Vom Mut für einen Garten neu anzufangen

Anfang Juli war der MDR mit Norbert Roßbach bei uns im Garten. Wir unterhielten uns über unsere Utopie auf der Achterbahn des Lebens, unseren Mut, auch mit über fünfzig Jahren nocheinmal ganz neu anzufangen. Neu anzufangen und einen Garten anzulegen, mit dem wir alt werden können. Ein Garten, strukturiert, aber so natürlich wie möglich. Nach zehn Jahren sind die neuen Obstbäume so weit wie wir uns das vorgestellt hatten. Da ist die Vorfreude auf das Frühjahr groß.

MDR Garten ab Min. 10

Der August begeistert mit Licht und Farben

Die erste Augusthälfte war so voll mit Licht, Farben, Blüten und Formen, dass ich nicht bis zum Ende des Monats warten möchte, dies Erlebnis mit Euch zu teilen. Die untergehende Sonne wirft wie ein Scheinwerferspot ihr Licht auf die Taglilienblüten, Momente für die Ewigkeit – diese Farben. Die Hosta blühen, Clematis ranken sich empor. Die neue Pergola entlang der Sichtachse gibt dem wilden Wachstum allerorten einen Halt. Gurken und die „Trompeta“-Kletter-Zucchini hängen vom Himmel herab und auch die Rosen erholen sich.

Die Ramblerrose Lauré Davoust klettert säulenartig am Rosentor empor und legt sich über die Pergola. Die neu gepflanzte Francois Juranville am Rosentor, gegenüber der Ipomoea, erreicht auch schon die obere Etage. Überhaupt – die Ipomoea mit ihrem tiefen Blauviolett leuchtet sie durch den ganzen Garten.

In den neu gestalteten Beeten leuchten Echinacea purpurea und die Indianernessel am Miscanthus „Große Fontäne“ Dazwischen blüht Hosta „Sun and substance“ umrahmt von Gräsern.

Überhaupt kann ich gar nicht alles aufzählen, da fällt mir schon das nächste ein: die Chrysantheme „Weserstein“ neben dem Plattährengras, und die Clematis flammula leuchtet mit dem Licht der untergehenden Sonne in den Wolkenbergen um die Wette. Das frische Gelbgrün der Carex-Gräser vor dem wunderbaren Blaugrün des Miscanthus sinensis „Yakushima Dwarf“, einfach überwältigend.

Laßt euch verführen von den wunderbaren Farben!

Der Garten zur „blauen Stunde“

Es ist immer wieder ein Erlebnis, kurz nach Sonnenuntergang, zur „blauen Stunde“, den Nachtkerzen zuzusehen. Wie von magischen Zauberkräften springen plötzlich die Knospen auf und entfalten sich. Nachkerzen sind wichtig für die Nachtfalter, die sich bald einstellen. Auch die Fledermaus liebt die Nachtkerze. Nehmt euch ein wenig Zeit und Ihr erlebt ein faszinierendes Schauspiel.

Der Juni beginnt warm

Das lange kalte Frühjahr mit einigen Regenfällen beschert uns in diesem Jahr ein grünes El Dorado!!

Neuanpflanzungen von Spätherbst und Frühjahrsanfang sind gut gewachsen und geben auch rein optisch schon was her. Das Beikraut wächst in gleichem Tempo, da gucken wir schon mal großzügig darüber hinweg, nur blühen darf es nicht 😉

Iris sind in diesem Jahr der absolute Renner….

aber auch Helianthemum, die ersten Päeonien, Akeleien, Steppenkerzen und die Färberkamille lassen den Garten erstrahlen.

Im Kiesgarten indessen tobt das Leben. Linum perenne, der Staudenlein hat überall seine Kinder verteilt und blüht mit Cerastium tomentosum, dem Hornkraut um die Wette. Seit einigen Tagen hat sich Allium roseum dazugesellt…

Im lichten Schatten haben sich Hosta, Farn und Co. mit dem Salomonsiegel und dem Waldgeißbart (Aruncus sylvestris, auch Aruncus dioicus) zu einem schönen Arrangement zusammen gefunden.

Am gestrigen Nachmittag fing es dann an zu regnen……..bis jetzt messen wir 48 Liter. Damit sollte die Versorgung der nächsten Tage erledigt sein!

Duftige Blütenwolken – die Baumblüte im April

Der April in diesem Jahr ist viel zu kalt. Die Narzissen und auch andere Frühjahrsblüher erfreuen uns seit Wochen schon. Die Blüten von Pfirsich, Kirschen, Zwetschgen, sogar Birne und Apfel öffnen sich und warten auf eifrige Besucher. Den meisten Bienen scheint es noch zu kalt, aber etliche Hummeln sind bereits unterwegs.

Wie andernorts sind auch hier einige Rosen vom späten Frost, der Sonne und den kalten Winden geschädigt worden. Meine Lieblingsrose ‚Francois Juranville‘ , die den Laubengang schmücken sollte, müssen wir ersetzen. Der Boden ist bereits ausgetauscht (60×60 cm) und nun warten wir auf die Lieferung aus Steinfurth. Die nächste Ramblerrose ‚Lauré Davoust‘ am mittleren Bogen haben wir auf 30 cm eingekürzt – neue Triebe sind schon wieder da. Auch eine Austinrose ‚Graham Thomas‘ hat es erwischt…stecknadelgroße Austriebe haben wir bodennah schon entdeckt. Warten wir es ab…nur die Alten Rosen sind scheinbar unverwüstlich (sonst wären sie ja nicht so alt geworden 😉 )