Regen bringt Segen …

Der Mairegen hat uns unsere Wasservorräte gefüllt. Im letzen Sommer habe ich mit Gießkannen an heißen Tagen 300 l vergossen – dabei erhielten nur die durstigsten Pflanzen und Gemüse ihr Nass.

Wir haben für das Regenwasser vom Dach zwei Auffangstellen. Vorn am Staudengarten einen 1000 l Tank, den wir günstig gebraucht von einem Landwirt bekommen konnten. Hinterm Haus ein 300 l Fass aus dem Baumarkt, welches auch bei den kleinsten Regengüssen regelmäßig gefüllt ist. Das große Fass wird von der Dachfläche befüllt, die nach Westen ausgerichtet ist. Dies ist eigentlich unsere Wetterseite und sollte eine ergiebige Quelle sein. Es war ein Erlebnis zuzuschauen, wie die 1000 l bei einem Sommergewitterregens innerhalb weniger Stunden gefüllt war. Das 300 l Fass wird von der Dachfläche befüllt, die nach Nordosten zeigt.

Im letzen Jahr hatten wir in der langen Trockenperiode während der Anzucht der Gemüsepflanzen keinen Wasservorrat, da uns ein 200 l Fass im Winter durch den Frost geplatzt war – wir hatten einen riesigen Eiswürfel. Dies wurde durch das 300 l Fass ersetzt. Daher waren wir letztes Jahr vorsichtig mit dem Anschluß des 1000 l Fasses. Dies Jahr haben wir alles rechtzeitig aufgestellt und angeschlossen. Vor allem haben wir jetzt eine unerschöpfliche Quelle mit unserem Rundbrunnen, den ich im letzen Jahr wieder freigelegt habe. Im Frühjahr habe ich eine Saugpumpe mit 5 m Saugschlauch auf der Brunnenabdeckung aufgestellt. Noch als der Schnee fiel, fing ich an den Brunnen wieder ins Laufen zu bringen und leitete das Wasser in den Garten – zur Belustigung der Passanten. Inzwischen haben wir teilweise 2 Stunden lang den ganzen Garten bewässert bis der Brunnen in der ersten Stufe in 3 m Tiefe leer war, das waren ca. 400 l. Diese Menge steht nun alle 3 Tage zur Verfügung und sollte dann regelmäßig abgepumpt werden. Damit kann auch unser Teich im Sommer mal eine Auffrischung erhalten. Wird der Sommer doch sehr heiß, werde ich den Saugkopf des Schlauches im Brunnen auf 5 m Tiefe hinab lassen.

Gemüse im Beet

Hochbeet im September 2012

Hochbeet im September 2012

Inzwischen haben wir unser Frühbeet und das alte Regenfass um einige Pflanzen „erleichtert“.

Wir haben Blumenkohl, Rotkohl, Wirsing, Brokkoli, Kohlraben, Salat „Maikönig“, Lauch, Rosenkohl und, in diesem Jahr erstmals, den Palmkohl in die Beete gepflanzt.

Die anfangs niedrigen Temperaturen machen dem Kohl und dem frühen Salat gar nichts aus, wenn der Boden nicht zu kalt ist. An Wasser darf es allerdings nicht mangeln. Unser Brunnenwasser hat uns bereits sehr gute Dienste geleistet.

Möhren, Pastinaken und Blattpetersilie sind schon einige Zeit im Boden und die Radieschen markieren deutlich die Reihen von Möhren.

Die Erbsen „Kleine Rheinländerin“ legen tüchtig zu! Geschnittenes Geäst haben wir in den Boden gesteckt – als Kletterhilfe für die jungen Triebe.

Im vergangenen Jahr habe ich zum ersten Mal „Neuseeländer Spinat“ ausgesät und war sehr zufrieden damit. Er wächst auch im Sommer unaufhörlich, wenn man nur die Blattspitzen  abknipst.

Die Puffbohnen wollen in diesem Jahr überhaupt nicht kommen – man soll sie früh legen, damit die Blattläuse wenig Möglichkeit haben.

Stangensellerie und Knollensellerie sowie Fenchel werde ich in den nächsten Tagen pflanzen. Groß und kräftig genug sind sie! Ach ja, Mangold und auch Rote Beete möchte ich auch noch….