September – abends wanderte die Sonne zurück nach Westen. Wunderbare Gelegenheit ihre Sonnenuntergänge im Garten zu bewundern. Dann, zum Herbstanfang, ging sie im Westen unter, Tage und Nächte waren gleich lang, und Gräserähren fingen ihre Strahlen in funkelnden Diamanten. Ein Zauber der Jahreszeit, und ein Zeitpunkt, im jährlichen Ein- und Ausatmen des Lebens, innezuhalten. Das Leben im Garten bereitet sich auf den Winter vor. Es ist die Zeit, in der die Achse des Brummkreisels „Erde“ sich von der Sonne abwendet und der Garten lange Zeit im Schatten liegen wird. Holzwespen, die sich ihr Nest in einem Holzfass gebaut hatten und am Einlassloch Wache hielten, liegen inzwischen tot im Garten. Es ist die Zeit, in der die Kunstwerke der Spinnen im Morgennebel glitzern und vor buntem Laub den Garten verzaubern. Letze Schmetterlinge laben sich noch einmal an den nun aufblühenden Farben der Astern oder schlafen nachts in der Blüte der weißen Herbst-Anemone. Libellen schwirren im Teichgarten aufgeregt hin- und her, während ihre Nachfahren im Wasser als Larven sich auf die kalten Winternächte vorbereiten.
Gehölzgarten
Gräserpfad
Kiesgarten
Ab Semptember leuchtet der Kiesgarten mit der Nachblüte des Mädchenauge „Full moon“, Panikumgräser schmücken in Herbstfarben den Zaun, während Fetthennen Hummeln und Bienen einladen sich für den Winter zu stärken. Astern beginnen den Hof in einen Farbenrausch zu verwandeln, ganz unaufgeregt und ohne Pomp versöhnen sie mit dem Abschluss des Gartenjahres.
Küchengarten
Trotz des trockenen und heißen Sommers ist die Ernte überraschend gut. Ein Kürbiskern hatte im Vorjahr im Kompost überwintert und war dort aufgegangen – 10 kg wog er bevor er in luftiger Höhe, am Zaun hängend, geerntet wurde. Fast täglich hingen riesige Kletterzucchini “ dal benga“ von der Pergola herab, während die Tomaten zu süßer Reife erröteten. Für den kommenden Herbst stehen noch Mangold, Endiviensalt und Zuckerhut in den Beeten. Die Selleriestauden legen erst jetzt an Größe zu, als hätten sie schlauerweise die Zeit der Hitze ausgeharrt, wohlwissend, dass der Herbst das nötige Wasser bringen wird.
Rosengarten
Schattengarten
Im Schattengarten beginnen die Hosta sich zu verfärben und Farne dominieren das Bild. Die roten Perlen des italienische Aronstab liegen am Boden und neue Blattspitzen dringen durch die Erde, um im Winter mit grünem Laub zu erfreuen.
Staudengarten
Tagliliengarten
Teichgarten
Im Teichgarten blüht die kleine schwefelgelbe Goldrute neben der Aster „Mönch“, die mit ihrer lilafarbenen Blüte und gelber Mitte einen schönen Kontrast bildet. Im Wettstreit von Alant und weidenblättriger Sonnenblume scheint sie mit ihrem feinen Blätterkleid den längeren Atem zu haben. Aber auch im Abgang besticht der Alant mit seinen flauschigen Samenständen neben dem braunen Laub, als wollte er sagen: Schau her, selbst im Vergehen bin ich schön anzusehen.