Der Garten zur „blauen Stunde“

Es ist immer wieder ein Erlebnis, kurz nach Sonnenuntergang, zur „blauen Stunde“, den Nachtkerzen zuzusehen. Wie von magischen Zauberkräften springen plötzlich die Knospen auf und entfalten sich. Nachkerzen sind wichtig für die Nachtfalter, die sich bald einstellen. Auch die Fledermaus liebt die Nachtkerze. Nehmt euch ein wenig Zeit und Ihr erlebt ein faszinierendes Schauspiel.

Der Juni beginnt warm

Das lange kalte Frühjahr mit einigen Regenfällen beschert uns in diesem Jahr ein grünes El Dorado!!

Neuanpflanzungen von Spätherbst und Frühjahrsanfang sind gut gewachsen und geben auch rein optisch schon was her. Das Beikraut wächst in gleichem Tempo, da gucken wir schon mal großzügig darüber hinweg, nur blühen darf es nicht 😉

Iris sind in diesem Jahr der absolute Renner….

aber auch Helianthemum, die ersten Päeonien, Akeleien, Steppenkerzen und die Färberkamille lassen den Garten erstrahlen.

Im Kiesgarten indessen tobt das Leben. Linum perenne, der Staudenlein hat überall seine Kinder verteilt und blüht mit Cerastium tomentosum, dem Hornkraut um die Wette. Seit einigen Tagen hat sich Allium roseum dazugesellt…

Im lichten Schatten haben sich Hosta, Farn und Co. mit dem Salomonsiegel und dem Waldgeißbart (Aruncus sylvestris, auch Aruncus dioicus) zu einem schönen Arrangement zusammen gefunden.

Am gestrigen Nachmittag fing es dann an zu regnen……..bis jetzt messen wir 48 Liter. Damit sollte die Versorgung der nächsten Tage erledigt sein!

Duftige Blütenwolken – die Baumblüte im April

Der April in diesem Jahr ist viel zu kalt. Die Narzissen und auch andere Frühjahrsblüher erfreuen uns seit Wochen schon. Die Blüten von Pfirsich, Kirschen, Zwetschgen, sogar Birne und Apfel öffnen sich und warten auf eifrige Besucher. Den meisten Bienen scheint es noch zu kalt, aber etliche Hummeln sind bereits unterwegs.

Wie andernorts sind auch hier einige Rosen vom späten Frost, der Sonne und den kalten Winden geschädigt worden. Meine Lieblingsrose ‚Francois Juranville‘ , die den Laubengang schmücken sollte, müssen wir ersetzen. Der Boden ist bereits ausgetauscht (60×60 cm) und nun warten wir auf die Lieferung aus Steinfurth. Die nächste Ramblerrose ‚Lauré Davoust‘ am mittleren Bogen haben wir auf 30 cm eingekürzt – neue Triebe sind schon wieder da. Auch eine Austinrose ‚Graham Thomas‘ hat es erwischt…stecknadelgroße Austriebe haben wir bodennah schon entdeckt. Warten wir es ab…nur die Alten Rosen sind scheinbar unverwüstlich (sonst wären sie ja nicht so alt geworden 😉 )

Das neue Gartenjahr im Januar

Es begann trüb und dunkel….nichts, was einen hinauslockt! Wir nutzten die Zeit, um neue Projekte zu planen, zu lesen oder einfach mal zu faulenzen.

Inzwischen hat es geschneit und schon lockt der Garten

Was so ein weißes Häubchen doch ausmacht! Auf einigen Bildern erkennt man schon die Fortsetzung des kleinen Laubengangs, der demnächst entlang der Sichtachse durch den Garten führt. Die Ramblerrosen an den einzelnen Übergängen finden mehr Platz und Halt.

Heute, am Sonntag, ist schon wieder fast alles getaut, aber die Sonne scheint! Es dauert ja nicht mehr allzu lang und die ersten Schneeglöckchen, Winterlinge und Lenzrosen bringen Farbe 😉

…………………hier geht es schon los!!

Herbstzeit ist Pflanzzeit

Der Oktober und November ist unsere Pflanzzeit. Im Frühjahr ersetzen wir höchstens mal Stauden, die mit der Winternässe nicht zurecht kamen. Der Herbst ist ideal, weil es jetzt feuchter wird, die Temperaturen aber immer moderat bleiben, also ideales Wetter.

Im letzten Jahr hatten wir alle Staudenbeete ‚runderneuert‘ und sind auch recht zufrieden gewesen. Im Frühjahr bekam ich unverhofft die Gelegenheit, an einem Webinar von Petra Pelz teilzunehmen ❤ Das Thema: Die Gestaltung eines Sonnenbeetes!

Schritt für Schritt erklärte sie ihre Vorgehensweise. und mit dem nötigen Material konnte ich daheim wunderbar arbeiten. Viele fragten, warum wir das machen, es sei doch alles so prächtig. Mir selbst war gar nicht genau bewusst, wo der Hase im Pfeffer lag ich wollte es unbedingt erarbeiten.

Mit der Auswahl der Stauden waren wir schon immer zufrieden, sie haben sich trotz aller Widrigkeiten bestens bewährt, also lag es an der Beetgestaltung. Über Boden, Licht, Lage und Form gab es Informationen und Übungen. Mit den gelieferten Pflanzkärtchen stellte ich ein Sortiment mit Farben meiner Wahl für Frühjahr, Sommer, Herbst zusammen. Schon hier achtet man dabei auf unterschiedliche Blütenformen, Blattstrukturen und Höhenstaffelung…

Für uns stand fest: wir setzen den Plan um, allerdings erst im Herbst. Ich listete die vorhandenen Stauden und Gehölze auf und plante dann, einige wenige zu entfernen und bewährte Stauden zu ergänzen, um damit ein neues Bild zu bekommen….

Mitte Oktober war es soweit. Die fehlenden Stauden waren bestellt und geliefert und nun ging es los….

Wir sind schon jetzt begeistert……….und werden im nächsten Jahr Vergleichsfotos einstellen.

Herbstzauber

Die Gärtnerin hat ein schlechtes Gewissen, so untätig in Sachen Blog war sie lange nicht mehr….

Es ist Zeit, den herbstlichen Garten zu genießen, Gräser und viele Astern und Chrysanthemen zeigen sich von schönster Seite. Selbst die wenigen Dahlien leuchten noch in warmem Orange – ideal zum dunklen Eisenhut 😉

Es gibt eigentlich noch viel Blühendes – der Regen hat die Erde gut durchfeuchtet und das sieht man deutlich. An Sonne fehlt es in diesem Herbst, das würde die Leuchtkraft noch verstärken. Besonders hübsch sind die Samenstände vom Brandkraut Phlomis tuberosa

Die Gräser werden von Jahr zu Jahr üppiger und müssen sicher in ein, zwei Jahren geteilt werden.

Feurige Taglilien und Co. am Teich und im Staudengarten

Die meisten Rosen sind verblüht, etliche gehen in ihre Blühpause, manche blühen scheinbar unentwegt. In den Staudenbeeten blühen vereinzelt Taglilien

Zum ersten Mal haben wir auf den Vorblüten-Schnitt verzichtet. Astern, Chrysanthemen und andere spätblühende Stauden sind tüchtig gewachsen, erste Blüten von Aster n.-a. ‚Herbstschnee‘ sind bereits sichtbar!

Ganz hinten im Garten, unserem ‚Giardino segreto‘, erwarten uns am Teich die neuen Beete…..