Gartenbesuch bei Udo

Durch die Gesellschaft der Staudenfreunde haben wir im letzten Jahr Udo kennengelernt. Mit seiner Familie wohnt er nicht weit von uns in einer kleinen Gemeinde in Unterfranken. Über Facebook in einigen Gartengruppen hatten wir uns ein wenig ausgetauscht. Er war auch schon bei uns im Garten und jetzt freuten wir uns auf unseren Gegenbesuch bei ihm und seiner kleinen Familie.

Das hübsche neue Reihenhaus liegt sehr ruhig in einer kleinen Gasse. Das Gartengrundstück ist von allen Seiten eingegrenzt und auch die Nachbarn zeigen ihre Liebe zum Garten – schon dies allein macht mir die Region so sympathisch 😉

 

Tritt man in den Garten, ist auf der rechten Seite eine terrassierte Hangbepflanzung. Die Fenster im Untergeschoss sind größer als normal, damit die Zimmer mehr Tageslicht bekommen. Die Bepflanzung ist gut gewählt, Hosta und Heuchera, Astilben und Farne für die unteren Terrassen, weiter oben wird es bunt, der Phlox zeigte sich von seiner besten Seite.

 

Neben dem Lichtschacht beginnt ein Staudenbeet und endet mit einem schönen großen Bogen am Zaun des Nachbarn.  Helianthus salicifolius var. orgyalis, die weidenblättrige Sonnenblume schirmt den terrassierten Bereich vom Garten geschickt ab. Allium ‚Globemaster‘,  Euphorbia, Stachys monieri ‚Hummelo‘, Salvia nemorosa, Agastache, Echinacea, Stipa und weitere Stauden runden das Bild ab.

 

Der geschwungene Staudenstreifen auf der rechten Seite ist üppig bepflanzt, immer auch die Trockenheitsverträglichkeit der Stauden und Gehölze bedacht.

 

Unten angelangt, gibt es einen hübschen Sitzplatz und  den Naschgarten mit Walderdbeeren und anderen Köstlichkeiten, an der auch das Töchterlein Gefallen findet…

Auch auf der linken Seite vermitteln blühende Sträucher und Stauden das Gefühl, Du bist in einem Gartenparadies.  Die Rasenfläche in der Mitte lässt noch genügend Spielfläche und Platz für eine große Kinderschar!

 

Ein schöner Nachmittag in einem Wohlfühlgarten – vielen Dank ❤

Eidechse und Igel im Garten

Heute früh kam es mir in den Kopf – wir haben noch gar nicht über unsere Entdeckungen berichtet! Wir haben Eidechsen und Igel in unserem Garten! Am Wochenende war es sonnig und warm. Bei unserem Rundgang entdeckten wir eine Eidechse…..hier an unserer schönen Sandsteinmauer hat sie sich im Totholz verkrochen und kam nun heraus…

Eidechsen sind tagaktiv und ihrer Umgebung meist treu. Die suchen sie gern nach Insekten, Spinnen und Käfern ab. Eidechsen mögen aber auch Schnecken und Würmer. Während der Winterruhe zehren sie von ihren Reserven…..

 

Bisher haben wir den Igel immer nur schmatzen hören, morgens seinen Kot entdeckt und abends in der Dunkelheit vom Fenster her beobachten können. Aber vorgestern hatten wir Glück…wir trafen Willi, ‚unseren‘ Igel.  Nach einer großen Runde im Garten, zwischendurch schmatzte er genüsslich,  lief er über den Gräserpfad (übrigens wie geschaffen für einen Igel) zurück ins Gehölz hinter dem Teich! Schaut selbst:

Willi der Igel

Wir wundern uns schon eine Weile, keine Nacktschnecken mehr zu entdecken, anfangs haben wir doch in der Dämmerung unseren Garten mit der Taschenlampe abgesucht und aufgesammelt.  Im vergangenen Jahr waren es nur noch maximal drei, die wir fanden. Ein Zeichen dafür, dass der Verzicht auf Chemie im Garten die Nützlinge fördert! Bald werden wir wieder die Meisen beobachten, wie sie z.B. die Rosen absuchen nach Schädlingen, um ihre Jungen damit zu füttern….

So verzichten wir auch auf leicht lösliche Mineraldünger, wie z. B. Blaukorn.  Dieser Kunstdünger besteht aus sofort verfügbaren Nährstoffen in Form von Salzen wie Stickstoff, Phosphat und Kalium. Diese Salze machen den nützlichen Regenwürmern nicht nur das Leben schwer, töten sie sogar. Kompost, Hornspäne und Urgesteinsmehl sind die Dinge, mit denen wir unseren Boden füttern.  Dazu kommen noch Brühen und Jauchen aus Schachtelhalm, Brennnessel und Co. . Bisher sind wir sehr gut damit zurecht gekommen!