Endspurt

Kaum sind die Weihnachtstage vorüber, geht es gleich in die nächsten Feierlichkeiten. Wie und wo man sie begeht, ist immer wieder spannend zu erfahren. Die Parties der 1970er Jahre sind lange vorbei (man erinnert sich doch noch dunkel an die Partykeller), ein paar Jahre später ging es in die angesagten Discotheken der Düsseldorfer Altstadt bis man schließlich, inzwischen unter der Haube und mit Kindern gesegnet, zuhause mit Freunden feierte.  Für mich als Hotelfachfrau waren diese Tage, inzwischen wieder zurück im Beruf, immer Großkampftage! Seit ein paar Jahren kann ich diese Tage in aller Ruhe wieder zuhause verbringen – nichts kann schöner sein, als mit dem geliebten Partner gemeinsam Musik zu hören, einen kleinen Imbiss zu sich nehmen, um Mitternacht herauszugehen, mit den Nachbarn anzustoßen, und schließlich wohlbehalten und sicher ins eigene Bett zu fallen…….

Wir wünschen Euch allen einen schönen Jahreswechsel, feiert still oder laut, aber feiert! Wir lesen uns wieder in 2018!

Zwischen den Jahren

Die Zeit zwischen den Jahren, damit bezeichnet man heute die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester/Neujahr. Ursprünglich waren damit die zwölf Rauhnächte gemeint. Diese magische Zeit ist voller Legenden, Märchen und Mythen. An Rauhnächten führen die Menschen bis heute altbekannte Rituale durch wie das Bleigießen, das Räuchern der Häuser und Ställe oder das Sternsingen am 6. Januar.

Wer wie wir, nicht unbedingt daran glaubt, hält trotzdem noch an einigen Dingen fest:  Ordnung schaffen, gute Vorsätze überlegen, letzte Rechnungen begleichen, Pläne für das neue Jahr machen….wie sieht es bei Euch aus??

Jahresausklang

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Silvesternacht

Und nun, wenn alle Uhren schlagen,
So haben wir uns was zu sagen,
Was feierlich und hoffnungsvoll
Die ernste Stunde weihen soll.

Zuerst ein Prosit in der Runde!
Ein helles, und aus frohem Munde!
Ward nicht erreicht ein jedes Ziel,
Wir leben doch, und das ist viel.

Noch einen Blick dem alten Jahre,
Dann legt es auf die Totenbahre!
Ein neues grünt im vollen Saft!
Ihm gelte unsre ganze Kraft!

Wir fragen nicht: Was wird es bringen?
Viel lieber wollen wir es zwingen,
Daß es mit uns nach vorne treibt,
Nicht rückwärts geht, nicht stehen bleibt.

Nicht schwächlich, was sie bringt, zu tragen,
Die Zeit zu lenken, laßt uns wagen!
Dann hat es weiter nicht Gefahr.
In diesem Sinne: Prost Neujahr!

Ludwig Thoma
(1867 – 1921), deutscher Erzähler, Dramatiker und Lyriker