Spätsommer im Küchengarten

Ende August und die Ernte läuft auf Hochtouren…täglich werden Tomaten gedörrt, gekocht oder eingefroren., Zucchini und Auberginen eingelegt, eingefroren oder gegrillt.

Unsere Zwetschgen sind in diesem Jahr vielfach voller Würmer, die Birnen machen Pause und die Äpfel fallen zeitweise angefault herunter. Wir hoffen auf die späten Äpfel…Wir wollen aber nicht klagen, es gab Erdbeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren und jetzt noch reichlich Himbeeren, Brombeeren und Holunder.

Was an Obst fehlt, gibt es heuer an Gemüse…Kohlrabi, Wirsing, Buschbohnen, Mangold, Gelbe Melde waren schon sehr gut, sogar ein paar dicke Brummer von Kartoffeln! Jetzt kommen noch Stangenbohnen, Möhren, Pastinaken, Lauch, Rotkohl, Palmkohl, Fenchel, Paprika…..und Rote Beete. Also packen wir es an, es gibt viel zu tun!

Ach ja, die Quitte hängt voll – da werde ich mir überlegen, was ich daraus Schönes zaubern kann.

Besonders gut und reichlich…Fliegen, Stechmücken usw……wir haben gerade Fliegenfenster in Auftrag gegeben, es ist nicht mehr zum aushalten 😦

Dennoch – all das möchte ich nicht missen! Wünsche Euch schöne Gartentage!

 

Spätsommer oder schon Frühherbst??

Die Reife der Frühäpfel, der Frühzwetschge und die Blüte der Herbst-Anemonen  verkünden den Spätsommer. Die einsetzende Reife der Holunderbeeren und die Blüte der Herbstzeitlosen, von einem FB-Freund neulich in den Haßbergen fotografiert, melden den Frühherbst. Auch bei uns finden wir die untrüglichen Anzeichen….

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Der Frühapfel ‚Jakob Fischer‘ ist schon abgeleert, die meisten sind bereits wegen der Hitze und Dürre abgefallen. Diese Äpfel kann man nur ein paar Tage lagern, danach werden sie mehlig. Am besten schmecken sie, wenn sie pflückreif sind. Ich habe Apfelkuchen gebacken und eingefroren und auch einige Behälter mit Apfelmus und Kompott eingefroren. Zum Mosten eignen sie sich nicht gut, die Keltereien nehmen sie nicht.

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Die Zwetschgen ernten wir jetzt, täglich etwa 5 -7 kg, bei mehr Gewicht streikt  die Tiefkühltruhe! Nach und nach kann ich dann später bei trübem Wetter Pflaumenmus kochen 😉

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An Gurken und Zucchini herrscht immer noch kein Mangel! So schnell wie sie wachsen, kann ich sie kaum verarbeiten. Wie unterschiedlich doch die Jahre sind…

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Am vorletzten Sonntag dann kamen dann Achim und Volker zu uns. Wir hatten sie ja bereits vor einiger Zeit in ihrem Garten besucht. Bei wieder traumhaft hohen Temperaturen haben wir jetzt unseren Garten gezeigt. Bei Apfelkuchen und Sahne in der Gartenlaube ging die Zeit wieder sehr schnell vorbei! Zu schön, wenn man seine Gartenlust teilen kann! Ein hübsches und praktisches Mitbringsel ziert jetzt meine Küche 😉 – eine Knoblauchdose!!! Wir werden uns sicher im nächsten Jahr wieder sehen!

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Und was machen unsere Hühner bei dem Wetter?? Da Tiere schlau sind, verkrümeln sie sich in den Schatten (genau wie ich jetzt 😉 )……

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August – der Blick in den Garten

Bisher hat der August als Sommer – und Ferienmonat ziemlich enttäuscht. Zwar sind Stauden und Wiese in frischem Grün attraktiver als in den Jahren zuvor, allerdings vermissen wir laue Sommerabende im Garten. Die Rosen haben einen tüchtigen Wachstumsschub gemacht und erfreuen uns mit üppiger Blüte. Die Spätsommer-Stauden in allen nur denkbaren gelben Farbtönen strahlen um die Wette! Ein guter Kontrast ist die violette Spinnenblume, die ich im Juni erst ausgesät habe. Der weiße Phlox lockt die Schwärmer und die Holzbienen sind nach wie vor beim Muskateller-Salbei zu finden.

Die Reben in tiefem Blau brauchen noch einige Zeit zu reifen. Kürbisse  Hokkaido und Muscat de Provence legen ordentlich zu! Ein kleines Holzbrettchen als Unterlage verhindert Fäulnis. Auberginen, Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini, Buschbohnen und Feuerbohnen und Neuseeländer Spinat werden laufend geerntet und gleich verarbeitet. Nachdem der Kohl jetzt viel Regen bekommen hat, ist er auch recht tüchtig gewachsen.

Pfirsiche, Birnen, Äpfel und Zwetschgen wandern entweder in den Bauch oder werden zu Kompott, Marmelade oder Kuchen.

Aber wir haben auch Misserfolge gehabt: die Sache mit der chinesischen Kartoffelkiste war nicht so erfolgreich. Ob es an der Sorte lag? Oder vielleicht doch zuwenig Sonne und zuwenig Wasser? Stattdessen haben wir aber jetzt tollen Humus, der durch die Kartoffeln wunderbar locker geworden ist!

Die Weintrauben im Hof mussten wir wegen Mehltau entfernen, hier war das Laub sicher zu üppig und dicht. Die weiße Weinrebe im Garten hingegen sieht sehr gesund aus – die hatten wir im vergangenen Jahr wegen Mehltau schneiden müssen. So liegen Erfolg und Misserfolg dicht beieinander 🙂

 

Die schönste Zeit im Jahr – die Baumblüte

DSCF4055Der Winter ist noch lange nicht vorbei und alle freuen sich auf das Frühjahr, besonders auf die Zeit der Obstblüte. Wohl dem, der in einer Region mit vielen Streuobstwiesen wohnt! Die Blütezeit der Obstbäume beginnt mit dem Pfirsich Mitte April und endet mit der Quitte Mitte/Ende Mai.

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Erntezeit – und immer noch kein Ende in Sicht

Die Zwetschgenbäume sind abgeerntet. Ca. 46 kg sind im Vorrat, teils als Pflaumenmus, teils als Likör und der Löwenanteil in der Tiefkühltruhe. Der Rest von 20 kg ist unter lieben Freunden verteilt worden.

Die Beerenzeit neigt sich dem Ende: Brombeeren und Himbeeren habe ich alle paar Tage gesammelt, ein wenig genascht und die verbliebenen sofort eingefroren.

Die Kräuter in der Kräuterspirale sind schon wieder nachgewachsen, jetzt kann ich wieder frisch gezupfte in der Küche verwenden.

Neben Tomaten, Auberginen und Paprika ist das Wurzelgemüse stark im Kommen! Jetzt wird es Zeit, die Sellerieknollen immer mal wieder mit einem langen Messer zu umstechen, damit die Kraft nicht in die Wurzeln geht und Knollen tüchtig an Umfang zunehmen. Diesen Rat einer lieben Nachbarin habe ich im vergangenen Jahr angenommen und auch umgesetzt. Der Erfolg war phänomenal: solch große, kräftige Knollen hatte ich vorher nie!

Der Neuseeländer Spinat macht sich jetzt in den Hochbeeten breit – alle 3-4 Tage knipse ich die Spitzen ab. Auf diese Weise verzweigen sie sich und bilden reichlich neue Triebe. Die geernteten Blättchen wasche ich kurz, blanchiere sie und friere sie dann, zu Bällchen geformt und ausgedrückt ein. Die erste Portion kommt aber am Erntetag  gleich auf den Tisch!

Der Porree kommt jetzt richtig in Fahrt – der Regen hat ihm gut getan!

Ein Zwetschgenkuchen der besonderen Art..

Für den heutigen Sonntag wollte ich einen Zwetschgenkuchen backen – ein großes Blech mit viel Obst und knusprigen Streuseln!  Als ich das Blech bestückt hatte, wollte ich es in den vorgeheizten Ofen schieben, öffnete die Klappe und – was war das? Das Blech passte gar nicht?!

Ich hatte wohl vergessen, dass der Backofen und Kochfeld im vergangenen Monat ausgetauscht wurde und der jetzige Ofen andere Maße hat! Das Blech war auf jeden Fall einige cm zu breit für den Ofen. Was tun?

Ich habe das Blech zur rechten Seite gekippt. Nach 5 Minuten floss die Teigmasse samt Zwetschgen und Streuseln abwärts. Was nach unten rutschte, musste letztendlich wieder zurück. Also holte ich das Blech heraus und schob es wieder rein, diesmal zur linken Seite gekippt.

So verbrachte ich eine geraume Zeit am Backofen. Als der Teig sich langsam verfestigte, holte ich nach und nach einen Flecken nach dem anderen aus dem Ofen, setzte diese auf das passende Blech und konnte den Kuchen endlich fertig backen.

Dieser Vorgang dauerte einschließlich Säuberung ca. 3 Stunden, aber das Ergebnis war köstlich!

Zwetschgen, unsere Pflegemaßnahmen

Zwetschgen

Zwetschgen

Unsere fünf alten Zwetschgenbäume haben dies Jahr sehr reichlich getragen. Dies war vor zwei Jahren auch so, im letzten Jahr war der Ertrag deutlich geringer – offenbar ein zweijährige Rhythmus. Dabei war uns der Befall unterschiedlichster Schädlinge aufgefallen. Von den geernteten Früchten ist heute ca. jede dreißigste Zwetschge befallen, also ca. 3%. Davor hatten sie verschiedenste Krankheitszeichen: Der Neuaustrieb hatte durch den Befall von Blattläusen eingerollte Blätter mit weißem Belag, zwischen den heranwachsenden Zwetschgen zeigten sich abnorme bananenförmige Früchte – ein spezieller Schädlingsbefall, der in herabgefallenen Früchten überwintert, und schließlich den Wurmbefall der reifen Früchte. Grundsätzlich möchten wir auf den Einsatz von Spritzmitteln verzichten, um aber einen gesunden Bestand zu erhalten haben wir verschiedene Maßnahmen ergriffen, die zu der gesunden Ernte beigetragen haben.

  • Im letzten Herbst wurden Leimringe an den Stämmen angebracht, die im Frühsommer erneuert wurden. Da die Leimringe noch von den Ameisen unter der gefurchten Borke unterwandert werden, werden wir diese Schlupflöcher mit Leimpaste verstopfen.
  • Vor der Blüte wurde gegen beißende und saugende Insekten gespritzt.
  • Die „bananenförmigen“ Fruchtansätze wurden konsequent abgepflückt und im Hausmüll entsorgt.
  • Herabgefallene Früchte, die nicht verarbeitet werden, werden aufgelesen und im Hausmüll entsorgt, nicht auf dem Kompost.
  • Früchte gleich nach der Ernte unter fließendem Wasser abspülen, um die Mikroorganismen, die die Zersetzung einleiten, zu entfernen.

Mit diesen Hygienemaßnahmen hoffen wir den Befall in den Folgejahren zu reduzieren und möglichst auf das Spritzen zu verzichten.  Diese Maßnahmen sind zwar arbeitsaufwändig und erfordern eine konsequente Durchführung, haben aber bei der Bekämpfung von Unkräutern in den Beeten auch sehr gute Ergebnisse gezeigt.

Tomaten, Chili, Zwetschgen…

In Sachen Ernte laufen wir zur Hochform auf. Ein Gartenrundgang ohne Ernte ist momentan nicht denkbar. In der kommenden Woche wird es deutlich kühler – dann gibt es Zeit für das Verarbeiten und Bevorraten. Zwetschgen gibt es in diesem Jahr reichlich, sie zeigen nur wenig Wurmbefall. Dies führen wir auf den Einsatz von Leimringen zurück.