Staudenschnitt, Baumschnitt und Vorbereitungen des Gräserweges

Der Blick auf die Wetterprognosen und das eigene Gefühl sagen: Der Frühling naht! In den Staudenbeeten sind die Stauden und Gräser geschnitten. Bei den Gräsern lassen wir uns sonst eigentlich Zeit bis zum März, aber in diesem Frühjahr ist unsere Zeit begrenzt. Jetzt leuchten die Bergenien besonders schön und geben dem Garten Struktur.

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Bergenia cordifolia ‚Eroica‘

Für den Obstbaumschnitt entschieden wir uns für einen trockenen Tag, an dem es sogar teilweise sonnig war. Das ist wichtig, da bei Nässe die Schnittwunden nicht optimal heilen und damit Pilzen Zugang verschaffen. Bei den jüngeren Bäumen reichte hier und da ein Wegnehmen nach innen wachsender Äste, die alten Bäume wurden etwas mehr gestutzt, um sie im Laufe der Jahre wieder etwas niedriger zu setzen. Sie haben etliche Jahre keine ordentliche Pflege bekommen, daher müssen wir uns jetzt die Zeit nehmen, um nach und nach einen guten Zustand zu erreichen.

Einen guten Ratgeber zum Obstbaumschnitt fand ich hier:

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Im Frühjahr soll der Gräserweg fertig sein.  Angeregt durch die Gartenreise nach Mecklenburg-Vorpommern, haben wir uns entschieden, einen Pfad, eingebettet in verschiedenen Gräsern, Arten von Sanguisorba Wiesenknopf und Polygonum Knöterich, entlang des Hauses anzulegen. Eine Seite haben wir jetzt abgestochen und umgegraben, die andere Seite wird nach Abschluss der Dacharbeiten gemacht!

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Ich bin gespannt, wie es wird…..und, was macht Ihr so??

Vorbereitung für das Hochbeet im nächsten Frühjahr

Für unser letztes Hochbeet, das im April nächsten Jahres auf dem Plan steht, benötigen wir für den Unterbau reichlich Baumschnitt. Da ich unsere Obstbäume im Februar nicht stark schneiden werde benötige ich von außerhalb Baumschnitt. Glücklicherweise wurde in der Nachbarschaft eine baumhohe Weißbuche stark zurück geschnitten. Buchenholz ist ein idealer Unterbau für das Hochbeet. Die belaubten Reiser habe ich im Garten an die sonnenbeschienene Gartenmauer geschichtet. Hier hatten wir schon in den letzten Jahren den Baumschnitt über Winter gelagert. Feldsperlinge und Meisen, die sich im Winter hier einfinden, hatten ein tolles Versteck. Ich kann mich noch gut erinnern, wie beim Gang zum Futterplatz ein Sperlings-Schwarm schimpfend aus den Zweigen stob.  Das kaputte Regenfaß, dass dies Jahr die Gurke beherbergte, habe ich auf die Seite gestürzt und unter den Reisern versteckt. Das könnte dann auch bei Regen ein gutes Versteck sein – vielleicht sogar für einen Igel.

Buchenlaub für das Hochbeet

Buchenlaub für das Hochbeet

Birnenproblem – Birnengitterrost

Schon immer hatten wir uns über den alten Birnbaum Gedanken gemacht, da etliche Äste tot waren und die Fruchtbildung sehr schwach. Erste Maßnahme war das Absägen der toten Äste. Im letzen Jahr hatten wir eine weitere junge Birne als Containerware gepflanzt und waren dieses Jahr stolz auf die ersten Früchte. Bei unserem Gartenrundgang heute entdeckten wir bräunliche Flecken auf den Blättern des jungen Baumes. Auf der Unterseite zeigten sich bis 1,5 mm lange Zapfen.  Bei der Prüfung des alten Baumes fanden wir die gleichen Symptome.

Birengitterrost

Birengitterrost

Die Recherche ergab, dass es sich um den Birnengitterrost handelt, der im Sommer die Birne befällt und auf Wacholder überwintert. Für junge Bäume soll er bedrohlich sein, ältere Bäume schwächen. Die Blätter sollen kompostierbar sein. Wir sammeln sie lieber ein, wie wir das auch z.B. bei vom Apfelwickler befallen Äpfeln tun, und entsorgen diese über den Biomüll.  Wie immer ein erheblicher Aufwand, von dem wir uns aber dauerhaft mehr Erfolg versprechen als durch das Spritzen.  http://de.wikipedia.org/wiki/Birnengitterrost

Bau unseres Insektenhotels

Den Besuch lieber Freunde haben wir genutzt und gemeinsam ein Insektenhotel gebaut. Alte Balken, Ziegel, Baumschnitt, trockenes Schilf, Gräser etc. haben wir seit Monaten gesammelt, um dieses Wunschprojekt zu verwirklichen. Ausrichtung nach Süden und Hasendraht als Schutz vor Vögeln und Nagetiere haben wir berücksichtigt. Und so schaut es jetzt aus:

Gefüllter Schneeball – Viburnum opulus ‚Roseum‘

VogelschutzheckenSchneeballDer Schneeball ist ein heimisches Gehölz und dient ebenso dem Vogelschutz wie auch Hainbuche, Hartriegel, Haselnuss oder Weißdorn. Alle 2 – 4 Jahre wird nach der Blüte altes Holz entfernt, um einen üppigen Neuaustrieb zu fördern und die Blühfreudigkeit zu erhalten. Der Schneeball steht bei uns hinter dem Teich in Gesellschaft mit der Haselnuss, einer Forsythie und Weigelie. Dieses Ensemble haben wir mit Holunder ergänzt. Die Sträucher stehen im Hintergrund des Gartens.

Obstbaum-Erziehung für höhere Erträge

Neben dem Obstbaum-Schnitt ist für gute Erträge eine weitere Erziehungsmaßnahme wichtig. Besonders die Birne neigt dazu, die Zweige senkrecht wachsen zu lassen. Bringt man die Zweige in ca. 45°, so werden die Erträge höher, da für den Baum dieser Zweig ein Fruchtzweig ist und besser mit Nährstoffen versorgt wird. Dies kann ebenso beim Apfel erfolgen. Hierdurch können Wasserschosser, die sonst keine Früchte tragen zu Ertragszweigen erzogen werden. Dies kann auch bei Beerensträuchern, wie z.B. Johannisbeeren, angewendet werden.

Wir haben dazu Plastiktöpfe mit Gips ausgegossen und diese Terrakottafarben bemalt. Das wirkt durchaus dekorativ.

Direkt nach dem Gießen wurde ein Loch gestochen, durch das wir später einen dünnen Draht zogen. Am untern Ende des Drahtes wurde eine Oese angebracht. Durch den Draht lässt sich die Position des Gewichtes am Ast gut einstellen und später korrigieren. Die Gewichte werden bis zum Herbst hängen bleiben. Wir haben dies auch beim Pfirsich angewendet.