Das neue Taglilienbeet

Der letzte Tag im März und wir haben ein neues Beet fertiggestellt! Etliche Taglilien, die wir als Minis eingepflanzt hatten, sind inzwischen groß genug, dass sie einen Platz im Beet verdienen.Das Taglilienbeet am Teich war zu klein geworden, die Hügelbeete an der Mauer nicht optimal für das Gemüse, hinter dem Grill türmten sich die Grassoden und irgendwie gefiel uns die gesamte Gestaltung nicht mehr. So in etwa sah es in 2019 aus:

So machten wir uns sehr viel Gedanken und einen Plan, wie es aussehen könnte: anstelle der Hügelbeete ein großes Staudenbeet und ein zusätzlicher Sitzplatz am Grill. Die bereits vorhandenen Stauden ergänzten wir mit etlichen neuen Stauden und bestellten sie nach reiflicher Überlegung bereits im Januar. So konnten wir mit einem frühen Start die Beete vorbereiten. Zunächst übertrugen wir aus dem Plan die Position der Stauden auf die Beete. Dann setzten wir die vorhandenen Pflanzen entsprechend ein. Nach Eröffnung der Staudengärtnereien holten wir sie ab und legten los.

Die beiden Beete werden mit Morgensonne verwöhnt und bekommen erst am späteren Nachmittag etwas Schatten. Genau das Richtige für die feurigen Taglilien, Dahlien, Canna und Begleiter. Den Sitzplatz und die Wege dieses Bereichs versahen wir wieder mit Flusskies Körnung 8/16. Auf der alten Skizze von 2016 sieht man noch die rechteckigen Gemüsebeete, an deren Platz jetzt das neue Beet ist.

Man kann noch nicht viel von der Bepflanzung erkennen, aber zumindest einen kleinen Eindruck bekommen. Wir können jetzt den Teich und die Beete von mehreren Seiten betrachten.

Auch die Bepflanzung im Unterholz am Anzuchthaus, die wir im letzten Jahr angelegt haben, hat sich gut entwickelt…von Himmelsschlüssel über Gräser, Bärlauch etc…….die Hostas brauchen noch etwas Zeit. Im Rosenbeet nebenan blühen die Hyazinthen auf und wir freuen uns auf die kommenden wärmeren Tage. Dann wollen wir endlich den verbliebenen geschundenen Rasen einsäen.

Vorfrühling im Garten

Es wird bunt im Garten. Die Sonne scheint und Zwerg-Iris und Krokusse öffnen ihre Kelche….

Die Stauden und auch Gräser sind bereits geschnitten, so kann man die Frühblüher besser sehen.

Unter den Obstbäumen glänzen rotbelaubte Bergenien zwischen dem filigranen Laub von Carex spe. ‚Kyoto‘ oder die reich blühenden Lenzrosen…

Am Teich blüht Corylus avellana, die Korkenzieherhaselnuss, ein Magnet für die Bienen….die Natur erwacht.

Der Gärtner freut sich über die frischen Austriebe, atmet durch und freut sich auf die Zeit, die er jetzt wieder im Garten verbringen kann.

Ein sonniger Tag im Garten

„An Agathe Sonnenschein bringt viel Korn und Wein“

Gemeint ist der 5. Februar…und tatsächlich nach langer Zeit schien die Sonne bei kalter Luft ganztägig. Noch steht die Sonne zu tief, um den gesamten Garten zu erwärmen.

Es ist noch recht kalt, nur in der Mittagssonne kann man sich einen Moment hinsetzen und den Vögeln lauschen.

Etwas später bietet sich noch einmal ein bezaubernder Anblick – Stauden und Gräser im sinkenden Sonnenlicht…

Frostiger Morgen – Winterfreuden im Garten

Das Jahr beginnt mit Temperaturen unter Null – ein erfreulicher Anblick nach etlichen dunklen Tagen im alten Jahr….

Wie gepudert sehen die Gräser aus, dick gezuckert die Äste. Kann man verstehen, dass viele Gartenbesitzer ihren Garten bereits im Herbst ‚aufräumen‘ und sich damit der ganzen Schönheit des Winters berauben??

Die Vögel haben ihre Freude und suchen zwischen den Stauden und Gräsern nach Futter, das von der Futtersäule oder vom Vogelhaus heruntergefallen ist, oder auch Samen der unterschiedlichen Pflanzen. Die Rosensträucher sind viel besucht, hier gibt es noch etliche Hagebutten…

Wir wünschen allen Gartenfreunden eine schöne, ruhige Zeit – Zeit zum planen und träumen von Sommertagen im Garten!

Silvesternacht

@annca auf pixabay.com

Und nun, wenn alle Uhren schlagen,
So haben wir uns was zu sagen,
Was feierlich und hoffnungsvoll
Die ernste Stunde weihen soll.

Zuerst ein Prosit in der Runde!
Ein helles, und aus frohem Munde!
Ward nicht erreicht ein jedes Ziel,
Wir leben doch, und das ist viel.

Noch einen Blick dem alten Jahre,
Dann legt es auf die Totenbahre!
Ein neues grünt im vollen Saft!
Ihm gelte unsre ganze Kraft!

Wir fragen nicht: Was wird es bringen?
Viel lieber wollen wir es zwingen,
Daß es mit uns nach vorne treibt,
Nicht rückwärts geht, nicht stehen bleibt.

Nicht schwächlich, was sie bringt, zu tragen,
Die Zeit zu lenken, laßt uns wagen!
Dann hat es weiter nicht Gefahr.
In diesem Sinne: Prost Neujahr!

Ludwig Thoma 1867-1921

Das Staudenbeet am Jugendgästehaus in Schweinfurt

Angelegt wurde das Beet nach Plänen von Christine Orel im März 2017 in gemeinschaftlicher Aktion der Gesellschaft der Staudenfreunde e.V. und der Deutschen Rosenfreunde e.V., Regionalgruppe Unterfranken.

Unser Regionalleiter Rainer Trost kümmert sich seitdem federführend um das Beet und hält den Zustand auch fotografisch fest. So kann ich heute einen kleinen Rückblick auf das Jahr 2019 zeigen.

Februar 2019 mit den Samenständen von Pycnanthemum tenuifolium und Iris histroides ‚Lady Beatrix Stanley‘

Im März zeigen sich Muscari azureum, Anemone blanda ‚ Blue Shades‘ und Tulipa humilis ‚Lilliput‘ – eine der kleinsten Wildtulpen.

Der April wird bunt……mit Tulipa clusiana ‚Lady Jane‘ und Tulipa bakeri ‚Lilac Wonder‘ und dem Grün der austreibenden Stauden.

Im Mai leuchten Salvia pratensis und Salvia nemorosa ‚Caradonna‘ im unvergleichbaren Blau, dazu vorne links Geranium sanguineum ‚Max Frei‘ und Artemisia ludoviciana

Der Juni wird heiß und trocken – die Rose ‚Sweet Pretty‘ ist ein Hingucker!

Im Juli zeigen sich wahre Trockenkünstler: Echinops bannaticus ‚Blue Globe‘

Der Urlaubsmonat August fällt aus, hier kommt der September mit Aster pyrenaeus ‚Lutetia‘ , Sedum telephium ‚Matrona‘ und Panicum virgatum ‚Heiliger Hain‘

Der Oktober präsentiert die Ausdauer der trockenheitsverträglichen Gräser, hier Nasella tenuissima zusammen mit den Samenständen von Pycnanthemum tenuifolium vor der weißen Wand

Wir sind gespannt, wie sich die Pflanzung im kommenden Jahr entwickelt. Bisher verhalten sich Panicum virgatum ‚Heiliger Hain‘ und Calamagrostis acutiflora ‚Karl Foerster‘ noch sehr zurückhaltend.

Das Jahr in zwölf Bildern

Was macht man, wenn das Jahr sich dem Ende neigt, die Vorbereitungen für die Feiertage beendet sind und das Wetter nicht gerade zum Spaziergang einlädt? Wir schauen uns noch einmal ein paar Pflanzenschätze an…..

Helleborus niger im Januar

Eranthis hyemalis lockt im Februar die ersten Insekten
Iris reticulata ‚Katherine Hodgkin‘ zwischen Sedum spurium ‚Tricolor‘ im März
Im April tanzen zarte Blüten von Epimedium x warleyense ‚Orangekönigin‘
Im Mai beginnt die Blüte vom Zierlauch – hier  Allium ‚Purple Sensation‘
Im Juni erblühen bei uns Delphinium elatum Hybriden…hier neben dem Sedum telephium ‚Hot Chocolate‘
Im Juli: Echinops ritro besticht durch die im Hintergrund gepflanzte Achillea filipendulina ‚Parker‘
Ipomoaea purpurea liebt die Augustsonne und harmoniert wunderbar mit Helianthus microcephalus ‚Lemon Queen‘
Der September ist ein Monat der Gräser – hier Nassella tenuissima mit Sedum telephium ‚Birthday Party‘ ‚
Aster laevis ‚Anneke van der Jeugd‘ – im Oktober hat sie Hochsaison
Eine späte Schönheit im November: Chrysanthemum indicum Hybride ‚Herbstrubin‘
Sambucus nigra ‚Black Beauty‘ mit einem Hauch von Reif im Dezember

Astern und Gräser im Oktober

Der Oktober begann nass, endlich Regen! Innerhalb von 10 Tagen konnten wir über 50 Liter messen. Die Regenfässer haben wir gleich wieder zurück in den Garten gepumpt – Bäume und Sträucher haben es bitter nötig.

Am Wochenende freuten wir uns dennoch wieder über die Sonne und damit über ein goldenes Oktoberwochenende. Die Einfahrt präsentierte sich von der schönsten Seite..

Samstag besuchte uns ein Gesangverein und erfreute uns zum Abschied mit einem Ständchen – ein herzliches Danke dafür, liebe Besucher aus Roth! Uns hat gefreut, dass sich die Asternblüten endlich öffneten und wie ein Sternenhimmel leuchteten…