Petra Pelz – Gartendesignerin zu Besuch bei der Gesellschaft der Staudenfreunde

Seit 4 Jahren sind wir Mitglied der Gesellschaft der Staudenfreunde (GdS). Hier in der Regionalgruppe Schweinfurt treffen wir zusammen mit der Gesellschaft deutscher Rosenfreunde, Freundeskreis Unterfranken und bilden eine eine starke Gruppe. In jedem Jahr freuen wir uns auf interessante Vorträge von professionellen Staudengärtnern, Gartengestaltern, Gärtnermeister usw.

Heute freuten wir uns auf Petra Pelz, Landschaftsarchitektin aus Sehnde mit dem Thema „Schöne Pflanzenkombinationen/-kompositionen für den Privatgarten“.

Sie berichtete vom Beginn ihrer Laufbahn vor ca. 25 Jahren,  von der Arbeit im Öffentlichen Grün, vom Gartenarchitekten Wolfgang  Oehme, mit dem sie Reisen in die USA unternahm und dort Präriestauden am Naturstandort erleben konnte. Sie erzählte von den Schwierigkeiten, genügend Stauden für großflächige Pflanzungen zu bekommen und ihrer Liebe zu Gräsern und Präriepflanzen . Sie zeigte und Fotos ihrer Pflanzungen in öffentlichen Gärten, Gartenschauen und Privatgärten. Dazu gab sie uns Tipps zur Pflanzung, Gestaltung und Pflege. Ihre Lieblingsgräser sind auch meine, nur muß ich wegen fehlender Feuchtigkeit auf das Japanwaldgras verzichten, das sie auch gern zur Beeteinfassung nutzt. Für mich war es schön zu erfahren, dass sie die Farbe Gelb liebt, die sich (für Gelbgegner) prima mit Weiß kombinieren läßt und dadurch gefälliger wirkt……..Wir nehmen diese Tipps zu gern auf und werden sicher etwas davon umsetzen.

Über ihre Facebookseite ‚Design Natürlich Petra Pelz – Pflanzplanung‘ ist sie vielen Gartenfreunden im Netz bekannt. Ihr gleichnamiger Blog ist hochinteressant, wie auch ihre Homepage, auf der vieles nachzulesen ist.  Ich durfte in der letzten Woche einen kleinen Gastbeitrag in ihrem Blog veröffentlichen und sage hier noch einmal Danke ❤

Die Zeit verging wie im Flug und konnten später noch ein paar Worte wechseln. Ein netter Überraschungsgast war auch da: Dr. Joachim Hegmann, Gartengestalter aus der Pfalz, den wir vor zwei Jahren mit einem  eindrucksvollen Vortrag erleben durften.

 

Einweihung eines öffentlichen Staudenbeetes in der Stadt Schweinfurt

Bereits im Februar trafen wir uns, Vereinsmitglieder der Regionalgruppe Unterfranken der Gesellschaft der Staudenfreunde e.V., zu einem Arbeitsfrühstück in Schweinfurt. Entschieden wurde über den Entwurf eines öffentlichen Staudenbeetes am Flussufer des Mains, direkt am Main-Radweg vor dem Jugendgästehaus.

 

Zur Debatte standen fünf Vorschläge, wobei wir uns mehrheitlich für den Vorschlag ‚Blaues Beet‘ von Frau Christine Orel aus Herzogenaurach, einer bekannten Landschaftsarchitektin, entschieden.  Joachim Hegmann, Gartengestalter aus Limburgerhof (hat u. a. das Staudenbeet auf der Landesgartenschau 2015 in Landau mitgeplant, sowie ein öffentliches Staudenbeet in Ludwigsburg geplant und betreut dies auch) hatte ebenfalls sehr schöne und interessante Vorschläge zur Verfügung gestellt. Ein letzter Vorschlag von Rainer Trost, unserem Regionalleiter, sprach uns ebenfalls an, zeigte auch visuell die Verbindung zum nahe gelegenen Main sehr deutlich. Bei der Planung eines Staudenbeetes sind Einbeziehung von Licht und Bodenverhältnis, Blütezeit und Dauer, Farben, Höhenstaffelung und Textur gleichermaßen wichtig.

Stefan Strasser, unser Vizepräsident, präsentierte sehr anschaulich, quasi am ‚lebenden Objekt‘, wie die Pflanzungen verlaufen würden.  Anschließend wurde noch über die Durchführung, Beschaffung der Pflanzen, Bewässerung und Substrat und Mulch gesprochen. Beide Vereine, Staudenfreunde und Rosenfreunde, sind eng befreundet, unsere Treffen und Reisen werden gemeinsam geplant und durchgeführt. Zu einem Staudenbeet gehören also auch Rosen. Wir entschieden uns für die Beetrose ‚Sweet Pretty‘ , die von Juni bis September blüht.

 

Ende März war es dann soweit! Fleißige Helfer bepflanzten das Beet……leider waren wir nicht dabei……der Termin im Karl-Foerster-Garten stand an.

 

Am Donnerstag, den 11. Mai 2017  wurde das Stauden-und Rosenbeet in Schweinfurt eingeweiht. Wir trafen uns bei schönstem Wetter vor Ort und wurden mit einem Glas Sekt begrüßt. Mit dabei natürlich auch Burkhard Knoblach, der Leiter der Rosenfreunde Unterfranken  (Gesellschaft deutscher Rosenfreunde e.V.)

Der Oberbürgermeister der Stadt, Sebastian Remelé, bedankte sich im Namen der Stadt für das schöne Geschenk und betonte besonders, wie dankbar er sei, dass das Beet auch  dauerhaft von uns gepflegt wird. Stefan Strasser sprach einige Begrüßungsworte und regte auch weitere Projekte an.


Ideengeber und Motor des Projekts ist Rainer Trost, Leiter unserer Regionalgruppe Unterfranken. Er hatte schon lange die Vision, mit Staudenbeeten die Stadt zu verschönern. Aber es ist nicht einfach, seine Träume zu verwirklichen, wenn es sich nicht um sein eigenes Gelände handelt. Viele Gespräche mit Behörden und Instanzen sind erforderlich, bis man letztendlich loslegen kann.  Rainer blieb immer am Ball und schilderte uns dies alles sehr anschaulich in seinem Beamer-Vortrag.


Das leibliche Wohl kam nicht zu kurz: mit Kaffee und Kuchen im freundlichen Ambiente des Jugendgästehauses endete die Veranstaltung.

Fotos: Reinhard Schneider, Elke Trost

Nachtrag:

Auf diese Aktion gab es folgende Nachricht in der Mainpost/Schweinfurter Tagblatt unter der Rubrik ‚Zeug gibt’s`vom 12. Mai 2017:

  • War sonst noch was? Ach ja, die „Einweihung des öffentlichen Beetes am Jugendgästehaus in Schweinfurt“ – am Donnerstag. Grußworte zur Einweihung des 20-Quadratmeter-Beetes sprachen laut Einladungsschreiben der Herr Sebelé und der Vizepräsident der Gesellschaft der Staudenfreunde, Stefan Strasser. Ein viertelstündiger Beamervortrag mit Infos zur Geschichte des Beetes folgte laut Einladung, anschließend „gemütliches Zusammensitzen bei Kaffee und Kuchen“, wozu auch die Presse „herzlich eingeladen“ war. Das war wirklich aufmerksam, aber mit Beeteinweihungen wollen wir lieber nicht anfangen. Es gibt so viele.

So ordnet die Presse unser Bürgerengagement ein! Ich finde es eine Frechheit!

 

Am 16. Mai erschien nach Beschwerde ein Artikel in der Zeitung und online….Letzteres mit Foto.

und anschließend kam am 18. Mai noch die Stellungnahme der Mainpost…….