Severino Prosdocimi – Kunst und Garten

Durch die Vermittlung von Camilla Zanarotti hatten wir die Gelegenheit, den einzigartigen Garten des Künstlers Severino Prosdocimi zu besuchen. Sein schmales Haus mit Tür, Fenster links und Fenster, insgesamt rechts ca. 8 Meter breit, machten uns neugierig. Severino begrüßte uns herzlich und führte uns geradewegs durch das Haus in den Garten..

Die Tiefe des Gartens, das Murmeln des Wassers, das sich in ein langgestrecktes Becken ergoß und in einem engen Kanal mündete, in dem sich auch Goldfische wohl fühlten. Die Fülle an Details, Vasen, Töpfe und Grünpflanzen in allen nur denkbaren Variationen machten uns sprachlos.

Immer wieder ergaben sich neue Blickwinkel…

Sämtliche Fundstücke aus dem Haus hat Severino zu einem Gartenkunstwerk zusammengestellt und arrangiert. Ein Bilderrahmen mit den Aufnahmen des vor 12 Jahren vorgefundenen Gartens läßt erahnen, mit welcher Energie er sein Projekt umgesetzt hat…

Jeder Raum, den wir durch ein Tor betreten, ist eine neue Welt. Es gibt Früchte, die wir kosten und wir stellen uns vor, wie Ende April die Rosen blühen und uns mit ihrem Duft verzaubern.

Überall gibt es Sitzplätze, wir lassen uns nieder und genießen…

Von den Häusern links und rechts ist nichts zu spüren, es ist eine ganz eigene Welt, die er sich geschaffen hat. Die Schattenräume sind erfrischende Erholungsräume von der Hektik des Alltags. Danach zeigt uns der Künstler seine Arbeiten aus verschiedenen Schaffensperioden. Mir fällt die selbst gestaltete und phantasievolle Innenarchitektur besonders ins Auge – wirklich ein Gesamtkunstwerk!

Wir bedanken uns für die Zeit und die interessante Führung bei Severino und hoffen, ihn bald wieder zu besuchen…zur Rosenblüte!

Der Garten von Anita Rau in Frickenhausen

Es gibt Gärten, da tritt man ein und ist einfach still……

Der Garten von Anita Rau und Ulrich Seifert in Frickenhausen, nahe Ochsenfurt, stand schon lange auf unserer Wunschliste. Viele haben darüber berichtet und unsere Neugier geweckt. Am frühen Nachmittag standen wir in diesem wunderbaren Garten, dessen alte und übermannshohe Gehölze und die saftiggrüne Rasenfläche schon den gewissen Reiz ausübte.

Nach der Hitze der vergangenen Tage freut man sich doppelt, so ein feines Kleinod aufzusuchen. Die sorgsam geschnittenen Gehölze, kleine Farbtupfer durch einige Rosenbüsche, dezentes Weiß der Hortensien zwischen den Blattschmuckstauden – alles das, was einen Schattengarten ausmacht. Gleich am Anfang erkennt man schon weiter hinten das ehemalige Hühnerhäuschen, dahinter der Nutzgarten zwischen vielen Rosen, zweifellos ein Blickfang – das muß man einfach liebhaben…

Überall gibt es zwischen schönen Buchskugeln Vogeltränken, Vogelhäuschen, kleine Teiche…

An den Details erkennt man das Gespür für Formen und Strukturen, gepaart mit Fantasie und handwerklichem Geschick. Das Wohnhaus liegt am Hang – um vom Garten aus ins Haus zu gelangen, gibt es ein paar Stufen, einen kleinen Absatz und danach eine Steintreppe, die auf die Veranda führt…ich fühle mich erinnert an die Landhäuser der 30er Jahre und richtig, das Haus wurde 1936 gebaut. Wir fühlen uns sehr wohl, irgendwie geborgen…die Fensterläden, der Anstrich, die Veranda mit der niedrigen Mauer ringsherum,…..

Ich denke unwillkürlich an die Gärten von Liebermann, Foerster und Nolde und freue mich unbändig, diesen Garten und seine Besitzer kennengelernt zu haben! Und wie erhofft, nimmt man einige Anregungen und Ideen mit und freut sich auf ein Wiedersehen ❤

Ein Schattengarten in Oberfranken

Am Sonntag konnten wir endlich unserer Verabredung mit Inge nachkommen! Einige Fotos in einer Facebook-Gartengruppe hatten mich neugierig gemacht! Schon beim Betreten des Gartens schnupperte ich die feuchte und angenehm frische Waldluft. Entlang unterschiedlichster Gehölze sind Beete angelegt, in denen sich Farne, Hosta, Heuchera und Gräser sichtbar wohlfühlen…..

 

 

Hortensien, Astilben, Bergenien, Sedum etc. runden das Gesamtbild ab. Besonders hübsch finde ich Kirengeshoma palmata, die Wachsglocke.

 

In versteckten Nischen oder halb verborgen unter Laub entdeckt der aufmerksame Betrachter hübsche Objekte, oft von Reisen mitgebracht oder auch Dinge mit Erinnerungswert.  All das fügt sich harmonisch in das Gesamtbild eines verwunschen- romantischen Gartens ein.

 

Immer wieder sehe ich hübsche Kübel, Schalen, Laternen und Rankgitter, die, wie zufällig, ihren Platz gefunden haben. Die Rosen, die hier wachsen, teilweise hoch bis in die Baumspitzen, haben ihre Blüte hinter sich – die werde ich mir im kommenden Jahr unbedingt anschauen!

 

 

Im Schatten einer alten Zeder haben wir uns bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen sehr nett unterhalten und ausgetauscht! Wir bedanken uns herzlich für die Gastfreundschaft und freuen uns auf einen Gegenbesuch im nächsten Jahr zur Rosenblüte….