Herbstanfang, Weinlese und Ernte

So wie der Sommer geendet hat, begann der Herbst in diesem Jahr: Regen, Nebel und kaum Sonne!

So haben wir bis auf 3-4 Tomatenstöcke alle anderen entfernt. Auberginen und Paprika hingegen wachsen unaufhörlich, das habe ich so bisher noch nicht erlebt. Auberginen lege ich gern gegrillt ein und Paprika kann man gut einfrieren. Die ersten Köpfe Wirsing und Rotkohl sind schon fertig gekocht und portioniert in der Tiefkühltruhe. Himbeeren brauchen jetzt wieder mal Sonne, die ersten Kilos sind bereits verarbeitet. Die Stangenbohnen waren wieder sehr reichlich, im Laufe der Woche haben wir 4 kg geerntet und eingefroren. Die Hokkaidokürbisse liegen im Vorrat, aus ihnen werde ich Suppen kochen. Die großen Muskatkürbisse werden z. T. süß-sauer eingelegt oder gebacken oder auch für Risotto verarbeitet. Der Neuseeländer Spinat ist sehr praktisch: er verzweigt sich, sobald ich Spitzen abzwicke. Im nächsten Jahr werde ich nur 2 Pflanzen wachsen lassen, da er mir in diesem Jahr das gesamte Hochbeet zugewuchert hat! Lauch, Möhren, Grünkohl, Rotkohl, Wirsing, Sellerie und nicht zu vergessen die Pastinaken bleiben noch in den Beeten, sie sind dort am besten aufgehoben!

Am letzten trüben Wochenende haben wir unsere Weinstöcke abgelesen. Die Trauben waren süß genug. 23 Kilogramm wurden gewaschen, entrappt und zu Maische zerstoßen. Der Maische wurde Reinzuchthefe zugesetzt und die Gärung begann. Heute war der Tag, an dem wir die Maische abgepresst haben. Der rote Farbstoff hat sich aus der Schale gelöst und der Most schon eine wunderbare, tiefrote Farbe! Der Reifeprozess wird ca. 1 Jahr dauern. Zwischendurch werden wir den Wein immer mal wieder von der Hefe abziehen und verkosten! Der Wein vom letzten Jahr lagert im Keller und wird von Mal zu Mal besser!

Der Staudengarten zeigt sich bereits im herbstlichen Charme. Die Sommerstauden verblühen und die Gräser explodieren förmlich, sie zeigen ihre ganze Pracht! Herbststauden locken die Falter, Bienen, Wespen und Hornissen an, um sie noch mit dem letzten Nektar zu versorgen.

Es ist ein schönes Gefühl, mit und von der Natur leben zu dürfen…

Erntezeit und späte Blüte – September im Garten

Erste Morgennebel künden vom Herbst. Die Staudenbeete haben durch die vielen Regenschauer  nicht gelitten. Rittersporn, Ehrenpreis, Brennende Liebe und Rosen konnten sich nach leichtem Rückschnitt wunderbar erholen und auch die Herbstastern zeigen schon erste Farbe! Sonnenbraut, Sonnenblume, Sonnenhut in vielen Formen sind nach wie vor in Blüte und strahlen Licht und Wärme aus. Die Gräser treiben jetzt durch und fangen an zu blühen – es dauert nicht mehr lange, dann werden sie die Hauptrolle übernehmen.

Leichte Herbststimmung ist aufgekommen: einige Tomatenpflanzen haben den Dauerregen nicht überstanden. Beginnende Braunfäule zwang uns, die Pflanzen zu entsorgen und damit bessere Durchlüftung in den Beeten zu schaffen. Kohl, Sellerie, Kürbis, Paprika brauchen viel Wasser und wir sehen ihnen an, wie gut ihnen der Regen getan hat! Trotzdem kontrollieren wir täglich die Gemüse, da die Sonnenstunden sich reduziert haben, die Tage kürzer werden und die Pflanzen Licht und Luft brauchen.

 

August – der Blick in den Garten

Bisher hat der August als Sommer – und Ferienmonat ziemlich enttäuscht. Zwar sind Stauden und Wiese in frischem Grün attraktiver als in den Jahren zuvor, allerdings vermissen wir laue Sommerabende im Garten. Die Rosen haben einen tüchtigen Wachstumsschub gemacht und erfreuen uns mit üppiger Blüte. Die Spätsommer-Stauden in allen nur denkbaren gelben Farbtönen strahlen um die Wette! Ein guter Kontrast ist die violette Spinnenblume, die ich im Juni erst ausgesät habe. Der weiße Phlox lockt die Schwärmer und die Holzbienen sind nach wie vor beim Muskateller-Salbei zu finden.

Die Reben in tiefem Blau brauchen noch einige Zeit zu reifen. Kürbisse  Hokkaido und Muscat de Provence legen ordentlich zu! Ein kleines Holzbrettchen als Unterlage verhindert Fäulnis. Auberginen, Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini, Buschbohnen und Feuerbohnen und Neuseeländer Spinat werden laufend geerntet und gleich verarbeitet. Nachdem der Kohl jetzt viel Regen bekommen hat, ist er auch recht tüchtig gewachsen.

Pfirsiche, Birnen, Äpfel und Zwetschgen wandern entweder in den Bauch oder werden zu Kompott, Marmelade oder Kuchen.

Aber wir haben auch Misserfolge gehabt: die Sache mit der chinesischen Kartoffelkiste war nicht so erfolgreich. Ob es an der Sorte lag? Oder vielleicht doch zuwenig Sonne und zuwenig Wasser? Stattdessen haben wir aber jetzt tollen Humus, der durch die Kartoffeln wunderbar locker geworden ist!

Die Weintrauben im Hof mussten wir wegen Mehltau entfernen, hier war das Laub sicher zu üppig und dicht. Die weiße Weinrebe im Garten hingegen sieht sehr gesund aus – die hatten wir im vergangenen Jahr wegen Mehltau schneiden müssen. So liegen Erfolg und Misserfolg dicht beieinander 🙂

 

Muscat de Provence – Kürbisrisotto – schnelle und gesunde Gartenküche

Im Garten ist es nass und kalt, daher beschäftige ich mich heute wieder mit dem leiblichen Wohl, dem Essen. Glücklicherweise mit Produkten aus dem eigenen Garten! Wir hatten zwei Muscat de Provence Kürbisse geerntet, zusammen brachten sie ca. 13,5 kg auf die Waage. Der kleine Nachkömmling ist nicht vollreif geworden, habe ihn aber trotzdem abgenommen, damit er bei dem Wetter nicht im Garten fault. Für mein Risotto nehme ich heute:

  • 500 g Kürbis
  • 50 g frisch gehobelter Parmesan
  • 250g Vialone- oder Avorio-Reis
  • 1/8 l trockener Weißwein
  • 3/4 l Brühe (ich nehme die Gemüsebrühe, die ich vor 2 Tagen selbst gekocht habe)
  • 6 EL Olivenöl
  • 1 EL Butter
  • 1 Zwiebel oder Schalotte
  • 1 Hauch Chili
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle

Vielfach wird der Kürbis im Backofen für 30 Min. gegart, ich bevorzuge wg. der Energiekosten und auch aus Zeitgründen eher das Garen der Kürbisstücke im Topf. Ein Viertel des Kürbis habe ich vorab zur Seite gestellt und schneide feine Stücke daraus, die ich kurz vor Fertigstellung zum Risotto gebe. Der Kürbis wird in Brühe gegart und püriert. In einem breiten Topf das Olivenöl erhitzen und die gewürfelten Zwiebeln darin andünsten. Den Reis einstreuen und ebenfalls glasig werden lassen. Mit Wein ablöschen und nach und nach Brühe und Kürbispüree und etwas Chili dazugeben – unter ständigem Rühren den Reis ausquellen lassen. Kurz vor Schluss die feinen Kürbisstückchen einrühren. Vor dem Servieren die Butter und den Käse unterheben – fertig!

Anstatt der Gemüsebrühe nehme ich auch gern Geflügelbrühe sofern vorrätig:-)

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Ernte in unserem fränkischen Garten Eden

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Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage, denn er fordert das, was in unserer Gesellschaft am kostbarsten geworden ist: Zeit, Zuwendung und Raum.

Dieter Kienast

Aber es lohnt sich!            

Der wichtigste Aspekt ist die Qualität der Gemüse und Obstsorten: unbehandeltes, vollreifes und knackig-frisches Gemüse und Obst! Ein Sortiment, das Seinesgleichen sucht..

Das Gartenjahr hat uns im Umgang mit der Natur viel Entspannung gebracht und nicht zuletzt eine gute Ernte. Wir wollten wissen, wie viel wir auf ca. 100 qm reiner Nutzfläche anbauen und ernten können und haben daher unsere Erträge aufgelistet. Unberücksichtigt sind, da noch im Garten: Endivien, Pastinaken, Knollensellerie, Rote Rüben, Lauch und alle Kräuter.

Und hier ist unsere Liste (anklicken):    Ernte 2013

Kürbis -, Möhren – und Staudensellerieernte

Unsere Kürbisernte in diesem Jahr war gut. Von einer Hokkaido-Pflanze konnten wir sieben Kürbisse ernten. Komplett mit Schale habe ich sie mit Karotten, Zwiebeln und Chili zu Suppe verarbeitet und eingefroren. Zur kalten Jahreszeit schmeckt sie besonders gut. Die ebenfalls köstliche Variante mit Lauch und Ingwer hatte ich im vergangenen Jahr.

Wegen des bevorstehenden Temperaturrückgangs holten wir jetzt die zwei Muscat de Provence in die Scheune: Stolze 13,4 kg brachten sie auf die Waage! Ich lege ihn gern süß-sauer ein, aber das hat noch Zeit, da Kürbis bei kühler, trockener Lagerung sich durchaus hält!

Späte Möhren haben wir ebenfalls ausgebuddelt: sie lagern, vom Grün befreit, im feuchten Sand im Keller.

Der Staudensellerie ist wegen der Trockenheit nur zögerlich gewachsen und daher nicht sehr kompakt. Er muss vor dem Frost ins Haus – ich friere ihn, geputzt und in feine Stücke geschnitten, roh ein.

Gemüsegarten im Herbst

Endlich wieder ein trockener Tag im Garten! Gut, dass Sonne wiederkommt, denn Tomaten, Auberginen, Paprika, Bohnen, Pastinaken, Möhren, Rote Beete, Sellerie, Porree, Palmkohl, Kürbis und Gurken (wahrscheinlich die letzten) können noch wachsen. Dem Endiviensalat bekommt das feuchte Wetter. Während ich jetzt so aufzähle, fällt mir auf, dass ich noch Platz für den Feldsalat haben muss…

Kürbis Muscat de Provence

Unser Lieblingskürbis entwickelt sich nach einigen Regengüssen wunderbar und legt tüchtig zu! Ob die zweite Kürbispflanze auf dem Hügelbeet noch etwas wird? Sie führte bisher ein Schattendasein zwischen Brokkoli und Blumenkohl und lebt jetzt erst richtig auf. Wenn der Stängel anfängt braun zu werden und der Körper hohl klingt, ist er reif und kann kühl und trocken einige Wochen gelagert werden. Ich verarbeite ihn, sobald Zeit ist. Er hat ein festes Fruchtfleisch und eignet sich bestens zum Einlegen. Der Hokkaido hingegen wandert bei uns in den Suppentopf oder in den Risotto.

Muscat de Provence

Der Muskatkürbis schmeckt hervorragend, er kann zwischen 3 – 5 kg auf die Waage bringen. Der Kürbis hat eine grünliche bis bräunlich-orange Schale, das Fruchtfleisch ist kräftig orange und schmeckt intensiv. Eine Pflanze kann 3-5 Exemplare hervorbringen. Bei uns krabbelt die eine Pflanze aus dem Hochbeet, eine weitere wächst noch auf dem Kohlbeet; sobald der Kohl abgeerntet wird, kann er sich auf den Weg machen.

Muskatkürbis