Januar – Vorbereitungen für das Gartenjahr

Der Januar ist fast vorbei und kein Winter in Sicht! Grau, grau und noch mal grau: seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ist es in Deutschland noch nie so trüb und grau gewesen wie bisher in diesem Winter. Dezember und Januar seien zusammen die Monate mit der geringsten Sonnenscheindauer…

So macht der Rundgang im Garten auch keine rechte Freude…..allerdings lohnt es sich trotzdem, wenn man die ersten Winterlinge, Schneeglöckchen und Lenzrosen entdeckt!

 

Von Vögeln wimmelt es im Garten und es scheint, als freuen sie sich auf einen raschen Frühlingsanfang! Der zweite Sack Sonnenblumenkerne ist im Anbruch und die Nistkästen sind gesäubert – mal gespannt, ob sie auch in diesem Jahr alle besucht werden.

 

Kerzen-Knöterich und Clematis viticella sind geschnitten, alles andere darf noch stehenbleiben.  Den Kompost haben wir auf die Hochbeete verteilt.

Nistkästen

In unserem naturnahen Garten möchten wir den Gesang der Vögel nicht mehr missen. Einige Vogelarten, die wir seit Kindheit kennen, sind vom Aussterben bedroht, weil sich der Lebensraum für sie total verändert hat. Hier und da werden Nester gebaut, allerdings werden sie häufig von Katzen oder Mardern geplündert…..

Einige Nistkästen befanden sich bereits im Garten. Bei der Recherche beim Naturschutzbund Deutschland (NABU) e.V. stellten wir fest, dass die vorhandenen Nistkästen unpassende Einfluglöcher für die Vogelarten, die unseren Garten bereichern, aufwiesen.

Beim Sägewerk kauften wir einfache, unbehandelte Holzbretter und fertigten daheim in kurzer Zeit Nistkästen für Höhlenbrüter wie Blaumeise, Kohlmeise, Feldsperling und Gartenrotschwanz. Alle vier haben unterschiedlich große Einfluglöcher. Besonders praktisch finde ich, die hochklappbare Front zur besseren Reinigung im Sommer. Einige Gartenvögel wie z.B. Hausrotschwanz, Bachstelzen, Grauschnäpper und Zaunkönig bevorzugen Halbhöhlen.

Ein besonders hübsches Mehrfamilienhaus bauten wir für unsere Spatzen. Sie nisten meist in Mauernischen oder unter Dachpfannen. Durch Versiegelung der Fassaden und neuer Gebäude finden sie nicht immer geeignete Brutplätze. Das unbehandelte Holz ist wichtig – hier können sich die Vögel besser ankrallen.

Letzter Arbeitsschritt ist das Einstreichen der Kästen mit Leinöl zum Schutz vor Feuchtigkeit . Es folgt demnächst noch ein Kasten für die Fledermäuse…

Für ca. 10 Euro an Material und in 4-5 Stunden Arbeitszeit haben wir die Kästen gebaut.

http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/voegel/tippsfuerdiepraxis/nistkaesten/