Endlich Regen – der Garten im Dezember

Kaum zu glauben, aber noch wochen- bzw. monatelanger Trockenheit gab es am letzten Wochenende endlich einmal viel Regen. Heute früh dann  erster Frost – gehen wir doch einmal  hinaus in den Garten….

 

Die Rosen geben ihr letztes Stelldichein und auch die Wildaster ‚Ezo Murasaki‘ zeigt noch Blüten, Euphorbia machen ein gute Figur, wie auch Salvia off.icinalis ‚Berggarten‘ . In einigen Ecken blühen Helleborus niger, die Christrosen. Ich schneide kaum Blumen aus dem Garten, in der Natur leben sie länger und machen mir auch am Fenster  Freude!

Im Küchengarten weiter hinten entdecke ich zu meiner Freude, das es doch noch Palmkohl und Rosenkohl  gibt. Vielleicht wächst er noch etwas….ach, und der Variegata Precoce Romea, ein feiner Wintersalat – auf den freue ich mich besonders, nachdem die Hühner letztes Jahr alles weggeputzt haben!

Endlich Regen…..

Der letzte Tag im April brachte uns ganztägig Sonne, am Maifeiertag noch für ein paar Stunden, aber ab abends kam dann der lang ersehnte, große Regen: 35 Liter innerhalb 24 Stunden, das haben wir lange nicht mehr erlebt! Alle Fässer sind voll, der Teich ist randvoll und Garten und Gärtner freuen sich gleichermaßen!

Am Teich freuen sich Iris und Taglilien über Nass von oben und unten….

 

Im Schattenbeet der Weinlaube scheinen Hosta und Co. förmlich  zu explodieren….

 

Im Küchengarten weiß ich nicht, was schneller wächst: Gemüse oder Unkraut 😉  Sobald der Regen nachlässt, heißt es wieder zupfen!

 

Die Tulpen sind bestimmt um 20 cm gewachsen und die Dichternarzissen öffnen ihre Blüten……..

 

und ich schaue ständig aus dem Küchenfenster, obwohl der Brotteig auf mich wartet!

Im Regen wachsen Stauden und Gemüse bestens

Nach dem trockenen April bringt der Mai reichlich Regen und im Garten wächst alles bestens. Die Blattläuse an den Rosen haben wir zwischendurch mit verdünnter Brennesselbrühe besprüht. Brennesselbrühe haben wir im Verhältnis 1:50 ins Gießwasser gegeben und damit Tomaten, Paprika und Rosen gegossen. Das Licht im Regen ist ein besonderes Schauspiel, das wir hier gern teilen.

Der Mai ist gekommen – Regenwasser, Kompost, Rankhilfen …

Der April war sonnig und meist zu trocken. Wir haben die Zeit genutzt um unseren Garten fit zu machen für den Sommer.

  • Von älteren Nachbarn wird unsere Region in Unterfranken gern als „fränkische Trockenplatte“ bezeichnet. Daher steht bei der Vorbereitung des Gartens die Wasserversorgung an erster Stelle.
  • Durch das Anlegen von Beeten hatten wir bisher reichlich Grassoden von den freigemachten Flächen, die uns Boden für die Hochbeete lieferten. Dies Jahr wollen wir uns mit dem wichtige Thema Kompost beschäftigen. Wie wir feststellen mußten, ein Thema zu dem es viele Meinungen und Verfahren gibt. Wir orientieren uns an den Anregungen und Erfahrungen der Abtei Fulda nach der Methode Bruce und haben uns deren Kräuterpulver „Humofix“ zur Schnell-Humus-Gewinnung zusenden lassen.
  • Die ersten Jahre hatten wir vorhandene Rosen radikal zurückgeschnitten um sie zu einem kräftigen Neuaustrieb anzuregen. Hinzu kamen weitere Rosen. Bei der Beschäftigung mit dem Thema Rosen haben wir unsere Liebe zu historischen Rosen entdeckt, die winterhart sind und einen intensiven typischen Duft verströmen. Die Rosen haben sich gut entwickelt und werden dies Jahr Rankhilfen benötigen. Rechtzeitig vor dem Mairegen haben wir diese gestern aufgestellt.

 

Die große Dachfläche unseres Anwesens sammelt den spärlichen Regen, der über verschieden Fallrohre abgeleitet wird. Ein Teil wird für den Teich genutzt, zwei Dachflächen füllen unsere Regenfässer. Wir hatten das meiste Regenwasser von der westlich ausgerichteten Dachfläche erwartet, hier hatten wir ein 1000 l Fass aufgestellt. Die Erfahrung zeigte jedoch, dass unser 300 l Fass von der nordöstlich ausgerichteten Dachfläche dauernd überlief. So entschlossen wir uns zum Tausch der Fässer. Dadurch mußte unsere bisherige Kompost-Ecke neu gestaltet werden. Bisher hatten wir Sammelbehälter aus gesteckten Brettern. Diese waren mit einer Kantenlänge von 80 cm jedoch zu klein um den Kompost richtig zu erhitzen. Das Kloster Fulda, Christa Weinreich OSB in „Geheimnisse aus dem Klostergarten“ und John Seymour in seinem Buch „Selbstversorgung aus dem Garten“ empfehlen eine Fläche von 2 x 1 m. Daneben sollte Platz sein für Sammelstellen von vertrockneten Stauden, altem Kompost und Mist. Zusammen mit frischem Grün soll jetzt im Mai der erste Kompost geschichtet werden und mit dem Kräuterpulver „Humofix“ zur heißen Kompostierung gebracht werden. Das Regenfass wiegt befüllt 1 t und ist zwischen diesen Haufen platziert. Da lag es nahe, ein stabiles Fundament aus einem Bordstein und Betonkübeln zu errichten, durch das das Fass für die Befüllung der Kannen in eine komfortable Höhe kommt.

Lange hatten wir über verschiedene Lösungen der Rankhilfen nachgedacht und ausprobiert. Für die Rosen sollte ein einfaches, natürliches Material den Rosen nicht die Schau stehlen. So sind geschälte Fichtenstämme vom Sägewerk preiswert und passend um daraus Rankhilfen zu bauen. Dabei wurde auch ein einfacher Rosenbogen erstellt, der in der Sichtachse das Gartenzimmer Küchengarten abschließt. Die Gartenräume sollen, entlang der Sichtachse durch Tore, bzw. Rosenbogen betreten werden. Es wird also ein weiterer Bogen zur Straßenseite folgen und dann ein Durchschreiten der Gartenräume erlebbar machen. In unserem Garten sind natürliche Materialien verwendet. Für die Tomaten hatten wir bisher Metallspiralen, an denen die hochrankenden Sorten oft unter ihrem Gewicht abrutschten. Beim Besuch im Sägewerk fanden wir sägeraue Kanthölzer, die im Weinbau verwendet werden, gern aber auch für Tomaten genutzt werden. Eine preisgünstige Lösung, die zudem auch optisch besser zu unserem Garten passt.

Regen bringt Segen

Typisches Aprilwetter mit Sonne, Wind, Regen und Gewitter bekamen wir gestern geboten. Die Natur freut sich, gibt ihr der Regen einen guten Schub an Wachstum!

 

Der Garten im April

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Nach unserem Besuch in Potsdam hatten wir reichlich zu tun: Beete erweitern, Beikräuter entfernen und die neuen Hemerocallis aus dem Foerster-Garten und von Christine an den Teich setzen. Ecchinacea, Achillea ptarmica (die Schafgarbe), das Lungenkraut und die Glockenblumen von Lena wurden in den Staudenbeeten verteilt.

Die Gemüsebeete wurden gesäubert, Salate, Rotkohl, Spitzkohl und Blumenkohl gesetzt. In das Frühbeet konnten wir jetzt Tomaten, Paprika und Auberginen und die Zucchini von Andrea setzen. Die Steckzwiebeln und die Petersilie im Herbst gesetzt, haben sich prächtig entwickelt. Die Erbsen sind jetzt 4 Wochen in der Erde und die Puffbohnen seit Mitte Februar.

Die Gemüsebeete sind knochentrocken, der Regen fehlt enorm. Alle 3-4 Tage gießen wir mit Brunnenwasser, so dass sie das Nötigste bekommen.

Die letzten zwei Nächte ging das Thermometer unter Null – bis jetzt kein Problem für uns, da unser Garten einerseits durch die Sandsteinmauer und andererseits durch das Haus geschützt wird. Trotzdem kontrollieren wir unsere Obstbäume, Sträucher und Rosen. Die historischen, alten Rosen sind winterfest und wenn sie nicht gerade frisch gepflanzt sind, macht ihnen so ein Frost nichts aus!

 

 

Es ist doch erstaunlich, wie weit die Natur schon ist…