Spätsommer im Küchengarten

Ende August und die Ernte läuft auf Hochtouren…täglich werden Tomaten gedörrt, gekocht oder eingefroren., Zucchini und Auberginen eingelegt, eingefroren oder gegrillt.

Unsere Zwetschgen sind in diesem Jahr vielfach voller Würmer, die Birnen machen Pause und die Äpfel fallen zeitweise angefault herunter. Wir hoffen auf die späten Äpfel…Wir wollen aber nicht klagen, es gab Erdbeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren und jetzt noch reichlich Himbeeren, Brombeeren und Holunder.

Was an Obst fehlt, gibt es heuer an Gemüse…Kohlrabi, Wirsing, Buschbohnen, Mangold, Gelbe Melde waren schon sehr gut, sogar ein paar dicke Brummer von Kartoffeln! Jetzt kommen noch Stangenbohnen, Möhren, Pastinaken, Lauch, Rotkohl, Palmkohl, Fenchel, Paprika…..und Rote Beete. Also packen wir es an, es gibt viel zu tun!

Ach ja, die Quitte hängt voll – da werde ich mir überlegen, was ich daraus Schönes zaubern kann.

Besonders gut und reichlich…Fliegen, Stechmücken usw……wir haben gerade Fliegenfenster in Auftrag gegeben, es ist nicht mehr zum aushalten 😦

Dennoch – all das möchte ich nicht missen! Wünsche Euch schöne Gartentage!

 

Anbauplanung – Fruchtfolge im Küchengarten

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Frühjahr 2013

Bevor das Gartenjahr sich dem Ende neigt, haben wir unseren Plan noch einmal hervorgeholt und mit den tatsächlich angebauten Gemüsen verglichen. Der Plan wurde gestern aktualisiert und gedruckt. Er dient jetzt als Vorlage für das kommende Jahr und mit kleinen bunten Schildchen werde ich später markieren, wo was hin kommt.

Fruchtfolgeplan 2013

Unser Fazit:

Das Feld mit den Kartoffeln war zu trocken – am Fuße des Holunders und einer Zwetschge wahrscheinlich kein Wunder! Der Boden allerdings ist fantastisch geworden und der Ratschlag der Nachbarn, dass die Kartoffeln den Boden am besten verbessern, hat sich bewahrheitet!

Die Erdbeerpflanzen vor den Brombeeren haben wir herausgenommen und entsorgt. Es war dort sehr mühsam zu pflegen und die Vögel hatten hier ganz leichtes Spiel! Die Kindel aus 2012 sind auf einem anderen Beet gut gewachsen und sollen für 2- 3 Jahre Frucht tragen.

Die Hochbeete haben sich bewährt! Die mediterranen Pflanzen wie Auberginen, Paprika, Chili und Tomaten sind sehr gut gewachsen und haben reichlich Frucht getragen. Möhren, Zwiebeln, Porree waren so gut wie noch nie zuvor. Der Dill sät sich immer wieder selbst aus und verträgt sich gut mit dem Wurzelgemüse.

Während Rotkohl und Wirsing gute Erträge lieferten, sind Blumenkohl und Brokkoli nicht so gut vorwärts gekommen, es war oben auf dem Hügelbeet einfach zu trocken. An dieser Stelle wird im Frühjahr das 4. Hochbeet entstehen, dann wird die Feuchtigkeit besser halten. Allerdings soll Kohl im Folgejahr nicht auf der gleichen Stelle angebaut werden.

Die Buschbohnen waren ganz ordentlich, aber die Erde ist sehr schnell abgesackt und somit hatten Schnecken leichtes Spiel, weil wir sie nicht so leicht entdecken konnten. Hier werden wir im Oktober sehr viel Humus auffüllen müssen.

Mit Rosenkohl und Dicken Bohnen war kein Staat zu machen – woran es lag? Ich weiß es nicht, sicher die Trockenheit!

Die Gurken ins alte Regenfass zu setzen war genau richtig! 52 Salatgurken haben wir bis heute von zwei Pflanzen ernten können und es hängen noch ein paar Exemplare! Hier im Fass hatten die Pflanzen genug Wärme und die Feuchtigkeit wurde gehalten.

Die Zucchini hat nicht gehalten, was wir von ihr gewohnt sind: nur wenige Früchte im Vergleich zu anderen Jahren. Hier war es sicher auch der Mangel an Wasser, trotz regelmäßigen Gießens.

Eine wichtige Rolle haben in diesem Jahr Ringelblumen und Tagetes übernommen: sie sorgen für Gesundheit im Beet und schmücken den Garten. Rote Melde, Mangold und Palmkohl und blühender Dill tragen zur Attraktivität bei.

Saisonal und regional – die Jahreszeit bestimmt den Speiseplan

Eigentlich ist das nichts Neues, aber es liegt mir heute am Herzen:

Geboren in den 50ern des vergangenen Jahrhunderts, bin ich aufgewachsen in den Wirtschaftswunderjahren. Bei uns wurde noch aus dem Garten gelebt, später folgte dann der wöchentliche Gang zum Markt – Fleisch oder Fisch einmal pro Woche. Der große Wandel kam mit dem ersten Discounter – lange Zeit Marktführer – und natürlich den großen Geschäften wie Konsum, Edeka etc. Verführerisch preiswert und ein sensationelles Angebot aus aller Herren Länder. Die Frau war jetzt noch immer Hausfrau, erleichtert wurde jetzt allerdings die Hausarbeit durch hilfreiche Geräte wie Mixer, Toaster, Kaffeemaschine, Wäschetrockner bis zu unsinnigen Haushaltshilfen. Vorratshaltung war altmodisch – einkochen, einlegen viel zu aufwendig. Die Industrie unterstützte diesen „Fortschritt“ durch Fertigprodukte, Fix-Produkte -für jedes Sößchen ein Hilfsmittel- Geschmacksverstärker, Aromastoffe usw.Kürbiszeit

Mit einer Ausbildung in der Hotellerie lernte ich beispielsweise in der Küche, wie man Grundsoßen herstellt, es war hier nicht viel anders, als ich es in den frühen Jahren zu Hause gesehen hatte.  Trotzdem: auch ich konnte den Versuchungen nicht widerstehen und habe daheim das Eine und Andere eingesetzt. Mit der Zeit habe ich innerhalb der Familie und meines Freundeskreises festgestellt, dass viele Nahrungsmittel zu Krankheiten führen können. Seit einigen Jahren ernähren wir uns, soweit möglich, von den Produkten unseres Gartens. Ich bereite sie relativ unverfälscht zu. Der Geschmack wird unterstützt durch etwas Butter oder gutem Öl, evtl. durch eine Prise Zucker, frische oder getrocknete Kräuter. Fleisch oder Fisch gibt es wie früher einmal pro Woche. Wir legen Wert darauf, beim „Metzger unseres Vertrauens“ zu kaufen oder von einem der regionalen Selbstvermarkter. Dann darf es auch ein wenig mehr kosten.Marmeladenvielfalt

Wir tragen weder Elchpullover und Birkenstock- Sandalen. Wir gehen beide ganztags unseren Berufen nach und freuen uns , wenn wir einen Teil unserer Freizeit im Garten verbringen! Gern trinken wir das eine und andere Glas Wein, wenn nicht Eigenbau, dann aus der Region. Der saisonale Speiseplan lässt jede Mahlzeit zu einem besonderen Geschmackserlebnis werden, da die Gartenprodukte ausgereift und frisch verarbeitet, aber auch bevorratet werden. Wir fühlen uns, kurz gesagt, mopsfidel!

Schön ist es wenn wir am Gartenzaun neue Bekanntschaften machen, die ebenso „verrückt“ sind wie wir.

Erntekorb

Setzt mich im Mai, komme ich glei´ – Kartoffel – Linda

Im letzten Jahr ließen wir uns von der Kartoffelernte verzaubern. Wir hatten von drei Sorten kleine Reihen gelegt. Ein Bamberger Hörnchen hatten wir im Supermarkt als Speisekartoffel gekauft und überwintert. Als zweites hatten wir bei der Baywa ein Kilo Saatkartoffeln gekauft und als dritte Sorte hatten wir eine rotschalige Kartoffel von unserer Nachbarin Dora gesetzt, wie man hier in Hainert sagt: „Setzt mi im Mai – komm i glei“. Im Herbst haben wir dann mit einer Kartoffelgabel die Ernte aus dem Boden gehoben. Dabei hatte sich die Zahl der Knollen verfünffacht. Immer wieder kullerten neue Knollen aus der Erde.

Dies Jahr haben wir uns auf eine Sorte konzentriert und eine Biosaatkartoffel „Linda“ gekauft. Die Beetfläche haben wir verdoppelt und reichlich mit Pferdemist gedüngt. Auch haben wir dies Jahr Furchen vorbereitet. Die Kartoffeln werden zum Überwintern dunkel und kühl aber frostfrei gehalten. Anfang April haben wir die Linda in Kisten vorkeimen lassen. Dazu bekommen sie einen wärmeren Platz und mehr Licht. Jetzt Anfang Mai habe ich sie, da kein Frost mehr zu erwarten war, in die Furchen ca. 5 cm tief in die Erde gelegt. Sobald die Pflanzen gewachsen sind kann die Erde seitlich der Furchen zum Anhäufeln genommen werden.

Kartoffelsuppe

RECIPEPHOTOFOOD

Wenn man Rezepte von Eltern oder Großeltern, nach kocht man nicht nur ein Gericht sondern eine Emotion ein Gefühl eine Erinnerung.
Dies gelingt sehr sehr selten auch wenn man die gleichen Zutaten benutzt wie Muttern. Das Problem bei der Sache ist man kann seit vielen Jahren kochen, sein Hobby zum Beruf gemacht haben, eine Passion verfolgen doch wird man es nie schaffen an die Rezepte unserer Lieben heranzukommen. Die begründet sich wohl darin das wir bestimmte Erinnerungen an die Speisen unserer Kindheit haben. Diese sind verknüpft mit guten aber auch negativen Gefühlen. Für mich ist es zum Beispiel ein Graus Rosinen zu essen obwohl es ja nur getrocknete Weintrauben sind. Wie dem auch sei Erinnerungen kann man nicht nach kochen.

Trotz alle dem probiere ich es immer wieder aus um dann festzustellen das ich auch nach fast 15 Jahren Berufserfahrung immer noch an den Rezepten meiner Eltern scheitere.

Also muss…

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Schafmäuli – Salat

Schafmäuli_RapunzelDen Feldsalat, hier in Hainert nennt man ihn auch „Schafmäuli“, haben wir im Oktober gesät, wir ernten ihn seit Dezember. Ich zerpflücke die kleinen Stauden nicht, sondern entferne die welken Blätter, schneide nur die kleinen Wurzeln ab und wasche ihn 2 – 3 x sehr gründlich. Ein Dressing bereite ich zu aus einem guten Essig, Walnuss – Öl, Honig, Salz, Pfeffer und einer klein gewürfelten Zwiebel. Besonders gut schmeckt dazu ein Pastinaken – Sellerie – Kartoffel – Stampf und Spiegelei.

Aussaatplan für 2013

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Nachdem der Garten im Spätherbst abgeräumt war, habe ich die 2012 angebauten Gemüse auf einen Grundriss übertragen. Unter Berücksichtigung der Fruchtfolge und Verträglichkeit der Gemüse untereinander beschriftete  ich farbige Etiketten mit den Gemüsesorten für das Jahr 2013 und ordnete sie den Beeten zu. Als Laie habe ich mich an diversen Ratgebern orientiert. Entscheidend sind letztendlich die eigenen Erfahrungen mit den Klimaverhältnissen, der Vegetationszeit, den verträglichen und unverträglichen Nachbarn, die Pflanzenfamilien usw. In 2012 habe ich beispielsweise im Tomatenbeet im Frühjahr Petersilie ausgesät (gute Nachbarschaft mit Tomaten). Gleich im April setzte ich diverse Salate vor die Tomatenreihe. Wir haben somit den Platz frühzeitig genutzt und damit Unkraut, pardon, Wildkräuter vermieden.DSCF3141