Ist der Mai kühl und nass

……. füllt’s dem Bauern Scheun und Fass.

Kühl stimmt, mit dem Regen haben wir etwas Geduld.  Bisher konnten wir im Mai  8 Liter verzeichnen. Durch die Kälte und den dichten Bewuchs sieht alles sehr frisch aus! Die Dichternarzissen Narcissus poeticus var. recurvus und auch die letzten Tulpen zeigen noch keine Schwächen.

Die ersten Zwerg-Iris Iris barbata-nana sind schon fast verblüht, jetzt sind die hübschen Akeleien an der Reihe und tanzen durch die Beete. Bestimmte Sorten möchte ich erhalten und habe sie strikt von anderen getrennt – bin gespannt, ob es gelingt.

Beim Besuch einer Gartenfreundin kamen wir beladen wieder zurück: etliche Stauden hatte sie geteilt und etliche für uns getopft! Sehr viele Schattenflächen haben wir noch nicht, aber im Unterholz am Teich und Gewächshaus war noch Platz!

Im Schattenbeet im Hof ist der Flieder fast verblüht, aber alle Hostas, Farne und Astilben zeigen sich von iher besten Seite…

Tulpen und Narzissen

Bisher ging es im Staudengarten farblich eher dezent zu…das hat sich gerade geändert! ‚Ballerina‘ und ‚Havran‘ tänzeln gemeinsam mit ein paar verbliebenen Bergenienblüten

Rein zufällig blühen jetzt auch Iris und Goldlack……sieht das nicht hervorragend aus? Die letzten Narzissen fangen an zu blühen Narcissus poeticus var. recurvus…sie sehen nicht nur gut aus, sie duften wunderbar!

 

 

Der April beginnt kühl

Konnte man sich Ende März schon einen leichten Sonnenbrand holen, ist Anfang April wieder Jacke angesagt. Über den Regen, wenn auch etwas verhalten, freuen sich Garten und Gärtner gleichermaßen. Wir schreiben uns jetzt täglich die Niederschlagsmengen auf.  Heute früh ist es kalt und nass, aber kein Frost. Den Pfirsich freut es. Am Teich blühen Bergenien und in der Senke dahinter, zwischen austreibenden Hemerocallis und Iris, leuchtet himmelblaues Omphalodes verna, das Gedenkemein.

In den Staudenbeeten ist es grün geworden, hier erwarten wir später die Tulpen in orange und schwarz. Jetzt sind die Bergenien an der Reihe, im Wegekreuz, am Teich und  unter den Bäumen…

Am Teich ist Caltha palustris voll erblüht und im unteren Gehölz die frisch gepflanzten Himmelsschlüssel Primula elatior und das Buschwindröschen Anemone nemorosa

Mit Gelassenheit ins neue Gartenjahr

Die letzte Märzwoche beginnt und wir stellen fest, dass wir schon arbeitsintensivere Zeiten im Garten erlebt haben. Unsere Hochbeete und Hügelbeete sind bereit, Zwiebeln, Pastinaken und Möhren sind ausgebracht, Paprika, Chili und Tomaten stehen im kalten Gewächshaus, einige Stauden geteilt und manches zur Vermehrung vereinzelt.  Etwa 41 Liter Regen haben wir im März gemessen und unsere Regenfässer und Tanks sind gut gefüllt.

Im Eingang wachsen die Tulpen im Herbstbeet heran, der Kies als Mulchschicht wird der Pflanzung Vorteile bringen, der Hof ist der heißeste Ort im Sommer und hatte im August nahezu Werte über 40°! Der kleine, im Sommer absonnige Teil, da vom Wein beschattet, beherbergt unsere Hostas und andere Schattenpflanzen.

Der Kiesgarten sieht schon gut aus, wir freuen uns über das Wachstum einzelner Pflanzenschätze..

Die Kieswege im Staudengarten gefallen mir auch, momentan sieht es noch recht ‚ordentlich‘ aus, aber das wird sich mit dem Wachstum schnell verlieren 😉  Zunächst hilft der Kies auch hier, die Übergänge in die einzelnen Bepflanzungen feucht zu halten und vor arger Sonne zu schützen. Mag sein, dass im Laufe der Jahre, wenn die Kronen der Obstbäume größer werden, das nicht mehr unbedingt nötig ist, aber aktuell hilft es, auch die Freude am Garten nicht zu verlieren.

Der Frühling naht im Staudengarten

Trotz Sturm und reichlich Regen zeigt der Frühling sich von seiner besten Seite. Eine reine Freude sind  Helleborus orientale und Helleborus foetidus in diesem Jahr.

Die Krokusse sind besonders wichtig für die ersten Insekten, eifrig fliegen sie von einem zum nächsten Blütenkelch…..ich mag besonders die schwefelgelben Crocus chrysantus ‚Cream Beauty‘. Zum ersten Mal im Garten: ‚Katherine Hodgkin‘, die Zwerg-Iris. Wie lange mögen sie wohl bleiben??? Das Leberblümchen ‚Hepatica nobilis‘ leuchtet besonders schön zu dieser Zeit und zieht alle Blicke auf sich.

Kieswege im Garten

Der letzte Sommer war ausschlaggebend für die Entscheidung. Jetzt begünstigte trockenes Februarwetter die zügige Umsetzung! Mitte Februar wurden die Grassoden entfernt und der Boden etwa spatentief ausgehoben. Dabei gab es schon den ersten Kaffee in der Sonne.

Dann wurde in der vergangenen  Woche mit noch vorhandenen Kalksandsteinen angefüllt,  schließlich nachgemessen und Flusskies aus dem Main bestellt. Am nächsten Tag kam die Lieferung.

Für uns war es eine gute Lösung, den immer trockenen, teilweise verbrannte Rasen  zu entfernen und durch Kies zu ersetzen. An verschiedenen Stellen geht der Kies in die Pflanzung über, um den Boden abzudecken und vor Feuchtigkeitsverlust zu schützen. Noch sind die Bäume zu klein, um den Staudengarten zu beschatten, das mag in einigen Jahren ganz anders aussehen.

Die Schneeglöckchen scheinen sich auch wohlzufühlen……

Eine lange Winterpause

 

Während sich der Garten im Ruhemodus befindet, sind wir unterwegs, schauen uns Gärten an…..

 

und wozu das Ganze????

Geht mal auf unserer zweite Internetseite, die wir mit dem Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Haßberge e.V. erstellt haben – hier stellen wir Euch immer wieder Neues aus den Gartenparadiesen der Region vor!

www.gartenparadiese-hassberge.com

Der Garten im Rückblick

Die letzten Tage im Jahr – Zeit für einen Rückblick. Vor einem Jahr hatten wir schon leichten Schneefall und erste Fröste….

Beginnen wir aber im Januar…da hatten wir die große Palette mit Sturm, Regen, Schnee und Frost…auch mal Nebel. Dafür war die Sonne recht sparsam. Da freut sich der Gärtner schon über die ersten Winterlinge!!

 

Im Februar sind die Tage schon länger und nicht nur wir sind ausgesprochen lichthungrig. Vorsicht, der Februar hatte es in sich: Frost, Frost, Schnee, Frost…bis minus 12° C konnten wir verzeichnen. Dazu jetzt häufiger die Sonne…im Weinkeller stellten wir Kerzen auf..

 

Der März beglückte uns mit Schnee – nicht viel, aber immerhin freuten wir uns über die leichte Schneedecke und damit über den Schutz der Stauden. Gräserschnitt, Rosenschnitt, Rebschnitt – viel frische Luft für den Gärtner!

 

Endlich April!!! So schnell kann man kaum gucken, wie alles aus dem Boden sprießt und wächst. Die Sonne wärmt schon tüchtig und Regen ist Mangelware…die Gärtnerin genießt die Sonne, pikiert die ersten Pflänzchen und hütet ihre kostbaren Schätze im Anzuchthaus…

 

Im Wonnemonat Mai ist der Chef nach langer Reha wieder daheim….endlich! Die Mahlzeiten werden jetzt im Garten eingenommen und die Salate sind fast schon erntereif. Pünktlich zu Pfingsten blühen die kleinen Pfingstnelken, Dianthus gratianopolitanus – übrigens sehr trockenheitsverträglich!!

 

Im Juni leiden wir schon unter der Trockenheit…nach 10 Uhr kann man sich nicht mehr im Garten aufhalten.  Tropfschläuche werden angeschafft und noch verlegt. Regenwasser ist rar, aber Gemüseanbau ohne Wasser geht gar nicht. Besucher geben sich die Türklinke in die Hand und wir freuen uns über soviel Interesse!

 

Der Juli beginnt so, wie der Juni aufgehört hat: heiß, trocken! Die Gärtnerin ärgert sich, weil sie im Sommer wegen der Hitze nicht im Garten sein kann……aber das Leben geht weiter und wir freuen uns über die guten Tomaten und überhaupt alles, was im Küchengarten wächst. Die Taglilien sind nicht mehr zu toppen…..<3

 

Erntemonat August …während wir Tomaten, Zucchini, Bohnen, Gurken, Salat etc. ernten, fallen uns schon die Zwetschgen vom Baum..riesige Mengen überhaupt an Obst. Wir entscheiden uns für Kies im Kräuter-und Duftgarten im Hof. 7 Tonnen Mainkies verteilt – das ist Arbeit! Der Chef schaufelt und gießt und die Gärtnerin schafft in der Küche…wir haben liebe Freunde zu Besuch und backen im Holzbackofen.

 

Der September ist da und die Abende sind nicht mehr so heiß….dafür regnet es aber immer noch nicht. Die Asternblüte beginnt und die Gräser erfreuen mein Herz! Gladiolen blühen und die Bergenie ‚Doppelgänger‘ auch, bereits zum zweiten Mal! Trotz Trockenheit sieht der Garten noch gut aus, der verbliebene Rasen auf den Wegen ist verschwunden, die blanke Erde, knochenhart. Unser Entschluß steht fest: Kieswege müssen her…im nächsten Jahr!

 

Der Oktober beginnt kühl und mit Regen. Ein Termin jagt den anderen, aber wir freuen uns über den Staudengarten und den Gräserpfad! Die Farben explodieren und die Gräser sind in Hochform! Die Besucher freut es auch – ein Höhepunkt im Herbst!

 

Novemberblues kennen wir nicht 😉 Kaum ist es im Garten ruhiger, kann man ans Aufräumen gehen…nein, nichts wird geschnitten, weder Stauden noch Gräser – alles bleibt für Bienchen und Co.. Jetzt kann man auch mal ein Buch oder eine Zeitschrift zur Hand nehmen…..

 

Der Dezember ist da. immer noch wenig Regen…..trotzdem haben sich alle Pflanzen gut gehalten….warum? Standortgerechte Bepflanzung ist die Antwort.                              Der Kiesgarten im Hof hat sich wunderbar entwickelt, die Pflanzen haben sich unter der 7 cm dicken Kiesschicht erholt, selbst die Bourbonrose ‚Mme Isaac Péreire‘ hat im Oktober nochmal voll geblüht!  Nun sind wir gespannt auf das nächste Jahr!

 

Endlich Regen – der Garten im Dezember

Kaum zu glauben, aber noch wochen- bzw. monatelanger Trockenheit gab es am letzten Wochenende endlich einmal viel Regen. Heute früh dann  erster Frost – gehen wir doch einmal  hinaus in den Garten….

 

Die Rosen geben ihr letztes Stelldichein und auch die Wildaster ‚Ezo Murasaki‘ zeigt noch Blüten, Euphorbia machen ein gute Figur, wie auch Salvia off.icinalis ‚Berggarten‘ . In einigen Ecken blühen Helleborus niger, die Christrosen. Ich schneide kaum Blumen aus dem Garten, in der Natur leben sie länger und machen mir auch am Fenster  Freude!

Im Küchengarten weiter hinten entdecke ich zu meiner Freude, das es doch noch Palmkohl und Rosenkohl  gibt. Vielleicht wächst er noch etwas….ach, und der Variegata Precoce Romea, ein feiner Wintersalat – auf den freue ich mich besonders, nachdem die Hühner letztes Jahr alles weggeputzt haben!