Wintermonat Januar

Der Januar ist für uns der Monat, in dem wir neue Pläne schmieden, Saatgut kontrollieren, Liegengebliebenes erledigen und auch endlich einmal eines der vielen Gartenbücher, Zeitschriften und Fachbücher lesen, die sich im Laufe des Jahres bei uns angesammelt haben.

Im Garten gibt es nicht viel Neues. Wie auch bei den meisten von Euch blühen immer noch ein paar Rosen. Primeln und Schneeglöckchen blühen, die Winterlinge leuchten hier und da….vom Winter, wie wir ihn uns vorstellen, keine Spur!

 

Unsere kleine Hühnerschar ist froh, in diesem Jahr hinaus zu können, waren sie doch im letzten Jahr fast 5 Monate wegen der Vogelgrippe im Stall! Munter bewegen sie sich im Garten, picken heruntergefallenes Vogelfutter oder finden andere Köstlichkeiten! Aus den ehemaligen Küken sind hübsche Junghennen geworden. Hoffentlich haben wir in diesem Jahr wieder Glück!

 

Unseren roten Hauswein habe wir heute zum zweiten Mal geklärt, natürlich ohne irgendwelche Mittel wie Gelatine oder Eiweiß, sondern mit dem Weinheber, um die letzten Trübstoffe zu entfernen. Die letzten Liter mussten wir in Flaschen füllen – morgen werden wir sie nach Absetzen der Schwebteilchen wieder ins Fass füllen, um ihn möglichst unter Ausschluss von Sauerstoff reifen zu lassen.

 

Heute scheint immer mal wieder die Sonne, mal kommt etwas Schnee …….eine schöne Woche noch!

 

 

Natur im Garten – Wettbewerb im Landkreis Haßberge

In unserem Landkreis gibt es noch viele überwiegend große und natürlich gestaltete Gärten.

 

Allerdings ist die Idee von Beth Chatto’s Kiesgarten auch hier schon fehlinterpretiert worden! Beth Chatto legte damals auf einem stark verdichteten, mageren und trockenen Boden ihren berühmten Kiesgarten an. Sie verwendete Pflanzen, die durch verschiedene Anpassungsstrategien mit diesen Extrembedingungen gut zurechtkommen. Das, was heute mancherorts zu sehen ist, entspricht eher einer Steinwüste mit ein, zwei in Form geschnittenen Gehölzen oder Gräsern…….das alles hat mit Garten nichts mehr zu tun!

Naturnahe Gärten sind überaus wichtig für die Kulturlandschaft. Sie dienen den Insekten, Vögeln und Amphibien, also unserer heimischen Fauna als Rückzugsort und bieten ein vielfältiges Nahrungsangebot.  Dabei spielen standortgerechte Pflanzenvielfalt, ökologisch orientierte Bewirtschaftung (Kompost- und Kreislaufwirtschaft, Regenwassernutzung) ein wichtige Rolle. Aber auch der kulturelle Bezug zur Region mit standorttypischen Materialien, sowie jeglicher Verzicht auf chem.-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel sind Grundlage für die Erhaltung der Kulturlandschaft!

Um der Mode, Vorgärten und Gärten mit Kies oder Schotter zuzuschütten, entgegenzuwirken, rief der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege im April zu dem Wettbewerb auf. Natürlich bewarben wir uns.

Im Juli erschien dann eine vierköpfige Jury, um sich den Garten anzusehen. Jetzt, im August wurden alle 28 Teilnehmer in den Privatgarten der Famiie Lindner eingeladen – eine ehemalige Hofstelle, im schönen Dörfchen Unterschwappach.

Bei einem Sektempfang wurden wir vom Kreisfachberater Guntram Ulsamer und vom Landrat Wilhelm Schneider herzlich begrüßt, anschließend wurden die teilnehmenden Gärten vorgestellt und prämiert. Jeder Teilnehmer erhielt eine schöne Plakette, die in einer hiesigen Töpferei eigens hergestellt wurde, sowie eine schöne Staude. Sechs Teilnehmer erhielten als Sonderpreis zusätzlich ein Buchgeschenk.

Besonderes Gewicht legen die Veranstalter auf das gegenseitige Kennenlernen sowie die Bildung eines Netzwerkes.  Nach einer umfassenden Gartenführung gab es eine zünftige Brotzeit und damit auch Gelegenheit, untereinander auszutauschen.

Diese Veranstaltung wurde von der regionalen Presse gern aufgenommen.

Hassfurter Tageblatt

Neue Presse Coburg _ Unterschwappach_ Zwischen Wasserzisterne und Kompostsieb

Pflege der Staudenbeete im Oktober

Laut Wetterprognose wird es jetzt ungemütlich! Wir haben die letzten sonnigen, trockenen Tage noch genutzt und im Garten verbracht. Unkraut gezupft, Rasen geschnitten, Fallobst gesammelt und einige Möbel schon verräumt. Beet für Beet haben wir uns angeschaut und notiert, was wir ändern möchten. Meist hat man die Änderungswünsche im Frühjahr wieder vergessen.

 

Einiges, was wir im letzten Jahr eingepflanzt hatten, war nicht stimmig und kommt woanders hin oder wird verschenkt. Echinops ritro, die blaue Kugeldistel z.B., passte farblich und auch vom Wuchs her nicht ins Beet. Sie ist ein wahres Insekten-Magnet, aber alle unsere Pflanzen sind bienenfreundlich, von daher brauchen wir uns keine Gedanken zu machen. Auch die Nachtviole, Hesperis matronalis, wurde versetzt. Sie blüht und duftet wunderbar, aber kommt in unseren Staudenbeeten nicht recht zur Geltung: unten viel zu viel Grünzeug, nimmt sie anderen Stauden Platz. Sie hat im hinteren Teil des Gartens wieder ihren Platz gefunden und erfreut uns hier.

Eingeschleppter Giersch hat sich in einigen Beeten breit gemacht und Erde muss aufgefüllt werden. So haben wir uns das erste Beet vorgenommen, bis auf den Miscanthus alles herausgeholt und Wurzeln und Erde auf Giersch untersucht. Dann haben wir die Erde aufgefüllt und die Stauden neu positioniert und wieder eingepflanzt. Das war eine ziemlich zeitaufwändige Arbeit, die sich aber lohnt! Im März werden wir den Miscanthus noch herausnehmen und vom Giersch befreien. Selbst wenn der Giersch wiederkommt (was er ohne Zweifel tut!) – das erste Jahr hält er sich bestimmt zurück! Diese Pflegemaßnahme macht man eigentlich im Frühjahr, aber in diesem Beet gibt es sehr viele Iris, die bereits im Mai blühen. Abgeschnitten wird bei uns noch nichts, alles bleibt bis zum Frühjahr. Lediglich die versetzten Stauden kürzen wir ein, um ihnen das Einwachsen zu erleichtern.

Hier noch ein paar Herbst-Impressionen……..

 

Und Flora und Fauna harmonieren, wie man sieht:

 

und wie sieht es bei Euch aus?

Wir probieren Kräuterbrühen und – Jauchen zur Kräftigung der Pflanzen

Angeregt von der Lektüre „Geheimnisse aus dem Klostergarten“ von Christa Weinrich OSB, haben wir verschiedene Brühen und Kräuter angesetzt, um die Pflanzen gegen Plagegeister und Krankheiten zu stärken. Mit Brennessel-Jauche haben wir schon seit Jahren gute Erfahrung mit der Kräftigung von Tomaten und Starkzehrern gesammelt. Da lag es nahe, noch andere Brühen anzuwenden. Aus der Lektüre habe ich eine Übersicht zusammengestellt , Zwiebelschalen gesammelt und Schachtelhalm als Tee beschafft. In den letzten Tagen kamen noch Rhabarber- und Tomatenblätter hinzu. Eine Sammlung von Behältern hilft bei der Bevorratung. Brennessel- und Tomaten-Jauche werde ich darin über den Winter aufbewahren für das nächste Frühjahr. Ich bin gespannt auf unsere Erfahrungen.

Wir gießen ab Mai mit Schachtelhalm zwecks Düngung wie auch für die Aufnahme und Einlagerung von Kieselsäure in den Zellen. Damit werden die Pflanzen rechtzeitig gestärkt!

Hier unsere Tabelle: Jauchen und Brühen

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Der Moment von der Puppe zur Libelle

Ein seltenes Schauspiel konnten unser Frosch und wir heute morgen beobachten.

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Frosch im Gartenteich

 

 

 

Aus dem Teich war eine Libellenlarve am Schilf emporgeklettert und hatte sich dort verpuppt. Heute morgen schlüpfte die Libelle aus der schwarzen Puppe und entfaltete ihre Flügel.

aus der Puppe schlüpft die Libelle und entfaltet ihre Flügel

aus der Puppe schlüpft die Libelle und entfaltet ihre Flügel

Kompost mit Humofix von der Abtei Fulda

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Nach dem Umbau unserer Wassersammelstelle und der Kompost-Ecke wurde der Bereich in eine 1 qm große Fläche für den Aufbau des Kompostes, ein Bereich für alten Pferdemist, eine Sammelstelle für Stauden-Schnitt und einen Bereich für alten Kompost, bzw. Grassoden. Da das Frühjahr recht warm war, habe ich den Kompost entgegen der Empfehlung schon vor den Eisheiligen, Mitte Mai, begonnen. Auf dem gelockerten Boden kam eine Schicht frisches Grün vom Jäten, ca. 20 cm, darüber alter Stauden-Schnitt. Das Päckchen Humofix habe ich in ca. 1 l Wasser 1 Tag reifen lassen und dann einen Teil in 10 l Wasser mit der Gießkanne auf den Haufen gegossen. Darüber kam eine leichte Schicht alter Mist und dann eine Schicht alter Kompost. Die nächsten Schichten wurden genauso aufgebaut. Abschließend wurde der Großteil es Humofix-Ansatzes über den Haufen gegossen und dann der Haufen mit Erde und Grasssoden dicht abgedeckt. Darüber kam noch eine Plane um die enstehende Wärme im Haufen zu belassen. Nach drei Tagen sollte im Inneren eine Hitze von ca. 70°C erreicht sein. Dann wurde der Haufen abgedeckt und mit einer Stange in den Haufen gestochen um frische Luft ins innere zu lassen. Jetzt hat der Haufen ca. 6-8 Wochen Zeit zu reifen.

 

Im Regen wachsen Stauden und Gemüse bestens

Nach dem trockenen April bringt der Mai reichlich Regen und im Garten wächst alles bestens. Die Blattläuse an den Rosen haben wir zwischendurch mit verdünnter Brennesselbrühe besprüht. Brennesselbrühe haben wir im Verhältnis 1:50 ins Gießwasser gegeben und damit Tomaten, Paprika und Rosen gegossen. Das Licht im Regen ist ein besonderes Schauspiel, das wir hier gern teilen.

Verbascum chaixii ‚album‘ / Weiße Königskerze

Von einer Gartenfreundin bekam ich im vergangenen Jahr eine Staude geschenkt, ein Sämling aus ihrem Bauerngarten.  Verbascum chaixii ‚album‘ ist kleiner als Verbascum olympicum und darf daher im Staudenbeet bleiben. Die großen, gelben Schwestern setze ich eher an den Rand des Gartens oder als Sichtschutz ein. Sie gehören zu meinen Lieblingen im Garten, weil auch sie zu den Bienennährpflanzen zählen und jeden Bauerngarten verschönern. Jetzt freue ich mich auf das kommende Jahr, wenn sich Verbascum chaixii a. in meinen Beeten breit macht!

Steigt der Frosch auf die Leiter, wird das Wetter schön…

Diese alte Weisheit, die schon Wilhelm Busch illustrierte, konnten wir am Wochenende beobachten – die Frösche kamen ans Ufer und sonnten sich. Heute, Mitte der Woche, können wir bei spätsommerlicher Wärme ihren Optimismus bestätigen.

 

Zwetschgen, unsere Pflegemaßnahmen

Zwetschgen

Zwetschgen

Unsere fünf alten Zwetschgenbäume haben dies Jahr sehr reichlich getragen. Dies war vor zwei Jahren auch so, im letzten Jahr war der Ertrag deutlich geringer – offenbar ein zweijährige Rhythmus. Dabei war uns der Befall unterschiedlichster Schädlinge aufgefallen. Von den geernteten Früchten ist heute ca. jede dreißigste Zwetschge befallen, also ca. 3%. Davor hatten sie verschiedenste Krankheitszeichen: Der Neuaustrieb hatte durch den Befall von Blattläusen eingerollte Blätter mit weißem Belag, zwischen den heranwachsenden Zwetschgen zeigten sich abnorme bananenförmige Früchte – ein spezieller Schädlingsbefall, der in herabgefallenen Früchten überwintert, und schließlich den Wurmbefall der reifen Früchte. Grundsätzlich möchten wir auf den Einsatz von Spritzmitteln verzichten, um aber einen gesunden Bestand zu erhalten haben wir verschiedene Maßnahmen ergriffen, die zu der gesunden Ernte beigetragen haben.

  • Im letzten Herbst wurden Leimringe an den Stämmen angebracht, die im Frühsommer erneuert wurden. Da die Leimringe noch von den Ameisen unter der gefurchten Borke unterwandert werden, werden wir diese Schlupflöcher mit Leimpaste verstopfen.
  • Vor der Blüte wurde gegen beißende und saugende Insekten gespritzt.
  • Die „bananenförmigen“ Fruchtansätze wurden konsequent abgepflückt und im Hausmüll entsorgt.
  • Herabgefallene Früchte, die nicht verarbeitet werden, werden aufgelesen und im Hausmüll entsorgt, nicht auf dem Kompost.
  • Früchte gleich nach der Ernte unter fließendem Wasser abspülen, um die Mikroorganismen, die die Zersetzung einleiten, zu entfernen.

Mit diesen Hygienemaßnahmen hoffen wir den Befall in den Folgejahren zu reduzieren und möglichst auf das Spritzen zu verzichten.  Diese Maßnahmen sind zwar arbeitsaufwändig und erfordern eine konsequente Durchführung, haben aber bei der Bekämpfung von Unkräutern in den Beeten auch sehr gute Ergebnisse gezeigt.