Unser Gartenteich

Bereits im November hatten wir über unseren Plan der Teicherweiterung berichtet. Der milde Winter hat es uns ermöglicht, Pflanzen übergangsweise zu versetzen und  die Forsythie zu entfernen. Etwa zeitgleich mit den Dacharbeiten fingen wir an, den Teich zu leeren,

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die Seerosen, das Hechtkraut und die Schwanenblume umzuquartieren.

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Die Libellenlarven haben wir sorgsam eingesammelt,

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um sie später wieder in den Teich zu geben. Die alte Folie haben wir entfernt und den darunter liegenden Sand heraus geholt und gelagert.

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Jetzt kam der anstrengendste Teil:  Erde, knochentrocken und ab 70 cm Tiefe nur aus Stein, musste heraus gegraben werden, um ein neues Teichprofil zu formen: eine große, langgezogene Flachwasserzone von 0 – 20 cm, seitlich mit einer Stufe bis auf 50 cm Tiefe und letztendlich der tiefe Bereich bis knapp 100 cm.

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Nachdem der Sand und die Folie eingebracht waren, wurden 2 Tonnen ungewaschener Mainkies 16/32 mm aufgefüllt auf ca. 5 cm. Jetzt durften auch die Seerosen wieder in den tiefen Bereich. Langsam füllten wir die erste Stufe mit Leitungswasser. Mit einem Drainagerohr bauten wir eine Kapillarsperre: die Folie wurde über das Rohr gezogen und in einer sich anschließenden Mulde mit Kies gefüllt. Die Ränder der Folie werden erst später geschnitten, wenn der Teich sich endgültig gesetzt hat. Diesen Vorgang haben wir leider nicht fotografiert, weil es zu Zweit äußerst anstrengend war.

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Dann pflanzten wir Pontederia cordata , das Hechtkraut und Butomus umbellatus, die Schwanenblume in die vorgesehene mittlere Stufe.  Wieder wurde Wasser zugeführt. Zum Schluss setzten wir noch Lythrum salicifolia, den Blutweiderich und Caltha palustris, die Sumpfdotterblume in die Flachwasserzone ein.

Am nächsten Tag füllten wir den Teich bis zum Rand und entdeckten voller Freude die ersten Wasserschnecken und eine Reihe von Molchen, die sich im Wasser tummelten.

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Für die Uferrandbepflanzung nahmen wir zunächst bereits vorhandene Stauden und Gräser: Hakonechloa macra ‚Aureola‘ , Eupatorium fistulosum ‚Riesenschirm‘, Bergenia, Alchemilla mollis, Iris sibirica, Hosta, Arum italicum (von einer lieben Gartenfreundin), Helianthus salicifolius und einige Hemerocallis. Das angrenzende Taglilienbeet bietet jetzt einen schönen Abschluss.

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In den nächsten Wochen werden wir noch einige Iris laevigata aussuchen, da Iris pseudachorus, die gelbe Sumpfiris so entsetzlich wucherte. Mit einigen Steinen, etwas Kies und mit evtl. etwas Totholz werden wir den Folienrand abdecken. Wir werden berichten und dann auch ein paar erste Bilder einstellen.

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