Zu Gast bei Karin und Rolf im LATÜT – Kunst und Garten

Der Garten von Rolf Lüürßen und Karin Berends-Lüürßen ist so bunt und vielseitig wie das Leben und das Werk der Beiden!Es ist der letzte Tag unserer Kurzreise und ich freue mich unbändig auf Karin, die virtuell schon so quicklebendig  erscheint. Der himmelblau gestrichene Bauwagen strahlt schon von Weitem und wir kommen uns vor wie in den Geschichten von Astrid Lindgren. ❤ 

Das dunkelrote Haus, in dem sie leben, ist ein ehemaliges Siedlerhaus mit kleinen Fenstern, niedrigen Räumen, Holzheizung …..urgemütlich! An der kleinen Loggia vor dem Haus hängt eine Bahnhofsuhr, an der Seite steht eine Küche und man merkt: hier wird gelebt! Wir dürfen ins Haus und Karin serviert uns Kaffee und eine total leckere Torte, wir erzählen und fühlen uns, als kennen wir uns schon ewig! Die autodidaktische Künstlerin zeigt uns viele Facetten ihres Könnens: von der Malerei über Druck von Geschenkpapieren, Karten, Spiele und nicht zuletzt ihre illustrierten Heftchen mit Prosa, die sie aus dem Stegreif gekonnt vorträgt! Uns gefiel besonders die Pinselgeschichte, die ich dann auch mitgenommen habe.

Anschließend wollen wir in den Garten….dort entdecken wir zunächst ein Gewächshaus, in dem u.a. auch Vasen, Blumentöpfe und in einem Schrank Geschirr aufbewahrt werden. Hier hat alles seine Ordnung.

 Rolf zeigt Reinhard die alte Werkstatt, die total vom Efeu eingenommen wird…und schließlich tauchen wir ein ins Gartenreich…der erste Gartenraum ist der wildromantische Garten

Ein Zaubergarten, in dem wir immer wieder innehalten und staunen!  Überall schöne Sitzplätze, von denen man die verschiedenen Blickwinkel genießen kann. Durch Tore und Türen gelangen wir in die unterschiedlichen Gartenräume….Schilfmatten schützen vor dem rauhen und auch kalten Wind – wahrscheinlich werden sie in den nächsten Jahren zugewachsen sein. In der Zusammenstellung der Pflanzen sieht man die gelernte Staudengärtnerin, in ein, zwei Wochen, wenn auch die über 100 Rosen blühen, würde ich wohl nicht mehr fort wollen 🙂  

Schließlich gehen wir außen um die Gartenräume herum und schauen quasi über den Gartenzaun. Auf dem Weg zurück zum Wohnwagen zeigt sie uns eine riesige Fläche, die als neuer Gartenteil bald kreativ gestaltet wird. Hinter dem Wohnwagen auf der Deichsel hat sie einen Rahmen aufgesetzt, in dem sich viele Trockenkünstler sehr wohlfühlen….

Auf dem Weg zurück ins Haus kommen wir noch am Hausgarten vorbei…

Wir dürfen noch in die Wohnräume schauen und Rolf erzählt, wie es zu Lebzeiten der Oma ausgesehen hat und mit welchen Abenteuern die Renovierung verbunden war. Inzwischen steht Karin am Herd und macht Abendessen…..dampfende Bratkartoffeln, Rührei, Salat und Gemüse , vorweg noch eine feine Suppe und wir schlemmen mit Genuß und viel Spaß! Danach nahmen wir schweren Herzens Abschied und haben noch lange auf der Rückfahrt an diesen schönen Tag gedacht. Wir hoffen auf einen baldigen Gegenbesuch, liebe Karin und lieber Rolf!

Zu Gast im Landidyll der Familie Tjarks

Torsten Tjarks ist Florist und führt ein schönes Blumenfachgeschäft in Wiesmoor. Zusammen mit seinem Lebensgefährten Malte Schoon, der in einem großen Betrieb Pflanzen vermehrt, haben sie den Garten der Familie Tjarks in Friedeburg nach ihren Vorstellungen umgestaltet, dabei aber auch die Wünsche der Eltern miteinbezogen. Alle zusammen haben ein Paradies geschaffen – das Landidyll der Familie Tjarks.  Die ersten Fotos, die ich in den sozialen Netzwerken vom Garten sah, haben mich schon fasziniert – eine Fülle an Farben und Blüten – eben ein richtiger Landgarten!! Es war also klar, dass dies unser nächstes Gartenziel war. Am Rand der Ortschaft, wo sich Hase und Igel ‚Gute Nacht‘ sagen, liegt Torstens Elternhaus.  Die beiden ‚Jungen Wilden‘ hatten zur Begrüßung eine Tafel beschriftet – ich war echt gerührt ❤

Ich mußte beide erst einmal knuddeln, weil ich mich so auf diese Begegnung gefreut habe! Wir gingen gleich nach hinten in den Garten. Hier, im ersten Teil des Gartens beschatteten einige große Bäume und Gehölze den Garten und so konnten wir schon auf dem Rundweg die gelungene Schattenbepflanzung anschauen. In kleinen Nischen waren schöne Sitzgelegenheiten, so daß man alles aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann.

Überall sind kleine Wasserstellen für Vögel und Insekten, alte Dachziegel als Schlupfwinkel für die Insekten und Käfer – Torsten ist im Naturschutzbund – das merkt man auf Schritt und Tritt und er erklärt dazu Wissenswertes auch bei seinen Führungen durch den Garten.

Hedwig und Günther Tjarks, Torstens Eltern, sind voll motiviert in Sachen Gartenbesuch und unterstützen beide Gärtner, wie und wo sie nur können. Während wir im Wintergarten am hübsch gedeckten Tisch sitzen, unterhält Vater Tjarks uns mit Geschichten von früher, als noch viel Torf gestochen wurde. Mutter Hedwig schneidet Torte und Malte macht den Tee….auch heute, am dritten Tag unserer Reise sind wir „Gartenfreunde mit Familienanschluß“ und fühlen uns rundherum wohl. Nach Buttercreme und Flockentorte gehen wir in den hinteren Teil des Gartens. Dort, wo früher der Gemüsegarten war, tobt jetzt das Leben….der New German Style ist auch in Friedeburg angekommen!!

Ein Teich murmelt im Hintergrund….

Weiter hinten steht eine kleine Hütte…uiii, das sieht spannend aus! Hier sind alte Fund-und Erinnerungsstücke aus der guten, alten Zeit. Ob sie so gut war? Ich weiß es nicht, auf jeden Fall wurde echt hart gearbeitet…

Wir setzen uns ganz am Ende hin und verweilen und erzählen…schließlich ziehen dunkle Wolken auf…wir flüchten zum Wintergarten.

Ehe wir uns verabschieden wollen, gibt die Familie ein Veto – hierbleiben zum Abendbrot! Hedwig Tjarks rennt mit einer Schüssel Tomaten, gekochten Eiern aus eigener Haltung und bittet uns, Platz zu nehmen. Draußen tobt ein Gewitter und Torsten freut sich, dass die Regentonnen wieder voll werden und der Garten seine Erfrischung bekommt…Malte macht hervorragenden Tee 🙂

Irgendwann brechen wir auf, freuen uns über den wunderbaren Nachmittag in dem herrlichen Garten mit ganz liebenswerten Menschen – der Familie Tjarks vom Landidyll ❤