und reichhaltig! Die Tomaten wachsen kräftig und sie schmecken wunderbar! Der Pfirsichbaum trägt wunderbare, gesunde Früchte, daß einem schon beim Anblick das Wasser im Mund zusammenläuft. Die Birnen, Äpfel…alles ist früher reif.

Die Schattenpflanzen im Hof haben zwar unter der Kiesschicht genug Feuchtigkeit, aber die Sonne scheint unerbittlich und verbrennt alle Blätter. Daher haben wir jetzt eine Pergola gebaut, die wird berankt mit einer Klettergurke, Akebia quinata. Die hat bei einer Gartenfreundin einen Torbogen schön und dicht berankt und wird kaum geschnitten. Und das Ergebnis läßt sich sehen. Als nächstes Projekt kam der kleine Laubengang oder Pergola im Garten an die Reihe. Den Hortensien geht es bei starker Sonne an den Kragen. Auf Dauer hieß es: entfernen oder beschatten…Von einer lieben Gartenfreundin bekommen wir eine Ramblerrose, die zusammen mit einer Clematis für Beschattung sorgen werden: Clematis armandii ‚Apple Blossom’….sie wird sich den Platz mit ‚American Pillar‘ teilen müssen. Das wird schön, da bin ich mir ganz sicher.

Die Rosen blühen wieder und bringen zum frischen Grün der Gräser wieder etwas Farbe, denn die Astern sind noch nicht so weit.

und zum Abschluß für heute:

BR Fernsehen wird in der Sendung ‚Querbeet‘ am 30. September einen kleinen Beitrag (5 Min.) über unseren Garten zeigen…

Die Nacht der Gärten

‚Die Nacht der Gärten‘ ist eine neue Aktion des Gartennetzwerkes

‚Gartenparadiese Haßberge und nördlicher Steigerwald‘

An zwei Terminen im August werden jeweils vier Gartenbesitzer die Gartentüre für interessierte Gartenbesucher öffnen. 

Einen Privatgarten an einem Sommerabend zu erleben, ist etwas ganz Besonderes und diese Stimmung mit Gartenfreunden zu teilen, zu genießen und sich auszutauschen, das ist ist der Wunsch der Gastgeber. Über eine Spende freuen sich die Gastgeber und Gartenbesitzer.

Termine:

Samstag, 17. August 2019, ab 19:30 Uhr bis ca. 22:00 Uhr

Uwe und Birgit Köhler, 96176 Pfarrweisach, Rabelsdorf 38

Inge Hahn, Friesenhausen, 97491 Friesenhausen, Pfarrer-Hofmann-Straße 7

Klaus und Sarah Scheder, 97511 Lülsfeld, Rimbacher Str. 2

Bernd und Gabriele Czoske, 97475 Zeil a. Main, Franz-Burger-Str. 32

Samstag, 31. August 2019, ab 19:30 Uhr bis ca. 22:00 Uhr

Daniela Berninger, 96106 Ebern/Jesserndorf, Lothar-Dietz-Str. 14

Hiltrud und Georg Stumpf, 97539 Wonfurt-Dampfach, Mühlenstr. 9 

Michael und Irmi Markert, 96188 Stettfeld, Am Hang 31

Reinhard Schneider und Sabine Pecoraro-Schneider, 97478 Knetzgau/Hainert, J.-v.-Wolnberg-Str. 54

Was bringt uns der Juli?

Nach dem laut Wetteraufzeichnung heißesten Monat Juni beginnt der Juli etwas moderater. Nachts wird es jetzt sehr angenehm kühl und der Mensch und sein Garten können sich nachts wieder erholen.

Der Regen (bei uns im Juni insgesamt etwa 38 Liter) hat die Bepflanzung relativ gut versorgt, dennoch sind einige wenige je nach Standort in Blatt und Blüte ziemlich verbrannt und geschädigt. Durch die nächtliche Frische rappeln sie sich aber immer wieder auf.

Die Rosen sind viel zu schnell hinüber – in ihrer schönsten Blütenpracht hat der plötzliche Regen die zarten Blüten der Alten Rosen empfindlich getroffen. Der Rückschnitt der remontieren Rosen ist noch nicht vollendet, die Hitze war gar zu arg! So trösten die feurigen Taglilien über den frühen Verlust hinweg…

Die ersten Sommerblüher sind da und gemeinsam mit dem Kugellauch Allium sphaerocephalon verbreiten sie eine sommerlich-heitere Stimmung.

Der Garten von Anita Rau in Frickenhausen

Es gibt Gärten, da tritt man ein und ist einfach still……

Der Garten von Anita Rau und Ulrich Seifert in Frickenhausen, nahe Ochsenfurt, stand schon lange auf unserer Wunschliste. Viele haben darüber berichtet und unsere Neugier geweckt. Am frühen Nachmittag standen wir in diesem wunderbaren Garten, dessen alte und übermannshohe Gehölze und die saftiggrüne Rasenfläche schon den gewissen Reiz ausübte.

Nach der Hitze der vergangenen Tage freut man sich doppelt, so ein feines Kleinod aufzusuchen. Die sorgsam geschnittenen Gehölze, kleine Farbtupfer durch einige Rosenbüsche, dezentes Weiß der Hortensien zwischen den Blattschmuckstauden – alles das, was einen Schattengarten ausmacht. Gleich am Anfang erkennt man schon weiter hinten das ehemalige Hühnerhäuschen, dahinter der Nutzgarten zwischen vielen Rosen, zweifellos ein Blickfang – das muß man einfach liebhaben…

Überall gibt es zwischen schönen Buchskugeln Vogeltränken, Vogelhäuschen, kleine Teiche…

An den Details erkennt man das Gespür für Formen und Strukturen, gepaart mit Fantasie und handwerklichem Geschick. Das Wohnhaus liegt am Hang – um vom Garten aus ins Haus zu gelangen, gibt es ein paar Stufen, einen kleinen Absatz und danach eine Steintreppe, die auf die Veranda führt…ich fühle mich erinnert an die Landhäuser der 30er Jahre und richtig, das Haus wurde 1936 gebaut. Wir fühlen uns sehr wohl, irgendwie geborgen…die Fensterläden, der Anstrich, die Veranda mit der niedrigen Mauer ringsherum,…..

Ich denke unwillkürlich an die Gärten von Liebermann, Foerster und Nolde und freue mich unbändig, diesen Garten und seine Besitzer kennengelernt zu haben! Und wie erhofft, nimmt man einige Anregungen und Ideen mit und freut sich auf ein Wiedersehen ❤

Alte Rosen, moderne Rosen, englische Rosen und historische Ramblerrosen

Es ist fast Mitte Juni und die Blüte der historischen Rosen fast vorüber, Zeit für einen kleinen Spaziergang. Am Zaun wuchert ‚Königin von Dänemark‘ in Kombination mit dem himmelblauen Rittersporn. Am Rankgerüst, dem Tor zum Staudengarten, klettert ‚Francois Juranville‘, eine R. wichuriana-Hybride, mein besonderer Liebling, weil sie auch im Abblühen immer noch wunderbar aussieht.

Gleich an der Sandsteinmauer blühen sie in weiß und gelb, blass rosa und in apricot (Rambler ‚Christine-Hélène‘, ‚Graham Thomas‘, ‚Gentle Hermione‘ und ‚Sweet Juliet’…dazwischen blühen Orlaya grandiflora, vorn einige Lavendel und Digitalis lutea, ein Fingerhut in gelb.

Am mittleren Rankgerüst, das den Staudengarten vom Küchengarten trennt, wachsen der kleine Rambler ‚Lauré Davoust‘ und rechts ‚Jacques Cartier‘ mit Clematis viticella ‚Etoile Violette‘ , die allerdings noch nicht blüht.

Die nächste Station ist das dritte Tor, der Übergang vom Küchengarten in die Laube Mit dem Rambler ‚May Queen‘ und auf der anderen Seite ‚Violette‘ . Der Sitzplatz ist wiederum von historischen Duftrosen umgeben: Rose de Resht, Ombrée Parfaite, Gussenstädter Désirée, Aimable Amie, unbekannte Zentifolie, ‚de Meaux‘ ………

Noch ein Stück weiter, in Richtung Hühnergehege, ist noch ein Rosenbeet. Hier wachsen ebenfalls alte Rosen, wie z.B. ‚La Negresse‘, eine unbekannte Gallica, ‚Belle sans Flatterie‘, ‚Rose des Peintres‘, ‚Dembrowski‘ und ‚Prince Charles‘

Ach, es gibt ja noch weitere Rosen, aber das machen wir beim nächsten Mal ❤