Der August begeistert mit Licht und Farben

Die erste Augusthälfte war so voll mit Licht, Farben, Blüten und Formen, dass ich nicht bis zum Ende des Monats warten möchte, dies Erlebnis mit Euch zu teilen. Die untergehende Sonne wirft wie ein Scheinwerferspot ihr Licht auf die Taglilienblüten, Momente für die Ewigkeit – diese Farben. Die Hosta blühen, Clematis ranken sich empor. Die neue Pergola entlang der Sichtachse gibt dem wilden Wachstum allerorten einen Halt. Gurken und die „Trompeta“-Kletter-Zucchini hängen vom Himmel herab und auch die Rosen erholen sich.

Die Ramblerrose Lauré Davoust klettert säulenartig am Rosentor empor und legt sich über die Pergola. Die neu gepflanzte Francois Juranville am Rosentor, gegenüber der Ipomoea, erreicht auch schon die obere Etage. Überhaupt – die Ipomoea mit ihrem tiefen Blauviolett leuchtet sie durch den ganzen Garten.

In den neu gestalteten Beeten leuchten Echinacea purpurea und die Indianernessel am Miscanthus „Große Fontäne“ Dazwischen blüht Hosta „Sun and substance“ umrahmt von Gräsern.

Überhaupt kann ich gar nicht alles aufzählen, da fällt mir schon das nächste ein: die Chrysantheme „Weserstein“ neben dem Plattährengras, und die Clematis flammula leuchtet mit dem Licht der untergehenden Sonne in den Wolkenbergen um die Wette. Das frische Gelbgrün der Carex-Gräser vor dem wunderbaren Blaugrün des Miscanthus sinensis „Yakushima Dwarf“, einfach überwältigend.

Laßt euch verführen von den wunderbaren Farben!

Der Juli sprühte vor Taglilienfarben

Der Juli hatte es in sich! Nicht nur die Taglilien, die uns jeden Morgen mit Überraschungen aufwarteten, im ganzen Garten und in jeder Ecke blühte es. Gleich zu Beginn des Juli gab es eine kleine Überschwemmung im Teich. Der Boden wurde endlich tiefgründig gewässert – die Gehölze haben es gedankt. Das blieb auch für den Rest des Juli so. Die Hühner durften in den Garten, da ihr Gehege zu nass war. Dann kamen noch sieben Küken dazu.

Norbert Roßbach und sein Team vom MDR ließen sich durch den Garten führen. Nur die Gärtnerin konnte den ganzen Monat nicht in den Garten. Ich habe den Garten zur „blauen Stunde“ absagen müssen. Zum Ende des Monats zeigte sich der Juli aber von der versöhnlichen Seite – es wurde trockener und die Tage wärmer. Auch die Gärtnerin konnte den Garten wieder erleben, wenn auch nur als Blütenduft.

Jetzt kommt aber alle mit in den wunderbaren Juligarten.

Feurige Taglilien und Co. am Teich und im Staudengarten

Die meisten Rosen sind verblüht, etliche gehen in ihre Blühpause, manche blühen scheinbar unentwegt. In den Staudenbeeten blühen vereinzelt Taglilien

Zum ersten Mal haben wir auf den Vorblüten-Schnitt verzichtet. Astern, Chrysanthemen und andere spätblühende Stauden sind tüchtig gewachsen, erste Blüten von Aster n.-a. ‚Herbstschnee‘ sind bereits sichtbar!

Ganz hinten im Garten, unserem ‚Giardino segreto‘, erwarten uns am Teich die neuen Beete…..

Im Staudengarten

Ende Juni….wie sieht es im Staudengarten aus?

Die Taglilien in den Staudenbeeten zeigen erste Blüten, Echinacea purpurea ebenfalls. Veronica longifolia ‚Blauriesin‘ (langblättriger Ehrenpreis) blüht auf, nach und nach werden die kerzenförmigen Blüten dunkler. Sie harmonieren sehr gut mit dem orangefarbenen Helenium Hybride ‚Waltraud‘ (Sonnenbraut).

Täglich schauen wir, ob Neues auftaucht – wir hatten im Herbst einiges in den Beeten verändert und sind gespannt, wie sich die Neuen entwickeln. Jetzt entdeckt man auch schon Allium sphaerocephalon, den hübschen Kugellauch, er tanzt munter zwischen den Stauden herum.

Auffallend blüht in diesem Jahr die Waldschmiele Deschampsia cespitosa ‚Bronzeschleier‘, im letzten Jahr habe ich es kaum wahrgenommen. Auch Betonica hirsuta ‚Hummelo‘ (Stachys monieri) besticht durch ihre kräftige und intensive Farbe – ob wir es dem häufigen Frühjahrsregen zu verdanken haben? Der kräftige Wuchs aller Stauden und Gehölze gefällt uns jedenfalls…..

Blütenträume

Vor zwei Monaten war der gesamte Garten eine weiße Duftwolke – die Bäume haben geblüht und versprachen gute Ernte. Leider hat auch hier der Frost vieles zerstört, sogar die beiden Rebstöcke der Weinlaube zeigten Schäden.

So sind wir doch froh über das schwarze Gold der Gärten, den Holunder! Der blüht gerade jetzt und verströmt wunderbaren Duft. Die ersten Dolden landeten schon im Topf: Holunderblütengelee, Sirup und gerade haben wir Likör angesetzt.

Unser neuer Sitzplatz im hinteren Garten ist nämlich direkt im Schatten des Holunders, da ist es besser, die Dolden zu ernten, bevor nachher die Beeren das neue Shirt bekleckern….

Der Sitzplatz am Grill wird jetzt schon sichtbar eingebunden durch die neuen Beete. Taglilien, Gräser, Lilien, Hostas, Rittersporn, Eisenhut, Astern, Sedum und Dahlien – das wird hoffentlich eine feurig-farbige Angelegenheit.

Der Kies unter den Füßen wird langsam vom Thymian erobert, sogar Stockrosen wachsen durch die Kiesdecke hindurch. Der Blick auf den Teich mit den Vögeln, Insekten und Molchen oder hinüber ins Rosenbeet – noch ist alles erkennbar, in ein paar Wochen werden die Räume geschlossen sein…

Das neue Taglilienbeet

Der letzte Tag im März und wir haben ein neues Beet fertiggestellt! Etliche Taglilien, die wir als Minis eingepflanzt hatten, sind inzwischen groß genug, dass sie einen Platz im Beet verdienen.Das Taglilienbeet am Teich war zu klein geworden, die Hügelbeete an der Mauer nicht optimal für das Gemüse, hinter dem Grill türmten sich die Grassoden und irgendwie gefiel uns die gesamte Gestaltung nicht mehr. So in etwa sah es in 2019 aus:

So machten wir uns sehr viel Gedanken und einen Plan, wie es aussehen könnte: anstelle der Hügelbeete ein großes Staudenbeet und ein zusätzlicher Sitzplatz am Grill. Die bereits vorhandenen Stauden ergänzten wir mit etlichen neuen Stauden und bestellten sie nach reiflicher Überlegung bereits im Januar. So konnten wir mit einem frühen Start die Beete vorbereiten. Zunächst übertrugen wir aus dem Plan die Position der Stauden auf die Beete. Dann setzten wir die vorhandenen Pflanzen entsprechend ein. Nach Eröffnung der Staudengärtnereien holten wir sie ab und legten los.

Die beiden Beete werden mit Morgensonne verwöhnt und bekommen erst am späteren Nachmittag etwas Schatten. Genau das Richtige für die feurigen Taglilien, Dahlien, Canna und Begleiter. Den Sitzplatz und die Wege dieses Bereichs versahen wir wieder mit Flusskies Körnung 8/16. Auf der alten Skizze von 2016 sieht man noch die rechteckigen Gemüsebeete, an deren Platz jetzt das neue Beet ist.

Man kann noch nicht viel von der Bepflanzung erkennen, aber zumindest einen kleinen Eindruck bekommen. Wir können jetzt den Teich und die Beete von mehreren Seiten betrachten.

Auch die Bepflanzung im Unterholz am Anzuchthaus, die wir im letzten Jahr angelegt haben, hat sich gut entwickelt…von Himmelsschlüssel über Gräser, Bärlauch etc…….die Hostas brauchen noch etwas Zeit. Im Rosenbeet nebenan blühen die Hyazinthen auf und wir freuen uns auf die kommenden wärmeren Tage. Dann wollen wir endlich den verbliebenen geschundenen Rasen einsäen.

Was bringt uns der Juli?

Nach dem laut Wetteraufzeichnung heißesten Monat Juni beginnt der Juli etwas moderater. Nachts wird es jetzt sehr angenehm kühl und der Mensch und sein Garten können sich nachts wieder erholen.

Der Regen (bei uns im Juni insgesamt etwa 38 Liter) hat die Bepflanzung relativ gut versorgt, dennoch sind einige wenige je nach Standort in Blatt und Blüte ziemlich verbrannt und geschädigt. Durch die nächtliche Frische rappeln sie sich aber immer wieder auf.

Die Rosen sind viel zu schnell hinüber – in ihrer schönsten Blütenpracht hat der plötzliche Regen die zarten Blüten der Alten Rosen empfindlich getroffen. Der Rückschnitt der remontieren Rosen ist noch nicht vollendet, die Hitze war gar zu arg! So trösten die feurigen Taglilien über den frühen Verlust hinweg…

Die ersten Sommerblüher sind da und gemeinsam mit dem Kugellauch Allium sphaerocephalon verbreiten sie eine sommerlich-heitere Stimmung.

Taglilie – die Staude des Jahres 2018

Taglilien – Hemerocallis – sind hübsche, robuste Stauden, deren Blühzeit bis zu vier Wochen andauern kann. Es gibt früh und spät blühende Taglilien, setzt man sie geschickt ein, hat man lange Freude an den herrlichen Blüten. Wir mögen bei uns besonders die warmen, feurigen Farben. Nach den zarten Farben der Rosenblüte genießen wir die Farbexplosion!

 

Aber auch in den Staudenbeeten machen sie eine gute Figur, sind durchaus auch trockenheitsverträglich und ein schöner Blickfang. Hier mal die aktuellen Fotos.