Der herbstliche Garten im September

Jetzt im September hat die Sonne noch richtig Kraft. Am Abend wird es merklich kühler, die Tage werden stetig kürzer und das Laub verfärbt sich. Die Zeit der Herbstastern und Gräser ist gekommen, die Kerzen-Knöteriche haben sich langsam erholt und der Garten präsentiert sich von seiner besten Seite. Fast könnte man denken, der trockene Sommer sei ein Traum gewesen…..

 

Die Erntezeit geht dem Ende zu, Obst, Bohnen und Tomaten gab es reichlich! Langsam werden die Lagermöglichkeiten  knapp.  Wir sind dankbar, dass wir so viel Gutes ernten und genießen dürfen…

 

Einige Rosen haben es zur zweiten Blüte geschafft. Sie haben die Dürre bestens überstanden, allerdings hätten wir sie für eine üppige neue Blüte gießen müssen. Darauf haben wir zugunsten des Küchengartens verzichtet. Immerhin ein paar Blüten zeigen sie dennoch und im Überfluß liegt nicht zwangsläufig die Schönheit 😉

 

Den schönsten Anblick bieten die Gräser in der Abendsonne…..diese Zeit genießen wir besonders!

Spätsommer im Küchengarten

Ende August und die Ernte läuft auf Hochtouren…täglich werden Tomaten gedörrt, gekocht oder eingefroren., Zucchini und Auberginen eingelegt, eingefroren oder gegrillt.

Unsere Zwetschgen sind in diesem Jahr vielfach voller Würmer, die Birnen machen Pause und die Äpfel fallen zeitweise angefault herunter. Wir hoffen auf die späten Äpfel…Wir wollen aber nicht klagen, es gab Erdbeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren und jetzt noch reichlich Himbeeren, Brombeeren und Holunder.

Was an Obst fehlt, gibt es heuer an Gemüse…Kohlrabi, Wirsing, Buschbohnen, Mangold, Gelbe Melde waren schon sehr gut, sogar ein paar dicke Brummer von Kartoffeln! Jetzt kommen noch Stangenbohnen, Möhren, Pastinaken, Lauch, Rotkohl, Palmkohl, Fenchel, Paprika…..und Rote Beete. Also packen wir es an, es gibt viel zu tun!

Ach ja, die Quitte hängt voll – da werde ich mir überlegen, was ich daraus Schönes zaubern kann.

Besonders gut und reichlich…Fliegen, Stechmücken usw……wir haben gerade Fliegenfenster in Auftrag gegeben, es ist nicht mehr zum aushalten 😦

Dennoch – all das möchte ich nicht missen! Wünsche Euch schöne Gartentage!

 

Juni – der Rosenmonat und was der Garten sonst noch bietet

Der Mairegen hat dem Garten gut getan! Das Wachstum ist enorm und wir hoffen, dass es sich jetzt nicht zu sehr einregnet.

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Durch ausreichende Feuchtigkeit haben sich Stauden und Rosen, wie auch das Gemüse  wunderbar entwickelt! Bei den Rosen allerdings konnte ich viele Larven der Dickmaulrüssler erwischen. Wir spritzen nicht, sondern gehen ab April immer wieder durch die Rosen, um Schädlinge möglichst schnell ausfindig zu machen und zu vernichten. Vor der Blüte bekommen sie alle eine Dusche mit Schachtelhalm zur Stärkung der Zellen. Einen großen Teil überlasse ich aber den Meisen, die hiermit ihre Jungen füttern.

Die historischen Rosen fangen jetzt an zu blühen, täglich öffnen sich mehr und mehr Blüten. Hier erste Bilder…

 

Digitalis, Hesperis matronalis, Orlaya grandiflora….all diese schönen ein-und zweijährigen Rosenbegleiter gibt es in Hülle und Fülle.

 

Und im Gemüsegarten? Da schaut es prächtig aus…übrigens habe ich diesmal Sellerie zum Kohl gepflanzt, als Schutzmaßnahme gegen die weiße Fliege 😀 Ich glaube, es hat was gebracht!

 

Die Tomaten stehen im Freiland, sind kompakt gewachsen und sehen äußerst gesund aus…wenn es jetzt nur nicht dauernd regnet. Es sind fast alle alte Sorten…ich stelle sie später noch vor (falls sie überleben)

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Zum Abschluss noch einen Blick in den Kräuter-und Duftgarten. Hier tobt das (Insekten) Leben……..ohne sie sind wir nichts!

 

P.S. Wertvolle Tipps für biologischen Anbau gibt es übrigens bei Astrid Späth im Biogarten Füllhorn

Im Wonnemonat Mai

Endlich ist er da, der Mai! Sonnig, mit etwas frischem Wind, das liebe ich ❤  Der Teich ist inzwischen fertig geworden: Folie geschickt versteckt und ein paar Steine aus der Region verteilt, so sieht das Ganze doch schon passabel aus!

Heute haben wir verschiedene Iris für die Flachwasserzone erhalten, die wir vorher bestellt hatten. Die Iris werden ohne Erde, 5 cm unter Wasser in ungewaschenem Kies eingesetzt. Vorstellen werden wir sie, sobald sie blühen.

 

Im Gewächshaus wachsen allerlei Gurken und Zucchini heran. Einige Tomaten warten noch auf ihren Platz im Freien, während Paprika, Auberginen, Artischocken und der größte Teil der Tomaten bereits im Garten weiter wächst, abends aber mit Haube ;-). Einiges an Sommerblumen wartet auf’s Pikieren und verschiedene Salatsorten keimen schon.

 

Wir genießen jetzt den Garten, täglich verändert er sich in Wachstum und Farbe. Am schönsten finden wir in ganz früh morgens oder aber in den frühen Abendstunden….

Der Garten im Januar – Kübelpflanzen überwachen, Vorbereiten der Aussaat

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Noch ein paar Tage und der Januar ist vorbei. Nachdem November und Dezember deutlich zu warm waren,  schneite es im Januar wieder und dann ging es Mitte Januar deutlich in die Minusgrade! Bis dahin hatten wir unsere Kübelpflanzen Oleander und Granatapfel im Freien an die Hauswand gestellt, da sie ein paar Tage auch Temperaturen bis -5°C vertragen. Inzwischen ist es wieder frostfrei, die Temperaturen liegen bei etwa 10° C tagsüber und bleiben nachts momentan um die 0° C . Jetzt stehen sie wieder draußen 😉

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Neulich entdeckten wir beim Einkauf Steck-Etiketten. Bisher haben wir nur Pflanzschilder aus Kunststoff für die Gemüsebeete und einige, die wir aus Holz selbst hergestellt haben, mit denen wir Rosen, Hosta, Taglilien und Gräser gekennzeichnet haben. Mit der Zeit verrotten sie im Boden, weil sie nur aus ganz einfachen Holzleisten gesägt sind.

Inzwischen kennen wir unsere Rosen und Stauden zum größten Teil, allerdings vergisst man schnell die Namen vieler neuer Pflänzchen , wenn man sie nicht gleich kennzeichnet. Ich habe sie sofort beschriftet und zu den Stauden gesteckt. In den nächsten Wochen erfolgt der Rückschnitt und dann würde es sehr schwer mit der Erinnerung….

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Neues Saatgut ist bereits angekommen, einsortiert, Plan erstellt und schon geht es los…

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Ich liebe es, wenn die Gemüsebeete üppig, bunt und abwechslungsreich bepflanzt sind und habe dieses Mal einen italienischen Anbieter mit samenfesten Sorten ausgesucht.

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Von einer Facebook-Freundin erhielt ich einige historische, bewährte Tomatensamen, die in diesem Jahr ausprobiere.

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Gestern habe ich die Samen von Paprika, Artischocken und Auberginen eingeweicht, bzw. in feuchtes Küchenpapier gelegt. Heute sah ich schon, wie sich das Samenkorn an der Spitze verändert hat und so konnte ich loslegen…

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Fünf verschiedene Paprikasorten, davon 4 vom letzten Jahr, die sich bewährt haben: Sicilia, Barguzin, Capia und Fiesta (F1) sowie eine schokoladenbraune Paprika von einer Freundin.

Aubergine ‚Barbentane‘ und ‚Black Beauty‘

Artischocke ‚Violet de Provence‘ – die habe ich im letzten Jahr ausgesät und gepflanzt. Durch die Trockenheit verkümmerte sie, besann sich aber im Spätsommer und ich bin gespannt, ob sie tragen wird.  Jetzt habe ich noch einmal 4 Körnchen gesät….sicherheitshalber 😉

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August – der Blick in den Garten

Bisher hat der August als Sommer – und Ferienmonat ziemlich enttäuscht. Zwar sind Stauden und Wiese in frischem Grün attraktiver als in den Jahren zuvor, allerdings vermissen wir laue Sommerabende im Garten. Die Rosen haben einen tüchtigen Wachstumsschub gemacht und erfreuen uns mit üppiger Blüte. Die Spätsommer-Stauden in allen nur denkbaren gelben Farbtönen strahlen um die Wette! Ein guter Kontrast ist die violette Spinnenblume, die ich im Juni erst ausgesät habe. Der weiße Phlox lockt die Schwärmer und die Holzbienen sind nach wie vor beim Muskateller-Salbei zu finden.

Die Reben in tiefem Blau brauchen noch einige Zeit zu reifen. Kürbisse  Hokkaido und Muscat de Provence legen ordentlich zu! Ein kleines Holzbrettchen als Unterlage verhindert Fäulnis. Auberginen, Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini, Buschbohnen und Feuerbohnen und Neuseeländer Spinat werden laufend geerntet und gleich verarbeitet. Nachdem der Kohl jetzt viel Regen bekommen hat, ist er auch recht tüchtig gewachsen.

Pfirsiche, Birnen, Äpfel und Zwetschgen wandern entweder in den Bauch oder werden zu Kompott, Marmelade oder Kuchen.

Aber wir haben auch Misserfolge gehabt: die Sache mit der chinesischen Kartoffelkiste war nicht so erfolgreich. Ob es an der Sorte lag? Oder vielleicht doch zuwenig Sonne und zuwenig Wasser? Stattdessen haben wir aber jetzt tollen Humus, der durch die Kartoffeln wunderbar locker geworden ist!

Die Weintrauben im Hof mussten wir wegen Mehltau entfernen, hier war das Laub sicher zu üppig und dicht. Die weiße Weinrebe im Garten hingegen sieht sehr gesund aus – die hatten wir im vergangenen Jahr wegen Mehltau schneiden müssen. So liegen Erfolg und Misserfolg dicht beieinander 🙂

 

Ernte in unserem fränkischen Garten Eden

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Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage, denn er fordert das, was in unserer Gesellschaft am kostbarsten geworden ist: Zeit, Zuwendung und Raum.

Dieter Kienast

Aber es lohnt sich!            

Der wichtigste Aspekt ist die Qualität der Gemüse und Obstsorten: unbehandeltes, vollreifes und knackig-frisches Gemüse und Obst! Ein Sortiment, das Seinesgleichen sucht..

Das Gartenjahr hat uns im Umgang mit der Natur viel Entspannung gebracht und nicht zuletzt eine gute Ernte. Wir wollten wissen, wie viel wir auf ca. 100 qm reiner Nutzfläche anbauen und ernten können und haben daher unsere Erträge aufgelistet. Unberücksichtigt sind, da noch im Garten: Endivien, Pastinaken, Knollensellerie, Rote Rüben, Lauch und alle Kräuter.

Und hier ist unsere Liste (anklicken):    Ernte 2013

Gemüsegarten im Herbst

Endlich wieder ein trockener Tag im Garten! Gut, dass Sonne wiederkommt, denn Tomaten, Auberginen, Paprika, Bohnen, Pastinaken, Möhren, Rote Beete, Sellerie, Porree, Palmkohl, Kürbis und Gurken (wahrscheinlich die letzten) können noch wachsen. Dem Endiviensalat bekommt das feuchte Wetter. Während ich jetzt so aufzähle, fällt mir auf, dass ich noch Platz für den Feldsalat haben muss…

Tomaten über Tomaten

Ich werde definitiv nicht mehr so viele Tomaten aussäen, das ist sicher! Nur aus Angst, sie würden nichts werden – nein! Es ist deutlich kühler geworden und jetzt nehme ich auch Tomaten, die noch nicht ganz rot sind, mit ins Haus und decke sie ab . Nach 1 – 2 Tagen sind sie fast immer rot und auch reif geworden. Sobald die Temperaturen einstellig werden, nehmen wir sie alle ab und hängen sie in die Scheune an einem dunklen Platz auf oder decken sie mit Zeitungspapier ab. Das hat bisher gut funktioniert!

Nachdem seit der letzten Woche schon etliche Kilogramm verarbeitet sind, will ich heute Tomatensoße kochen und einfrieren.

Ich schmore etliche gewürfelte Zwiebeln in Olivenöl an und füge die zerkleinerten Tomaten hinzu. Da Gartentomaten wesentlich weniger Wasser enthalten, kann ich aus das Ausdrücken der Kerne weitestgehend verzichten. Sobald sie kochen und dabei zerfallen, stelle ich sie mit der Kasserolle in den Backofen bei ca 180°; nach einer 1/2 Std. reduziere ich die Hitze auf ca. 100° und lasse sie bei leicht geöffnetem Ofen weiter schmoren. Nach ca. 3 – 4  Std. ist die Soße fast fertig. Ich würze leicht mit Meersalz und Pfeffer. Mit einem Mixstab püriere ich die Tomaten – fertig! Vor dem Verbrauch kann ich nach Belieben mit Thymian oder Oregano oder Basilikum würzen.

Tomaten, Chili, Zwetschgen…

In Sachen Ernte laufen wir zur Hochform auf. Ein Gartenrundgang ohne Ernte ist momentan nicht denkbar. In der kommenden Woche wird es deutlich kühler – dann gibt es Zeit für das Verarbeiten und Bevorraten. Zwetschgen gibt es in diesem Jahr reichlich, sie zeigen nur wenig Wurmbefall. Dies führen wir auf den Einsatz von Leimringen zurück.