Halbzeit im Garten

 

Zwischendurch habe ich das Gefühl, es wird Herbst…Vielleicht liegt es am Wetter, aber diese krassen Gegensätze machen mich irgendwie fertig. Entweder regnet es wie aus Eimern oder die Sonne sticht – egal! Wir schauen mal, wie es bei uns im Garten aussieht.

Am Teich kommen jetzt Helianthus salicifolius und das Eupatorium in Fahrt….

 

Unser Wein legt zu. Die Triebe haben wir inzwischen eingekürzt und die Trauben schön verpackt. Das ist ein prima Schutz vor Wespen und sonstigem Getier. Für die Vögel haben wir hier und da noch ein paar Beeren gelassen 😉

Im Obstgarten sind Erdbeeren, Josta-Beeren, Johannisbeeren rot und schwarz und Stachelbeeren bereits geerntet und verarbeitet. Kirschen fielen dem Frost zum Opfer, aber unsere liebe Dora hat glücklicherweise auf ihrer Streuobstwiese noch zwei Bäume, die ganz gut trugen.  Also rauf auf den Baum und Kirschen gepflückt!  Himbeeren ernten wir laufend und die Brombeeren sind noch nicht soweit….Dafür fiel schon allerhand an Gemüse an: Erbsen, Kohlraben, die ersten Wirsingköpfe, Blumenkohl, Melde und Mangold sind schon im Kälteschlaf. Zwiebeln, rot und gelb hängen in Säcken in der Scheune. Erste Gurken und Tomaten sind reif und vom Salat mag ich gar nicht erzählen…..

 

Im Staudengarten merkt man deutlich die Umpflanzaktion im letzten Jahr. Alles braucht länger und immer wieder kontrollieren wir, ob alles auch überlebt hat 😉  Insgesamt  aber sind wir bisher zufrieden und notieren aber auch schon wieder, wo Änderungen nötig sind. So haben wir jetzt noch Hemerocallis ins Beet gepflanzt, weil Anfang Juli nicht all zuviel blüht…

 

 

Der Gräserpfad sieht schon vielversprechend aus……wir hatten keine Ausfälle und sind auch froh über den Regen der letzten Wochen!

 

Beim nächsten Mal treffen wir uns im Hof und schauen uns den Duft-und Kräutergarten , das Herbstbeet und das Schattenbeet an.

Und denkt daran:  Auch die Pause gehört zur Musik!

Herbst und Ernte im fränkischen Bauerngarten

Der Herbst begann mit stürmischem Wetter, Sonne und Wolken wechselten sich ab und nachts wurde es schon ganz schön kalt! Die Gräser und Herbstastern haben während des Sommers ziemlich gelitten und sind im Wachstum daher zurückgeblieben. Nach einigen Tagen mit schönem Landregen haben sie sich langsam wieder erholt, wenn sie auch nicht mehr alles einholen können!

 

Mengen von Äpfeln und Zwetschgen sind abgeerntet und im Lagerraum verstaut. Quitten hängen noch, es werden jetzt jedes Jahr ein paar mehr – für Quitten-Marmelade und Quittenlikör wird es reichen….

 

Mit meiner Tomatenernte war ich nicht so recht zufrieden – zu viele kleine Sorten hatte ich ausgesät und große Fleischtomaten, die lange bis zur Reife brauchen. Ich habe sie nach und nach geerntet und, was nicht sofort verzehrt wurde, schließlich eingefroren. Mit Zucchini und Gurken hätte ich allerdings einen Laden eröffnen können! Durch den Tausch mit einigen Freunden hatte ich verschiedene Stangenbohnen gelegt, eine schöne Mixtur aus aller Welt.  Jetzt erst haben sie ordentlich zugelegt. Erste Ernte ist bereits im Vorrat.

 

Der Wein ist im Fass! Gelesen, gewaschen und entrappt, gestampft und eingemaischt. Kurz vor Weihnachten pressen wir ab! Ausführlich haben wir das bereits in den Vorjahren beschrieben.

 

Neben den Erntearbeiten gibt es im Staudengarten und im Duft- und Kräutergarten im Hof einiges zu tun. Das durch den Regen schnell gewachsene Unkraut wird entfernt, damit Platz gemacht für die neuen Tulpenzwiebeln…Momentan sind wir noch mit unseren Baumaßnahmen im Hof beschäftigt – ein Bericht folgt 😉

Ernte in unserem fränkischen Garten Eden

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Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage, denn er fordert das, was in unserer Gesellschaft am kostbarsten geworden ist: Zeit, Zuwendung und Raum.

Dieter Kienast

Aber es lohnt sich!            

Der wichtigste Aspekt ist die Qualität der Gemüse und Obstsorten: unbehandeltes, vollreifes und knackig-frisches Gemüse und Obst! Ein Sortiment, das Seinesgleichen sucht..

Das Gartenjahr hat uns im Umgang mit der Natur viel Entspannung gebracht und nicht zuletzt eine gute Ernte. Wir wollten wissen, wie viel wir auf ca. 100 qm reiner Nutzfläche anbauen und ernten können und haben daher unsere Erträge aufgelistet. Unberücksichtigt sind, da noch im Garten: Endivien, Pastinaken, Knollensellerie, Rote Rüben, Lauch und alle Kräuter.

Und hier ist unsere Liste (anklicken):    Ernte 2013

Weinlese, Keltern und Weingärung

Die Geschmacksprobe unserer Trauben aus der Weinlaube war noch nicht überzeugend, die richtige Süße fehlte eigentlich noch. Da aber die einsetzende Regenperiode und Amseln, die auch vor Netzen nicht Halt machten, den erhofften Ertrag dahin schmelzen ließen, entschlossen wir uns vor einer Woche, die Trauben am Sonntag zu ernten und zu verarbeiten.

Dazu wurde am Freitag ein Hefeansatz vorbereitet, also die kleine Menge Reinzuchthefe, die wir erworben hatten, sollte vermehrt werden. Dazu wurde 0,5 l gewöhnlicher Apfelsaft in eine Flasche gefüllt, die Hefe hinzu gegeben und die Flasche mit Watte verschlossen. Die bei der Gärung enstehenden Kohlendioxid-Gase sollten dadurch entweichen können. Um den Zuckergehalt, der für den späteren Alkoholanteil entscheidend ist, zu messen, sollte man über eine Oechsle Waage verfügen, auf die wir dies Jahr nochmal verzichtet haben. Der Alkoholgehalt ist für die Haltbarkeit des Weines entscheidend. Daher haben wir uns an einem Rezeptbeispiel orientiert und eine Zuckerlösung, auch Läuterzucker, angesetzt. Diese hatte das Verhältnis 4 l Wasser und 1 kg Zucker. Diese Lösung haben wir am Samstag Abend aufgekocht, so dass sie am Sonntag Zimmertemperatur hatte.

So wurde am Sonntag nach dem Frühstück die Weinlese begonnen und war bald in Schüsseln aufgeteilt. Die Früchte wurden gewaschen um sie von den Mikroorganismen, wie Hefen und Essigpilzen, zu befreien, wie sie in der Luft vorkommen. Dann wurden die Trauben von den Stengeln entrappt. So kamen knapp 22 kg Trauben zusammen. Während dieses Entrappens übernahm Reinhard das Stampfen der Trauben – dies sollte nicht mit einem Mixer geschehen, der Most könnte zu fein sein und kann dann nicht mehr gepresst werden, außerdem sollen die Kerne unversehrt bleiben, sie beeinträchtigen sonst den Geschmack. Mit den vorhandenen Küchenstampfern ging dies sehr gut mit dem gewünschten Ergebnis.

Die Maische, wie nun der Saft mit gestampften Früchten heißt, wurde in unser 60 l Fass gefüllt. Zur Erleichterung des Pressens und zur bessern Saftausbeute gaben wir noch das Fläschen Antigeliermittel, 50 ml, hinzu. Alle Früchte enthalten einen Stoff, das Pektin, der zum Gelieren des offenen Fruchtfleisches führt. Dieses Pektin muss aufgeschlossen werden um das Austreten des Saftes aus den Zellen zu ermöglichen. Damit der Most nicht braun wird oder sich unerwünschte Keime während dieses Prozesses in den Saft einschleichen, gaben wir noch 2 g Schwefel hinzu. Über Nacht hatte der Most Ruhe, um sich auf das Pressen vorzubereiten.

Am Montag wurde die Presse aufgestellt und der Most in den Presssack geschüttet. Schon dabei rann soviel Saft heraus, so dass beim abschließenden Pressvorgang nur noch wenig heraus floss. Der übrig gebliebene Trester kam dann auf den Kompost.

Den Saft, 18 l, füllten wir in unser 30 l Gärfass. Da wir den Hefepilzen noch etwas Gutes tun wollten gaben wir noch 6 g Nährsalz hinzu, das wir in 0,5 l Saft gelöst hatten. Jetzt kam die wichtigste Zutat, der Hefe-Gäransatz. Dieser hatte bei 20° C schon Schaum gebildet, die Gärung hatte also erfolgreich eingesetzt. Alle diese Zugaben wurden selbstverständlich ordentlich verrührt, um eine gleichmäßige Verteilung zu erzielen. Auf das Gärfass, das zuvor mit einer leichten Schwefellauge steril gemacht wurde, kam nun der Gäraufsatz über den die Kohlensäure während der Gärung entweichen sollte. Wichtig für die Wahl des Gärgefäßes ist es, dem entstehenden Schaum genug Raum zu geben. Je nach Temperatur kann die Gärung sehr stürmisch verlaufen. Daher sollte der Behälter nur 4/5 befüllt werden. Nun steht unser Gärfass im Regal bei konstanten 20° C und wir erwarten den Beginn der Gärung, der mit einem „Blub“ vom Gäraufsatz zu hören sein wird. Das Regal ist so bemessen dass, in spätestens 90 Tagen beim Abziehen der Helfe durch den Ablaufhahn, der Behälter nicht mehr bewegt werden muss. So soll vermieden werden, dass die Hefe, die sich am Boden abgesetzt hat, verwirbelt wird. Zum Schluss haben wir noch alle Daten in ein Weinprotokoll eingetragen, um im nächsten Jahr die Qualität zu verbessern.

2013_09_18 Weinprotokoll

Jetzt heißt es Geduld haben – aber die Vorfreude ist ja die schönste Freude – hoffentlich natürlich auch unser Wein.

Stippvisite nach Kitzingen und zur Volkacher Mainschleife

Für unsere Weinherstellung benötigten wir noch einige Dinge vom Traditionsunternehmen Arauner aus Kitzingen. In der Nähe des Rosengartens entdeckten wir diese attraktive Straßenbepflanzung:

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Es ist von Kitzingen nicht weit bis zum Weinort Volkach. Hier, im Fränkischen Weinland, macht der Lauf des Mains eine Biegung. Er vollzieht hier seine Schleife und fließt in Richtung Nordheim und Escherndorf um die Weininsel hinab nach Sommerach und Schwarzach. Die Landschaft am Main entlang ist idyllisch; ein naturbelassener Fluss und rundum Weinberge.

Hier in den Lagen entsteht der Wein, der die Frankenweinliebhaber begeistert.

Erntezeit

Hochsaison im Garten und in der Küche! Mehrmals täglich kommen wir mit Körben voller Obst und Gemüse aus dem Garten ins Haus. Pfirsiche, Tomaten, Basilikum, Auberginen, Paprika, Äpfel, Birnen, Kürbis u. v. m. ………Am Wochenende werden die Pflaumenbäume abgeerntet, um dann gleich verarbeitet zu werden: Kuchen, Marmelade, Likör und der Rest wandert in die Tiefkühltruhe. Der Wein ist gelichtet worden, überflüssiges Laub entfernt, um den Zuckergehalt der Trauben durch das Sonnenlicht zu steigern. Da wir beide auch unserem Beruf nachgehen, fehlt jetzt ein wenig Zeit zum bloggen..

Rebschnitt 2013

Den Rebschnitt hatte ich an einem sonnigen Februartag vorgenommen. Dabei habe ich nicht alle Triebe zurück geschnitten. Erst nach den letzten Frösten der Eisheiligen wurden die Reben fertig geschnitten und die Austriebe auf die Hälfte reduziert, so dass jetzt ca. alle 30 cm ein neuer Trieb kommt. Diese haben jetzt schon die Gescheine, Blütenansätze.