Nach dem Kiesbeet noch ein Sandbeet

Der Erfolg mit unserem Kiesbeet (Wasser erspart, Pflege reduziert) machte Mut zu einem Sandbeet. Das etwa vier Quadratmeter großes Vorgartenbeet war bisher noch ganz in Ordnung, ähnelte den meisten Vorgärten des Dorfes in der Bepflanzung mit Polsterstauden, Rosen, Hibiskus und Bauernpfingstrose. Die dauernde Trockenheit und das Alter ließ alles nicht wirklich mehr gut aussehen. Der Hibiskus war morsch, die dunkelrote Strauchrose verbrannte bei starker Sonne und der Pfingstrose war es offenbar auch zu heiß geworden.

Das Vorgartenbeet ist ganztägig der Sonne ausgesetzt. Die neue Bepflanzung sollte stresstolerant sein. Bei der Suche nach entsprechenden Stauden entdeckte ich eine Staudenmischung „unserer“ Staudengärtnerei von Till Hofmann und Fine Molz. Schnell bestellt und los ging es. Estrichsand war noch ausreichend vorhanden, mindestens zehn Zentimeter müssen es sein, um Unkräuter zu unterdrücken, die Verdunstung zu vermeiden und die Feuchtigkeit im Boden zu halten. So nahmen wir die alten Pflanzen und auch Erdreich heraus und füllten mit Sand auf.

Für einen Quadratmeter Fläche braucht man etwa 6 Stauden und die Staudenpakete sind daher nicht nur dem Standort angepasst und decken in der Blüte auch den Zeitraum von Mai bis in den Oktober ab. Mit zusätzlicher Pflanzung entsprechender Geophyten wie Schneeglöckchen, bot. Tulpen etc. ist das ganze Jahr über Schönes im Beet. Die Zwiebeln müssen bei der Pflanzung mit dem Erdreich Kontakt haben.

Die Umrandung mit Buchs wird vorläufig bleiben, der Buchs hält den Sand zurück, da die Fläche leicht abschüssig ist. Nach einiger Zeit, wenn die Fläche bedeckt ist, wollen wir weitersehen….

Ein interessanter Artikel von Till Hofmann in Neue Landschaft (Dez. 2019)

„Wege aus der Trockenheit“