Kieswege im Garten

Der letzte Sommer war ausschlaggebend für die Entscheidung. Jetzt begünstigte trockenes Februarwetter die zügige Umsetzung! Mitte Februar wurden die Grassoden entfernt und der Boden etwa spatentief ausgehoben. Dabei gab es schon den ersten Kaffee in der Sonne.

Dann wurde in der vergangenen  Woche mit noch vorhandenen Kalksandsteinen angefüllt,  schließlich nachgemessen und Flusskies aus dem Main bestellt. Am nächsten Tag kam die Lieferung.

Für uns war es eine gute Lösung, den immer trockenen, teilweise verbrannte Rasen  zu entfernen und durch Kies zu ersetzen. An verschiedenen Stellen geht der Kies in die Pflanzung über, um den Boden abzudecken und vor Feuchtigkeitsverlust zu schützen. Noch sind die Bäume zu klein, um den Staudengarten zu beschatten, das mag in einigen Jahren ganz anders aussehen.

Die Schneeglöckchen scheinen sich auch wohlzufühlen……

Die Wege im Garten

Wege prägen eine Gartenansicht und gliedern das Grundstück. Sie verbinden Gartenräume miteinander. Das Wegekonzept steht meist im Einklang mit dem Gartenstil. Für Bauerngarten, einen Garten mit rustikalem Charme eignen sich sehr gut Ziegelstein oder Kies……

 

In den ersten zwei Jahren hatten wir bei der Anlage unserer Beete sie mit Graswuchs belassen. Solange es frisch und grün aussah, gefiel es uns gut. Nur beim Mähen war es überaus lästig und zeitaufwändig, außerdem war es im Gemüsegarten immer platt getreten! So entschieden wir uns zunächst für eine kostengünstige Lösung im Staudengarten und gaben auf den geschotterten Untergrund Rindenmulch. Das Gras auf den Wegen zwischen Hügel-und Hochbeeten entfernten wir. Ein-zweimal im Jahr zupften wir das störende Unkraut, aber Wegelagerer wie Vergissmeinnicht, Ringelblume und Fingerhut und Mohn durften gern bleiben, zumindest dort, wo sie nicht störten.

 

Im Herbst 2015 wurde unsere Hofeinfahrt gemacht. Dort war vorher eine dicke Betonschicht, die uns gar nicht gefiel. Aber damals gab es wichtigere Dinge, die renoviert werden mussten. Bei der Erneuerung der Abwasserkanäle wurde der Beton entfernt und jetzt entschieden wir uns für den Flusskies aus dem Main. Farblich passt er gut zu dem Sandstein der Region und es ist ebenfalls eine nicht so kostspielige Lösung. Nach Frost und Schnee der vergangenen Wochen sind wir angenehm überrascht, dass er selbst dann gut begeh- und befahrbar ist! Wir hatten uns gleich mehr liefern lassen und die Wege des Staudengartens fertiggestellt.

Eine oft gehörte Bemerkung, ob wir an das Unkraut denken würden, was sich jetzt überall ausbreiten wird, kann ich nur sagen: das Phänomen hatte ich auch in den Betonritzen und zwischen den Pflastersteinen! Im Kies lassen sie sich aber besser entfernen 😉

 

Das Januarwetter hat uns bisher keinen langen Frost beschert, somit konnten wir den Wegebau innerhalb der Hochbeete noch fertigstellen! Die Innenseiten werden noch bepflanzt, evtl. Kräuter oder mit Bauerngartenblumen wie Löwenmäulchen o.ä. – auf alle Fälle trockenheitsverträglich!!

 

Mit den Nebenwegen, die das Konzept des Gartens gestalterisch und funktional unterstützen, beschäftigen wir uns später, wenn Teich und Gräserweg fertiggestellt sind………

Spuren im Schnee und ein neues Projekt

Das neue Jahr hat uns gleich am zweiten Tag Schnee beschert! Nach den vielen trüben Tagen mit Nebel, Regen und ohne Sonne sieht der Garten gleich hübscher aus….

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Reinhard hatte noch am Samstag an den Kieswegen im Küchengarten gearbeitet, leider fing es am Nachmittag an zu regnen. Am kommenden Wochenende wird das Projekt dann fertig sein.

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Im September waren wir, wie berichtet, auf Gartenreise nach Mecklenburg-Vorpommern, um Gartenfreunde und ihre wunderbaren Gärten zu besuchen. Schon dort wuchs der Wunsch nach mehr Gräsern im Garten. Die sollten jedoch nicht im Staudenbeet stehen, sondern wir dachten dabei an unsere Kindheit zurück, an die Sommer, in denen wir durch Feld, Wald und Wiesen streiften und dabei die kniehohen Gräser spürten.

Dieser Rasenstreifen entlang des Hauses ist so ziemlich die einzig verbliebene Grünfläche, bzw. Rasenfläche – die sieht im Sommer sehr schlimm aus. Die überaus trockenen Sommer in Unterfranken haben wir 2015 in aller Form erfahren müssen und uns lange mit der geeigneten Bepflanzung  beschäftigt. Hier soll jetzt ein schmaler Pfad entstehen, dessen Ränder von Gräsern und passenden Stauden gesäumt werden.

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Unser Gartenfreund Claus hat uns einen Plan erstellt, den wir jetzt umsetzen möchten. Seine Zeichnung haben wir maßstabgerecht vergrößert und an die örtlichen Gegebenheiten, wie Seitenwege, Fensterausblick etc. angepasst.  Dann haben wir ein Raster auf die Zeichnung gelegt und dieses auf die Rasenfläche übertragen.

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Damit war es leicht, die Wegführung zu markieren. Durch den gestrigen Schneefall ist der Weg ganz gut zu erkennen. Inzwischen haben wir die Pflanzen bestellt. Sobald es Wetter und Zeit erlaubt, werden die Kanten abgestochen und die Grassoden entfernt. Wir werden berichten….

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