Frostiger Morgen – Winterfreuden im Garten

Das Jahr beginnt mit Temperaturen unter Null – ein erfreulicher Anblick nach etlichen dunklen Tagen im alten Jahr….

Wie gepudert sehen die Gräser aus, dick gezuckert die Äste. Kann man verstehen, dass viele Gartenbesitzer ihren Garten bereits im Herbst ‚aufräumen‘ und sich damit der ganzen Schönheit des Winters berauben??

Die Vögel haben ihre Freude und suchen zwischen den Stauden und Gräsern nach Futter, das von der Futtersäule oder vom Vogelhaus heruntergefallen ist, oder auch Samen der unterschiedlichen Pflanzen. Die Rosensträucher sind viel besucht, hier gibt es noch etliche Hagebutten…

Wir wünschen allen Gartenfreunden eine schöne, ruhige Zeit – Zeit zum planen und träumen von Sommertagen im Garten!

Das Jahr in zwölf Bildern

Was macht man, wenn das Jahr sich dem Ende neigt, die Vorbereitungen für die Feiertage beendet sind und das Wetter nicht gerade zum Spaziergang einlädt? Wir schauen uns noch einmal ein paar Pflanzenschätze an…..

Helleborus niger im Januar

Eranthis hyemalis lockt im Februar die ersten Insekten
Iris reticulata ‚Katherine Hodgkin‘ zwischen Sedum spurium ‚Tricolor‘ im März
Im April tanzen zarte Blüten von Epimedium x warleyense ‚Orangekönigin‘
Im Mai beginnt die Blüte vom Zierlauch – hier  Allium ‚Purple Sensation‘
Im Juni erblühen bei uns Delphinium elatum Hybriden…hier neben dem Sedum telephium ‚Hot Chocolate‘
Im Juli: Echinops ritro besticht durch die im Hintergrund gepflanzte Achillea filipendulina ‚Parker‘
Ipomoaea purpurea liebt die Augustsonne und harmoniert wunderbar mit Helianthus microcephalus ‚Lemon Queen‘
Der September ist ein Monat der Gräser – hier Nassella tenuissima mit Sedum telephium ‚Birthday Party‘ ‚
Aster laevis ‚Anneke van der Jeugd‘ – im Oktober hat sie Hochsaison
Eine späte Schönheit im November: Chrysanthemum indicum Hybride ‚Herbstrubin‘
Sambucus nigra ‚Black Beauty‘ mit einem Hauch von Reif im Dezember

Astern und Gräser im Oktober

Der Oktober begann nass, endlich Regen! Innerhalb von 10 Tagen konnten wir über 50 Liter messen. Die Regenfässer haben wir gleich wieder zurück in den Garten gepumpt – Bäume und Sträucher haben es bitter nötig.

Am Wochenende freuten wir uns dennoch wieder über die Sonne und damit über ein goldenes Oktoberwochenende. Die Einfahrt präsentierte sich von der schönsten Seite..

Samstag besuchte uns ein Gesangverein und erfreute uns zum Abschied mit einem Ständchen – ein herzliches Danke dafür, liebe Besucher aus Roth! Uns hat gefreut, dass sich die Asternblüten endlich öffneten und wie ein Sternenhimmel leuchteten…

Herbstlich im September

Jetzt geht es schnell….die Tage werden kürzer, die Nächte kälter und in den Morgenstunden gibt es hier und da schon Bodenfrost! Regen wäre da schon besser. Mit den Arbeiten in den Staudenbeeten beginnen wir erst im Oktober – im Urlaub haben wir uns dazu schon einige Notizen gemacht. Im Herbst ist dann die beste Zeit für diese Änderungen.

Jetzt genießen wir aber zunächst noch das Farbspiel der Astern und die wunderbaren Gräser ….

Noch sind einige Astern noch nicht aufgeblüht, aber täglich öffnen sich mehr..

Die Temperaturen lassen tagsüber noch leichte Kleidung zu und wir genießen den Garten in vollen Zügen….

Für die Beschattung der Hortensien hatte Reinhard vor ein paar Wochen eine Pergola gebaut und heute haben wir zunächst zwei Clematis gepflanzt. Demnächst wird noch eine schöne Ramblerrose dazu kommen….

Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende!

Was bringt uns der Juli?

Nach dem laut Wetteraufzeichnung heißesten Monat Juni beginnt der Juli etwas moderater. Nachts wird es jetzt sehr angenehm kühl und der Mensch und sein Garten können sich nachts wieder erholen.

Der Regen (bei uns im Juni insgesamt etwa 38 Liter) hat die Bepflanzung relativ gut versorgt, dennoch sind einige wenige je nach Standort in Blatt und Blüte ziemlich verbrannt und geschädigt. Durch die nächtliche Frische rappeln sie sich aber immer wieder auf.

Die Rosen sind viel zu schnell hinüber – in ihrer schönsten Blütenpracht hat der plötzliche Regen die zarten Blüten der Alten Rosen empfindlich getroffen. Der Rückschnitt der remontieren Rosen ist noch nicht vollendet, die Hitze war gar zu arg! So trösten die feurigen Taglilien über den frühen Verlust hinweg…

Die ersten Sommerblüher sind da und gemeinsam mit dem Kugellauch Allium sphaerocephalon verbreiten sie eine sommerlich-heitere Stimmung.

Rosenzeit in Hainert

Kaum sind wir von der kurzen, aber sehr schönen und intensiven Gartenreise zurück, geht es hier Schlag auf Schlag.

Iris in allen Sorten, Geranium, Heuchera und Pfingstrosen, Nelken, Katzenminze – ja, was bleibt denn noch????

Rosen! Früher kamen die Pfingstrosen, dann die Alten Rosen und schließlich die modernen Rosen………heute – alles auf einmal!

Ich mache jetzt hier mal Pause…..Rosenblüten sammeln für köstliches Rosengelee.. ❤

Ist der Mai kühl und nass

……. füllt’s dem Bauern Scheun und Fass.

Kühl stimmt, mit dem Regen haben wir etwas Geduld.  Bisher konnten wir im Mai  8 Liter verzeichnen. Durch die Kälte und den dichten Bewuchs sieht alles sehr frisch aus! Die Dichternarzissen Narcissus poeticus var. recurvus und auch die letzten Tulpen zeigen noch keine Schwächen.

Die ersten Zwerg-Iris Iris barbata-nana sind schon fast verblüht, jetzt sind die hübschen Akeleien an der Reihe und tanzen durch die Beete. Bestimmte Sorten möchte ich erhalten und habe sie strikt von anderen getrennt – bin gespannt, ob es gelingt.

Beim Besuch einer Gartenfreundin kamen wir beladen wieder zurück: etliche Stauden hatte sie geteilt und etliche für uns getopft! Sehr viele Schattenflächen haben wir noch nicht, aber im Unterholz am Teich und Gewächshaus war noch Platz!

Im Schattenbeet im Hof ist der Flieder fast verblüht, aber alle Hostas, Farne und Astilben zeigen sich von iher besten Seite…

Tulpen und Narzissen

Bisher ging es im Staudengarten farblich eher dezent zu…das hat sich gerade geändert! ‚Ballerina‘ und ‚Havran‘ tänzeln gemeinsam mit ein paar verbliebenen Bergenienblüten

Rein zufällig blühen jetzt auch Iris und Goldlack……sieht das nicht hervorragend aus? Die letzten Narzissen fangen an zu blühen Narcissus poeticus var. recurvus…sie sehen nicht nur gut aus, sie duften wunderbar!

 

 

Der April beginnt kühl

Konnte man sich Ende März schon einen leichten Sonnenbrand holen, ist Anfang April wieder Jacke angesagt. Über den Regen, wenn auch etwas verhalten, freuen sich Garten und Gärtner gleichermaßen. Wir schreiben uns jetzt täglich die Niederschlagsmengen auf.  Heute früh ist es kalt und nass, aber kein Frost. Den Pfirsich freut es. Am Teich blühen Bergenien und in der Senke dahinter, zwischen austreibenden Hemerocallis und Iris, leuchtet himmelblaues Omphalodes verna, das Gedenkemein.

In den Staudenbeeten ist es grün geworden, hier erwarten wir später die Tulpen in orange und schwarz. Jetzt sind die Bergenien an der Reihe, im Wegekreuz, am Teich und  unter den Bäumen…

Am Teich ist Caltha palustris voll erblüht und im unteren Gehölz die frisch gepflanzten Himmelsschlüssel Primula elatior und das Buschwindröschen Anemone nemorosa

Mit Gelassenheit ins neue Gartenjahr

Die letzte Märzwoche beginnt und wir stellen fest, dass wir schon arbeitsintensivere Zeiten im Garten erlebt haben. Unsere Hochbeete und Hügelbeete sind bereit, Zwiebeln, Pastinaken und Möhren sind ausgebracht, Paprika, Chili und Tomaten stehen im kalten Gewächshaus, einige Stauden geteilt und manches zur Vermehrung vereinzelt.  Etwa 41 Liter Regen haben wir im März gemessen und unsere Regenfässer und Tanks sind gut gefüllt.

Im Eingang wachsen die Tulpen im Herbstbeet heran, der Kies als Mulchschicht wird der Pflanzung Vorteile bringen, der Hof ist der heißeste Ort im Sommer und hatte im August nahezu Werte über 40°! Der kleine, im Sommer absonnige Teil, da vom Wein beschattet, beherbergt unsere Hostas und andere Schattenpflanzen.

Der Kiesgarten sieht schon gut aus, wir freuen uns über das Wachstum einzelner Pflanzenschätze..

Die Kieswege im Staudengarten gefallen mir auch, momentan sieht es noch recht ‚ordentlich‘ aus, aber das wird sich mit dem Wachstum schnell verlieren 😉  Zunächst hilft der Kies auch hier, die Übergänge in die einzelnen Bepflanzungen feucht zu halten und vor arger Sonne zu schützen. Mag sein, dass im Laufe der Jahre, wenn die Kronen der Obstbäume größer werden, das nicht mehr unbedingt nötig ist, aber aktuell hilft es, auch die Freude am Garten nicht zu verlieren.