Was gibt’s Neues im Junigarten?

Der Juni begann ziemlich heiß und viel zu trocken…den Rosen macht es offenbar gar nichts aus.

Bei uns gibt es für Rosen und Stauden kühles Nass nur im Pflanzjahr und im Notfall. Der liegt aber noch nicht vor, solange Stauden und Gehölze morgens wieder frisch aussehen.  Seht selbst, wie schön es am frühen Morgen ist!

 

Die Unterpflanzungen der Obstbäume haben sich bis jetzt bewährt – nichts ist eingegangen oder erfroren, obwohl es im März und April gar nicht so gut aussah. Jetzt ist fast alles wieder üppig gewachsen…und soll bis zum Herbst so bleiben, hier und da werden wir später sicher noch etwas ändern.

Zu Gast bei einer Rosenkennerin und Rosenfreundin in Kolitzheim

Immer auf der Suche nach schönen Gärten hatten wir am Sonntag die Gelegenheit zu einem Besuch bei Christine Bender,  Landwirtschaftsrätin im Gartenbauzentrum Bayern Nord am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kitzingen, unweit von Schweinfurt in dem idyllischen Dörfchen Kolitzheim.

Sie empfing uns in ihrem Garten vor der alten Remise mit einem Herz aus Rosenblütenblättern und neben ihrer Begrüßung erklärte sie die Bedeutung der Rose und lenkte den Schwerpunkt auf die Historischen Rosen. In einem Korb voller Duft hatte sie Rosenblüten der verschiedenen Rosenklassen, benannte sie und ließ uns daran schnuppern: „So intensiv riechen nur die Alten Rosen“.

Die Rosa damascena ‚Rose de Resht‘ ist die älteste Rose und ihr Duft ist unvergleichlich. Für einen Liter Rosenöl braucht man etwa zwei LKW Ladungen voller Rosenblüten…..jetzt versteht jeder, warum es so teuer und wertvoll ist. In der Vergangenheit galt die Rose besonders wertvoll in der Heilkunde, so dass sie, neben vielen Kräutern, unbedingt auch in die Bauerngärten gepflanzt wurde.  Damals gehörte die Rosa canina quasi zur Medizin. Heute ist sie der Inbegriff der Schönheit und wir stellen fest, dass nach dem 16. Jahrhundert mit Einführung der chinesischen Rosen und die darauf folgenden Züchtungen zugunsten der Schönheit der Duft weichen musste. Die Rose galt aber auch als Nahrungsmittel und damit sind wir schon wieder beim Thema ‚Speis und Trank’…

Sehr anschaulich erklärte sie uns die Herstellung verschiedener Köstlichkeiten und wir durften sie auch probieren: Rosensaft, mit Wasser oder mit Secco, Rosenbutter, Rosengelee auf Quark, Frischkäse ……schier endlos sind die Möglichkeiten mit der Königin der Blumen. In der Hofstelle zeigte sie uns all ihre Rosen, erläuterte Schnitttechnik und Pflege – es war rundherum ein wunderschöner Spätnachmittag.

Mit einem Gang durch den Pfarrgarten von Kolitzheim und einem Gedicht endete die interessante Führung, vielen lieben Dank!

Mit Erlaubnis verweisen wir gern auf die Seite von Christine Bender, hier findet Ihr auch viele erprobte Rezepte ❤

 

Rosen über Rosen….

Dieses Jahr ist ein Traum für alle Rosenfreunde! Kaum sind Iris und Co. verblüht, kommen die Rosen nach und nach zum Zug. Inzwischen sind bis auf ein paar Spätzünder alle in Blüte…..lasst Rosen sprechen 😉

Hier zunächst neueren Rosen an der Sandsteinmauer

 

Entlang des Zauns zur Straße……

 

Bei den historischen Rosen am Sitzplatz duftet es unbeschreiblich…

An den Übergängen zum nächsten Gartenraum wachsen die Rambler…

Frostige Zeiten oder endlich Winter!

Jetzt haben wir den Winter, den wir immer haben wollten – oder doch nicht? Nach dem Schneefall Anfang Februar wurde es kälter und der Schnee blieb recht lange. Jetzt ist dank der Mittagssonne fast alles verschwunden.

 

Morgens jedoch sind die Temperaturen im Keller und zum Wochenende dürfen wir uns auf zweistellige Minustemperaturen freuen.  Die vor einem Jahr gepflanzten Rosen sind abgedeckt, der Rest muss klar kommen.

 

Der Rebschnitt muss noch warten, bei Temperaturen unter minus 5 Grad wird nicht geschnitten.

Habt eine schöne Woche!

 

Erster Schnee und Vorfreude auf Weihnachten

Der letzte Novembertag bringt uns einen Hauch von dem, was wir uns im Winter wünschen…

 

So sieht die Welt doch schon ganz anders aus, nicht wahr? Hier bei uns im Maintal zwischen den Haßbergen und dem Steigerwald bleibt es im November oft bedeckt und ich freue mich wirklich, wenn entweder die Wolkendecke aufreißt oder wie heute, es anfängt zu schneien!

Erstes vorweihnachtliches Schmücken (ich finde den Begriff ‚Deko‘ einfach überstrapaziert) und Gartenbücher lesen vertreibt die Zeit auf angenehme Art und Weise. Für den langen Tisch hat Reinhard mir ein Brett passend zurecht gesägt. Nun die beiden Birkenäste, Kerzen, Tannenzapfen darauf und fertig ist der Tischschmuck. Später werde ich noch etwas Grün dazu legen…..Die alten Weckgläser mit Nüssen, kleinen Zapfen, Filzschmuck und Schleifen und das hübsche Kästchen von Kati  mit Zapfen gefüllt – fertig!

 

Und wie sieht es bei Euch aus? Ihr habt sicher schon erste Plätzchen im Ofen……..;-)

Im Septembergarten

Bevor es bald in den Oktober geht, wollten wir mit Euch noch einmal durch den Garten gehen…

 

Am Teich blüht der Wasserdost Eupatorium fistulosum ‚Glutball‘  und  die weidenblättrige Sonnenblume Helianthus salicifolius legt sich grazil über den Teich, der Sonne entgegen. Feurig streckt der Kerzenknöterich Bistorta amplexicaulis ‚Speciosa‘ seine Blüten nach oben und das Weinlaub am Sitzplatz färbt sich und fällt schon…

 

Vereinzelt blühen die englischen Rosen, sogar der einmalblühende Rambler ‚Francois Juranville‘ zeigt hier und da neue Blüten…

 

In den Staudenbeeten fangen nach und nach die unterschiedlichen Herbstastern an zu blühen. Damit locken sie unzählige Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten!

 

ach, und Zuwachs haben wir auch noch bekommen 😉 Pünktchen und Rehlein..

 

Hoffentlich gibt es noch ein paar schöne Tage, die dunkle Jahreszeit ist sonst so lang…..

Frühherbst – September im Garten

 

Der September hat nicht gerade warm und sonnig begonnen. Der Rasen wird nach den ersten kalten Nächten gar nicht mehr richtig trocken.  Umso mehr freuen wir uns, wenn nach dem Morgennebel doch noch die Sonne erscheint!

 

Am Teich ist es morgens besonders schön. Die weidenblättrige Sonnenblume Helianthus salicifolius wächst zwischen den Nachtkerzen Oenothera biennis ‚Grandiflora‘ schwungvoll dem Licht entgegen und die purpurfarbenen Blüten  des Wasserdosts Eupatorium fistulosum ‚Glutball‘ und ‚Riesenschirm‘ locken unzählige Insekten – eine wahre Wonne ist es, dem Summen und Brummen zu lauschen. Hier und da blühen noch ein paar gelbe Taglilien, zusammen mit den Purpur-Sonnenhüten ein Gedicht!

 

Die Rosen zeigen ihren zweiten Flor….sogar bei der einmal blühenden Ramblerrose ‚Francois Juranville‘ entdeckte ich heute zwei Blüten!

 

Im Staudengarten fangen die Herbstastern langsam an zu blühen…zusammen mit den Gräsern wird das ein optisches Spektakel werden, als September Geborene fasziniert mich der Herbst sowieso!

 

Wir wünschen Euch eine schöne Gartenwoche!

Saure-Gurken-Zeit im Garten??

Natürlich nicht – auch im Garten gibt es ja immer etwas zu entdecken…Ihr erinnert Euch, dass wir im März einige Rosen aus  Sangerhausen mitgebracht hatten? Wir haben sie natürlich gleich eingepflanzt und sie in der trockenen und heißen Zeit  immer mit einer Ration Wasser bedacht!

Darf ich vorstellen?

Das ist Miranda, Rosa damascena (De Sansal 1869). Sie wächst aufrecht bis 1,5 m groß. Ihre Blüten sind wetterunempfindlich, schalenförmig und duften! Sie blüht im Herbst nach und ist sehr winterhart!

 

Kronprinzessin Viktoria , Rosa borbonica, Späth 1888,  (Sport von Souvenir de la Malmaison) Ihre creme-weißen Blüten sind stark gefüllt, haben eine gelbliche Mitte und duften sehr gut. Sie wird bis zu 1 m groß, blüht öfter und ist gut winterhart.

 

Marie Dermar, Noisette, Züchter Rudolf Geschwind 1889. Sie kann bis zu 3 m hoch werden und hat stark gefüllte, geviertelte Blüten mit gelben Staubgefäßen. Sie verströmen einen sehr angenehmen Duft. Sie blüht recht lange von Juni bis zum Frost.

 

Der einzige Herr der Gesellschaft, Prince Charles, konnte sich noch nicht aufraffen….er bekommt also die Extra-Wurst!

Bis bald!! Drückt die Daumen für besseres Wetter in den nächsten Wochen!!