GEHÖLZGARTEN – Zwischen Nieswurz und Gräsern schieben sich die Hosa El Nino und Elegance im Schatten des Holunder empor. Die Blüten von Schneeball, Kolkwitzie und Weigelie bereichern zur Sonnenseite den Teichgarten.



KIESGARTEN – Zunächst leuchtet die Babtisia zwischen den eisgrünen Gräserhorsten „Saphirsprudel“. Zum Ende des Mai beginnen Salvia nemorosa „Adrian“ mit seinen weißen Blüten das Sandbeet zu bereichern. Hinter dem Liguster, der die ehemalige Hofmauer symoblisiert, blüht die Weigelie. Der Hauseingang leuchtet im dunkelrot der Kletterrose „Flammentanz“. Entlang des Hofes lockt mit ihrem Blauviolett die Katzenminze ganze Bienenvölker zum Mahl. Der blaue Lein, der sich wunderbar versamt hat schwebt über mediteranen Kräutern. Unter dem verblühenden Rosmarin grüßt Veronica austriaca var.teucrium „Knallblau“ freundlich hervor. Die Uetersener Rose bereichert das Farbenspektrum zum Gartenzaun.










KÜCHENGARTEN – Zwischen den Hochbeeten, in denen Spinat, Salate und Melde und weitere Gemüse wachsen, liegt im Zentrum die Kräuterschnecke. Hier leuchtet die Thymianblüte und fällt wie über eine Kaskade zum kleinen Teich herab. Wild ausgesamte Nachtviolen beduften die Beete. Hoch aufragende Bohnenstangen zeigen an, wo die Tomaten gepflanzt sind. Ihre Majestät die Königskerze sucht sich wie selbstverständlich ihen Platz und überrascht dadurch mit immer neuen Perspektiven.





ROSENGARTEN – Vom Gehölzgarten eingerahmt wollen die Rosen mit der Kolkwitzie und dem Holunder um die Wette blühren und verströmen benebelnde Düfte. An der Scheune gegenüber ist ein neuer Sitzplatz mit Rankhilfe für die Clematis entstanden. Der entwickelte sich schnell zum Lieblingssitzplatz des Gärtners am Abend, wenn die Sonne mit ihren letzten Strahlen die Blüten im Gegenlicht auf die Bühne zaubert. Zum Ende des Maimonats übernehmen die Rosen den ganzen Garten. Dann blühen sie auf der Pergola und schieben Trieben aufeinander zu, als wollten sie sich die Händer reichen und den Besucher umarmen.





























SCHATTENGARTEN – Während die Hosta sich prächtig entwickeln schiebt sich erstmalig der Blütenstängel des Schwarzen Germer vor dem Holzfass empor. Pünktlich zum Pfingsfest zaubern Sonnenstrahlen mit dem Johanniswedel einen leuchtenden Höhepunkt. Dann zünden die Blüten vor dem dunklen Hintergrund ihr Feuerwerk. Ein Moment, auf den sich der Gärtner das ganze Jahr freut. Die Sandsteine, die im Garten gesammelt wurden, sind inzwischen so reichlich vorhanden, dass der Gärtner beginnen kann, den symbolischen Wasserlauf des japanischen „Kare san sui“ zu gestalten. Von der Quelle rechts rieselt vor dem innern Auge und Ohr das Wasser über eine Steinschwelle, die von einem Farn überwachsen ist, murmelt Felskanten entgegen, die das Bachbett ablenken und nach vorne in einen breiten Auslauf einer sanften Ebene führen.















STAUDENGARTEN – Iris in unterschiedlichsten Formen und Farben übernehmen die Staudenbeete und tanzen in den Frühling. Mittendrin steht meine Skulptur „Frühlingstanz“. Während der Beschäftigung mit Zen, kam die Anregung des Meisters des No-Theaters: Durch Immitation dessen, was der Tänzer verkörpert, gelangt er schließlich zum Wesen des Dargestellten. Die Iris steht für die Tänzerin, die mit einer Schleppe, die sie hoch- und nieder schwingt, stellvertretend für die unbändige Lebensfreude des Frühlings.




























Um Pfingsten schmückten Makramee-Ampeln die Pergola für das Gartenfest für Sabine. Die typischen rosa Päonien blühten jetzt in zum Ende des Mai auf. Ganz zum Schluss kam noch die Paeonia lactiflora „Immaculée“ in ihrem unbefleckten Weiß. Die rosa Zistrose weckt das rosa Beet morgens, wenn sie ihre Blüten öffnet, um sie abends zu schließen und anderen Blüten die Bühne zu überlassen.



































TAGLILIENGARTEN – An der Mauer des Tagliliengartens blüht die Päonie „Kuckucks-Nest“ neben dem rosafarbenen Diptam. Mit den letzten Sonnenstrahlen des Tages betreten sie die Bühne und rezitiern ungehörte Verse ferner Länder.



















TEICHGARTEN – Im Garten des Himmelsspiegels schiebt sich die Kolkwitzie in einer Woge über das Wasser. Es ist die Zeit der Iris sibirica „Caesar’s Brother“, die mit ihrem Blau den Teich umrahmt, als wolle sie das Himmelsblau in die Beete locken. Wenn die Sonne abends untergeht, und man im rechten Moment hinter den Gehölzen steht, kann man Blicke erhaschen, die verzaubern und träumen lassen. Melancholisch stimmen die Blätter der Kolkwitzienblüte, die wie ein Schneeteppich auf dem Wasser schwimmen.



















Eine traumhaft schöne und inspirierende Vielfalt der Gartenwelt ist das, an der ich mich fast nicht satt sehen kann!🤩
Liebe Grüße und Danke fürs teilen 🌞🌺