Die Nacht der Gärten

‚Die Nacht der Gärten‘ ist eine neue Aktion des Gartennetzwerkes

‚Gartenparadiese Haßberge und nördlicher Steigerwald‘

An zwei Terminen im August werden jeweils vier Gartenbesitzer die Gartentüre für interessierte Gartenbesucher öffnen. 

Einen Privatgarten an einem Sommerabend zu erleben, ist etwas ganz Besonderes und diese Stimmung mit Gartenfreunden zu teilen, zu genießen und sich auszutauschen, das ist ist der Wunsch der Gastgeber. Über eine Spende freuen sich die Gastgeber und Gartenbesitzer.

Termine:

Samstag, 17. August 2019, ab 19:30 Uhr bis ca. 22:00 Uhr

Uwe und Birgit Köhler, 96176 Pfarrweisach, Rabelsdorf 38

Inge Hahn, Friesenhausen, 97491 Friesenhausen, Pfarrer-Hofmann-Straße 7

Klaus und Sarah Scheder, 97511 Lülsfeld, Rimbacher Str. 2

Bernd und Gabriele Czoske, 97475 Zeil a. Main, Franz-Burger-Str. 32

Samstag, 31. August 2019, ab 19:30 Uhr bis ca. 22:00 Uhr

Daniela Berninger, 96106 Ebern/Jesserndorf, Lothar-Dietz-Str. 14

Hiltrud und Georg Stumpf, 97539 Wonfurt-Dampfach, Mühlenstr. 9 

Michael und Irmi Markert, 96188 Stettfeld, Am Hang 31

Reinhard Schneider und Sabine Pecoraro-Schneider, 97478 Knetzgau/Hainert, J.-v.-Wolnberg-Str. 54

Was bringt uns der Juli?

Nach dem laut Wetteraufzeichnung heißesten Monat Juni beginnt der Juli etwas moderater. Nachts wird es jetzt sehr angenehm kühl und der Mensch und sein Garten können sich nachts wieder erholen.

Der Regen (bei uns im Juni insgesamt etwa 38 Liter) hat die Bepflanzung relativ gut versorgt, dennoch sind einige wenige je nach Standort in Blatt und Blüte ziemlich verbrannt und geschädigt. Durch die nächtliche Frische rappeln sie sich aber immer wieder auf.

Die Rosen sind viel zu schnell hinüber – in ihrer schönsten Blütenpracht hat der plötzliche Regen die zarten Blüten der Alten Rosen empfindlich getroffen. Der Rückschnitt der remontieren Rosen ist noch nicht vollendet, die Hitze war gar zu arg! So trösten die feurigen Taglilien über den frühen Verlust hinweg…

Die ersten Sommerblüher sind da und gemeinsam mit dem Kugellauch Allium sphaerocephalon verbreiten sie eine sommerlich-heitere Stimmung.

Der Garten von Anita Rau in Frickenhausen

Es gibt Gärten, da tritt man ein und ist einfach still……

Der Garten von Anita Rau und Ulrich Seifert in Frickenhausen, nahe Ochsenfurt, stand schon lange auf unserer Wunschliste. Viele haben darüber berichtet und unsere Neugier geweckt. Am frühen Nachmittag standen wir in diesem wunderbaren Garten, dessen alte und übermannshohe Gehölze und die saftiggrüne Rasenfläche schon den gewissen Reiz ausübte.

Nach der Hitze der vergangenen Tage freut man sich doppelt, so ein feines Kleinod aufzusuchen. Die sorgsam geschnittenen Gehölze, kleine Farbtupfer durch einige Rosenbüsche, dezentes Weiß der Hortensien zwischen den Blattschmuckstauden – alles das, was einen Schattengarten ausmacht. Gleich am Anfang erkennt man schon weiter hinten das ehemalige Hühnerhäuschen, dahinter der Nutzgarten zwischen vielen Rosen, zweifellos ein Blickfang – das muß man einfach liebhaben…

Überall gibt es zwischen schönen Buchskugeln Vogeltränken, Vogelhäuschen, kleine Teiche…

An den Details erkennt man das Gespür für Formen und Strukturen, gepaart mit Fantasie und handwerklichem Geschick. Das Wohnhaus liegt am Hang – um vom Garten aus ins Haus zu gelangen, gibt es ein paar Stufen, einen kleinen Absatz und danach eine Steintreppe, die auf die Veranda führt…ich fühle mich erinnert an die Landhäuser der 30er Jahre und richtig, das Haus wurde 1936 gebaut. Wir fühlen uns sehr wohl, irgendwie geborgen…die Fensterläden, der Anstrich, die Veranda mit der niedrigen Mauer ringsherum,…..

Ich denke unwillkürlich an die Gärten von Liebermann, Foerster und Nolde und freue mich unbändig, diesen Garten und seine Besitzer kennengelernt zu haben! Und wie erhofft, nimmt man einige Anregungen und Ideen mit und freut sich auf ein Wiedersehen ❤

Alte Rosen, moderne Rosen, englische Rosen und historische Ramblerrosen

Es ist fast Mitte Juni und die Blüte der historischen Rosen fast vorüber, Zeit für einen kleinen Spaziergang. Am Zaun wuchert ‚Königin von Dänemark‘ in Kombination mit dem himmelblauen Rittersporn. Am Rankgerüst, dem Tor zum Staudengarten, klettert ‚Francois Juranville‘, eine R. wichuriana-Hybride, mein besonderer Liebling, weil sie auch im Abblühen immer noch wunderbar aussieht.

Gleich an der Sandsteinmauer blühen sie in weiß und gelb, blass rosa und in apricot (Rambler ‚Christine-Hélène‘, ‚Graham Thomas‘, ‚Gentle Hermione‘ und ‚Sweet Juliet’…dazwischen blühen Orlaya grandiflora, vorn einige Lavendel und Digitalis lutea, ein Fingerhut in gelb.

Am mittleren Rankgerüst, das den Staudengarten vom Küchengarten trennt, wachsen der kleine Rambler ‚Lauré Davoust‘ und rechts ‚Jacques Cartier‘ mit Clematis viticella ‚Etoile Violette‘ , die allerdings noch nicht blüht.

Die nächste Station ist das dritte Tor, der Übergang vom Küchengarten in die Laube Mit dem Rambler ‚May Queen‘ und auf der anderen Seite ‚Violette‘ . Der Sitzplatz ist wiederum von historischen Duftrosen umgeben: Rose de Resht, Ombrée Parfaite, Gussenstädter Désirée, Aimable Amie, unbekannte Zentifolie, ‚de Meaux‘ ………

Noch ein Stück weiter, in Richtung Hühnergehege, ist noch ein Rosenbeet. Hier wachsen ebenfalls alte Rosen, wie z.B. ‚La Negresse‘, eine unbekannte Gallica, ‚Belle sans Flatterie‘, ‚Rose des Peintres‘, ‚Dembrowski‘ und ‚Prince Charles‘

Ach, es gibt ja noch weitere Rosen, aber das machen wir beim nächsten Mal ❤

Rosenzeit in Hainert

Kaum sind wir von der kurzen, aber sehr schönen und intensiven Gartenreise zurück, geht es hier Schlag auf Schlag.

Iris in allen Sorten, Geranium, Heuchera und Pfingstrosen, Nelken, Katzenminze – ja, was bleibt denn noch????

Rosen! Früher kamen die Pfingstrosen, dann die Alten Rosen und schließlich die modernen Rosen………heute – alles auf einmal!

Ich mache jetzt hier mal Pause…..Rosenblüten sammeln für köstliches Rosengelee.. ❤

Zu Gast bei Karin und Rolf im LATÜT – Kunst und Garten

Der Garten von Rolf Lüürßen und Karin Berends-Lüürßen ist so bunt und vielseitig wie das Leben und das Werk der Beiden!Es ist der letzte Tag unserer Kurzreise und ich freue mich unbändig auf Karin, die virtuell schon so quicklebendig  erscheint. Der himmelblau gestrichene Bauwagen strahlt schon von Weitem und wir kommen uns vor wie in den Geschichten von Astrid Lindgren. ❤ 

Das dunkelrote Haus, in dem sie leben, ist ein ehemaliges Siedlerhaus mit kleinen Fenstern, niedrigen Räumen, Holzheizung …..urgemütlich! An der kleinen Loggia vor dem Haus hängt eine Bahnhofsuhr, an der Seite steht eine Küche und man merkt: hier wird gelebt! Wir dürfen ins Haus und Karin serviert uns Kaffee und eine total leckere Torte, wir erzählen und fühlen uns, als kennen wir uns schon ewig! Die autodidaktische Künstlerin zeigt uns viele Facetten ihres Könnens: von der Malerei über Druck von Geschenkpapieren, Karten, Spiele und nicht zuletzt ihre illustrierten Heftchen mit Prosa, die sie aus dem Stegreif gekonnt vorträgt! Uns gefiel besonders die Pinselgeschichte, die ich dann auch mitgenommen habe.

Anschließend wollen wir in den Garten….dort entdecken wir zunächst ein Gewächshaus, in dem u.a. auch Vasen, Blumentöpfe und in einem Schrank Geschirr aufbewahrt werden. Hier hat alles seine Ordnung.

 Rolf zeigt Reinhard die alte Werkstatt, die total vom Efeu eingenommen wird…und schließlich tauchen wir ein ins Gartenreich…der erste Gartenraum ist der wildromantische Garten

Ein Zaubergarten, in dem wir immer wieder innehalten und staunen!  Überall schöne Sitzplätze, von denen man die verschiedenen Blickwinkel genießen kann. Durch Tore und Türen gelangen wir in die unterschiedlichen Gartenräume….Schilfmatten schützen vor dem rauhen und auch kalten Wind – wahrscheinlich werden sie in den nächsten Jahren zugewachsen sein. In der Zusammenstellung der Pflanzen sieht man die gelernte Staudengärtnerin, in ein, zwei Wochen, wenn auch die über 100 Rosen blühen, würde ich wohl nicht mehr fort wollen 🙂  

Schließlich gehen wir außen um die Gartenräume herum und schauen quasi über den Gartenzaun. Auf dem Weg zurück zum Wohnwagen zeigt sie uns eine riesige Fläche, die als neuer Gartenteil bald kreativ gestaltet wird. Hinter dem Wohnwagen auf der Deichsel hat sie einen Rahmen aufgesetzt, in dem sich viele Trockenkünstler sehr wohlfühlen….

Auf dem Weg zurück ins Haus kommen wir noch am Hausgarten vorbei…

Wir dürfen noch in die Wohnräume schauen und Rolf erzählt, wie es zu Lebzeiten der Oma ausgesehen hat und mit welchen Abenteuern die Renovierung verbunden war. Inzwischen steht Karin am Herd und macht Abendessen…..dampfende Bratkartoffeln, Rührei, Salat und Gemüse , vorweg noch eine feine Suppe und wir schlemmen mit Genuß und viel Spaß! Danach nahmen wir schweren Herzens Abschied und haben noch lange auf der Rückfahrt an diesen schönen Tag gedacht. Wir hoffen auf einen baldigen Gegenbesuch, liebe Karin und lieber Rolf!

Zu Gast im Landidyll der Familie Tjarks

Torsten Tjarks ist Florist und führt ein schönes Blumenfachgeschäft in Wiesmoor. Zusammen mit seinem Lebensgefährten Malte Schoon, der in einem großen Betrieb Pflanzen vermehrt, haben sie den Garten der Familie Tjarks in Friedeburg nach ihren Vorstellungen umgestaltet, dabei aber auch die Wünsche der Eltern miteinbezogen. Alle zusammen haben ein Paradies geschaffen – das Landidyll der Familie Tjarks.  Die ersten Fotos, die ich in den sozialen Netzwerken vom Garten sah, haben mich schon fasziniert – eine Fülle an Farben und Blüten – eben ein richtiger Landgarten!! Es war also klar, dass dies unser nächstes Gartenziel war. Am Rand der Ortschaft, wo sich Hase und Igel ‚Gute Nacht‘ sagen, liegt Torstens Elternhaus.  Die beiden ‚Jungen Wilden‘ hatten zur Begrüßung eine Tafel beschriftet – ich war echt gerührt ❤

Ich mußte beide erst einmal knuddeln, weil ich mich so auf diese Begegnung gefreut habe! Wir gingen gleich nach hinten in den Garten. Hier, im ersten Teil des Gartens beschatteten einige große Bäume und Gehölze den Garten und so konnten wir schon auf dem Rundweg die gelungene Schattenbepflanzung anschauen. In kleinen Nischen waren schöne Sitzgelegenheiten, so daß man alles aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann.

Überall sind kleine Wasserstellen für Vögel und Insekten, alte Dachziegel als Schlupfwinkel für die Insekten und Käfer – Torsten ist im Naturschutzbund – das merkt man auf Schritt und Tritt und er erklärt dazu Wissenswertes auch bei seinen Führungen durch den Garten.

Hedwig und Günther Tjarks, Torstens Eltern, sind voll motiviert in Sachen Gartenbesuch und unterstützen beide Gärtner, wie und wo sie nur können. Während wir im Wintergarten am hübsch gedeckten Tisch sitzen, unterhält Vater Tjarks uns mit Geschichten von früher, als noch viel Torf gestochen wurde. Mutter Hedwig schneidet Torte und Malte macht den Tee….auch heute, am dritten Tag unserer Reise sind wir „Gartenfreunde mit Familienanschluß“ und fühlen uns rundherum wohl. Nach Buttercreme und Flockentorte gehen wir in den hinteren Teil des Gartens. Dort, wo früher der Gemüsegarten war, tobt jetzt das Leben….der New German Style ist auch in Friedeburg angekommen!!

Ein Teich murmelt im Hintergrund….

Weiter hinten steht eine kleine Hütte…uiii, das sieht spannend aus! Hier sind alte Fund-und Erinnerungsstücke aus der guten, alten Zeit. Ob sie so gut war? Ich weiß es nicht, auf jeden Fall wurde echt hart gearbeitet…

Wir setzen uns ganz am Ende hin und verweilen und erzählen…schließlich ziehen dunkle Wolken auf…wir flüchten zum Wintergarten.

Ehe wir uns verabschieden wollen, gibt die Familie ein Veto – hierbleiben zum Abendbrot! Hedwig Tjarks rennt mit einer Schüssel Tomaten, gekochten Eiern aus eigener Haltung und bittet uns, Platz zu nehmen. Draußen tobt ein Gewitter und Torsten freut sich, dass die Regentonnen wieder voll werden und der Garten seine Erfrischung bekommt…Malte macht hervorragenden Tee 🙂

Irgendwann brechen wir auf, freuen uns über den wunderbaren Nachmittag in dem herrlichen Garten mit ganz liebenswerten Menschen – der Familie Tjarks vom Landidyll ❤

Zu Gast bei Astrid Guhl im Rosenparadies Wilhelmshaven

Astrid und Rüdiger Guhl haben uns vor drei Jahren besucht – ein Gegenbesuch war lange geplant, mal verschoben, aber jetzt konnten wir es endlich wahr machen! Astrid ist ein wandelndes Fachbuch in Sachen Rosen und auch Stauden. In meinen Anfängen konnte sie mir in Sachen Rosen oft helfen. Am zweiten Tag unserer Reise standen wir am frühen Nachmittag vor dem hübschen roten Klinkerhaus, umrahmt von Hecken und bunten Gehölzen, der Eingang rechts und links mit bunten Iris bepflanzt. Ein herzliches Begrüßen, große Wiedersehensfreude und natürlich gingen wir sofort in den Garten.

Ihr Rosenparadies Wilhelmshaven liegt am Rand von Wilhelmshaven. Astrid und Rüdiger haben das über 100 Jahre alte Haus vor knapp 30 Jahren gekauft und nach und nach mit viel Energie und Arbeit in ihr Gartenparadies verwandelt Teich mit Holzterrasse, Wege und Terrassen mit Klinker gebaut,  Hecken, schöne Gehölze, ein Pavillon und Sitzplätze entstanden. Erst nach etwa 10 Jahren begann sie Rosen anzupflanzen. Inzwischen klettern Rosen und Clematis und beranken Laubengänge, Pavillon und Vordächer.

Nachbildung einer gotischen Ruine, Skulpturen der klassischen Antike, Vasen, Wasserspiele,  das alles kombiniert mit einer schönen Bepflanzung vermittelt dem Besucher ein stimmiges Ganzes! Auf den geliebten Buchs, den sie sorgsam herangezogen hatte, mußte sie wegen des Virus inzwischen bis auf wenige Ausnahmen verzichten. Stattdessen zieren ausgesuchte Stauden die Wege. Überhaupt hat sie ein Faible für Raritäten und weiß sie geschickt zu positionieren.

Wir haben Glück, dass momentan wenige Rosen und Clematis blühen, so können wir die Strukturen besser erkennen und uns trotzdem vorstellen, wie der Garten in der Blüte quasi explodiert! Wir gehen zum Kaffeetisch und genießen Stück für Stück Astrids Backkünste ❤  Anschließend geht es zum Teich….auf der schönen Sissinghurst-Bank hat man den totalen Überblick….

Das neue Glashaus, ihre Sammlung schöner Vasen und Töpfe zeigen: hier ist ein Profi und Schöngeist am Werk! Überall schweift der Blick hin zu Figuren, Gefäßen und Pflanzen…..

Wir beenden unseren Besuch mit einem gemütlichen Abendessen und bedanken uns bei den Beiden für ihre wunderbare Gastfreundschaft!

Zu Gast bei Hedwig und Wilhelm Weerts im Moorjuwel

Endlich haben wir es geschafft und uns ein paar Tage Auszeit gegönnt – über fremde Gartenzäune schauen! So fremd sind sie nicht, unsere Gartenfreunde – über Facebook haben wir uns bereits seit langer Zeit ausgetauscht und jetzt war der Zeitpunkt günstig, nach Ostfriesland zu reisen. Das Wetter meinte es gut mit uns.

Das Moorjuwel befindet sich direkt am Kanal in Wiesmoor. Das Ehepaar Weerts hat etwa vor 25 Jahren begonnen, den Garten nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Was können wir sagen? Es ist ein Schmuckstück geworden – ein Moorjuwel im wahrsten Sinne des Wortes! Seit 2018 haben sie sogar im Anbau eine hübsche kleine Ferienwohnung, Die ‚Puppenstube‘ sieht auf den Bildern schon so gemütlich aus, dass ich sie gleich gebucht habe!!

Versteckt zwischen buntlaubigen Gehölzen und schönen Stauden liegt der Schatz, den wir gesucht haben. Ein herzliches Willkommen, eine liebe Begrüßung und schwupp, stehen wir bereits im Garten. Hier baumeln schon sehr dekorativ  etliche Mooskugeln herum.  Überall führen verschlungene Wege in verschiedene Gartenräume und geben Einblick in die mit viel Gespür in Szene gesetzte Pflanzenwelt!

Gut geschnittene Buchenhecken, unzählige Sitzplätze, lauschige Ecken, murmelndes Wasser, spannende Blattstrukturen….der Specht klopft und die Kaulquappen vergnügen sich im Teich.

Es lohnt sich, alle Sitzplätze mal aufzusuchen und die unterschiedlichen Blicke auf sich wirken zu lassen und zu genießen. Wie zufällig sind Schalen, Töpfe, altes Handwerkszeug usw. in die Pflanzungen integriert. Mich, dem „Deko-Muffel“, hat das fasziniert, weil es mit der großen Pflanzenvielfalt wunderbar harmoniert. Der Hausherr hat ein unsagbar großes handwerkliches Geschick und das spürt man!! Dichterhäuschen, Pflastersteine, Regale, Gerüste……ein Geschenk des Himmels ❤

Es ist schon ein Traum, wenn sich beide so wunderbar ergänzen….schließlich möchte ich hier noch besonders erwähnen, dass Hedwig eine begnadete Tortenbäckerin ist, ihre Besucher wissen das sehr zu schätzen! Selbst bei Regenwetter sitzen die Besucher in den überdachten Sitzecken,  im Gewächshaus oder im Gartencafé ‚Tuunhuus‘ gemütlich und warm wie in der guten Stube zuhause!

Ist der Mai kühl und nass

……. füllt’s dem Bauern Scheun und Fass.

Kühl stimmt, mit dem Regen haben wir etwas Geduld.  Bisher konnten wir im Mai  8 Liter verzeichnen. Durch die Kälte und den dichten Bewuchs sieht alles sehr frisch aus! Die Dichternarzissen Narcissus poeticus var. recurvus und auch die letzten Tulpen zeigen noch keine Schwächen.

Die ersten Zwerg-Iris Iris barbata-nana sind schon fast verblüht, jetzt sind die hübschen Akeleien an der Reihe und tanzen durch die Beete. Bestimmte Sorten möchte ich erhalten und habe sie strikt von anderen getrennt – bin gespannt, ob es gelingt.

Beim Besuch einer Gartenfreundin kamen wir beladen wieder zurück: etliche Stauden hatte sie geteilt und etliche für uns getopft! Sehr viele Schattenflächen haben wir noch nicht, aber im Unterholz am Teich und Gewächshaus war noch Platz!

Im Schattenbeet im Hof ist der Flieder fast verblüht, aber alle Hostas, Farne und Astilben zeigen sich von iher besten Seite…