Ernte im Garten und der langersehnte Regen

Die Ernte im Garten fällt in diesem Jahr erstmals nichts so aus, wie in den vergangenen Jahren.

Kompletter Ausfall bei Pastinaken, Fenchel, Blumenkohl und Sellerie! Erstaunlicherweise machen Zucchini und Gurken das Rennen, obwohl sie doch sehr viel Wasser brauchen.  Paprika und Chili kommen ebenfalls gut! Bei den Tomaten bin ich auch nicht ganz zufrieden, da ich älteres Saatgut verwendet habe und dummerweise sind davon mindestens 5 verschiedene Nasch-Tomaten. Das passiert mir nächstes  Jahr bestimmt nicht noch einmal! Nun tragen Ochsenherz, die gelben Fleischtomaten und die „Schlesische Himbeere“ ganz normal, sodass die Ausfälle nicht so arg sind!

 

Bereits vor ein paar Wochen litten wir schon unter akutem Wassermangel. Die Johannisbeeren, schwarz und rot, die Jostabeeren und die Stachelbeeren trugen reichlich, aber durch die Hitze und frühe Trockenheit fiel fast die Hälfte ab! Das Gleiche erleben wir jetzt mit den Äpfeln, Birnen und Zwetschgen. Es ist eine Schande, mit anzusehen, wie alles verdirbt. Fallobst muss direkt aufgesammelt werden. Jetzt, im August sind die Wespen aktiv und fallen über das Obst her, sogar am Baum! Unsere Sorge ist der Wein – am Muscat bleu haben sie sich schon bedient….

 

Hier könnt Ihr sehen, wie sehr die Natur unter der Dürre gelitten hat:

 

Relativ unberührt von Trockenheit und Hitze blieben die Rosen…..

Nach vielen Wochen mit fast unerträglichen Temperaturen hat es am Wochenende endlich geregnet. Die Fässer und der Teich sind wieder voll und die Erde ist wieder einigermaßen feucht! Gerade zur rechten Zeit, konnten wir doch schnell noch ein paar Herbstastern ins Staudenbeet pflanzen 😉

Unser Garten im Juli

Hitze und Regengüsse – das kennzeichnet bisher den Juli. Eine Herausforderung für uns Gärtner – Regen sammeln und Regen verteilen! Die ersten Stauden treiben nach dem Rückschnitt wieder aus, Rosen bedanken sich mit neuer Blüte und Neuseeländer Spinat, Kohl, Kürbis, Tomaten, Auberginen, Paprika, Gurken und Zucchini sind deutlich gewachsen und werden laufend verarbeitet!

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Erntezeit – und immer noch kein Ende in Sicht

Die Zwetschgenbäume sind abgeerntet. Ca. 46 kg sind im Vorrat, teils als Pflaumenmus, teils als Likör und der Löwenanteil in der Tiefkühltruhe. Der Rest von 20 kg ist unter lieben Freunden verteilt worden.

Die Beerenzeit neigt sich dem Ende: Brombeeren und Himbeeren habe ich alle paar Tage gesammelt, ein wenig genascht und die verbliebenen sofort eingefroren.

Die Kräuter in der Kräuterspirale sind schon wieder nachgewachsen, jetzt kann ich wieder frisch gezupfte in der Küche verwenden.

Neben Tomaten, Auberginen und Paprika ist das Wurzelgemüse stark im Kommen! Jetzt wird es Zeit, die Sellerieknollen immer mal wieder mit einem langen Messer zu umstechen, damit die Kraft nicht in die Wurzeln geht und Knollen tüchtig an Umfang zunehmen. Diesen Rat einer lieben Nachbarin habe ich im vergangenen Jahr angenommen und auch umgesetzt. Der Erfolg war phänomenal: solch große, kräftige Knollen hatte ich vorher nie!

Der Neuseeländer Spinat macht sich jetzt in den Hochbeeten breit – alle 3-4 Tage knipse ich die Spitzen ab. Auf diese Weise verzweigen sie sich und bilden reichlich neue Triebe. Die geernteten Blättchen wasche ich kurz, blanchiere sie und friere sie dann, zu Bällchen geformt und ausgedrückt ein. Die erste Portion kommt aber am Erntetag  gleich auf den Tisch!

Der Porree kommt jetzt richtig in Fahrt – der Regen hat ihm gut getan!

Holunder – Sambucus nigra / vielfältige Leckereien und Hausapotheke

Ein alter Holunderstrauch – einer der wunderbarsten und leider heute viel zu wenig beachteten Sträucher und Ziergehölze – steht in unserm Garten im hinteren Teil. Hier, in der Nähe des Teiches, in Nachbarschaft zu Haselstrauch, Schneeball, Forsythie und Weigelie und Hundsrose, bildet er einen dichten bis lockeren Rückzugs- und Ruheraum für Vögel und andere Gartenbewohner. Dieser Teil des Gartens wird bewusst wenig gepflegt und genutzt. Zum Ende des Frühjahres erfreut uns der üppig wachsende Strauch mit seinen Blütendolden, die herrlich duften und gern als Grundlage für den ersten Gelee oder Sirup des Jahres genutzt werden. Nach der Blüte hält der herbe Duft der Blätter die Mücken und Fliegen im Zaum, bis im Herbst die überreiche Ernte der schwarzen Beeren unsere Küche bereichern. Durch Vögel verbreitete Samen hatten einige Sträucher in den Beeten wachsen lassen, die wir im letzten Jahr nahe des Hauses gepflanzt hatten. Dabei wurde ein Strauch, der schon eine stärkere Wurzel hatte, als Strauch belassen, während ein zweiter neuer Strauch als Baum kultiviert wird. Dazu wurden im unteren Bereich die Zweige entfernt. Dies Frühjahr haben die Sträucher gut zugelegt und tragen schon Doldenansätze, die Ende Mai – Anfang Juni blühen werden. Der Holunder, oder auch Holler, ist einer der ältesten Haussträucher und hatte neben der Verwendung in der Küche eine vielfältige Anwendung in der Hausapotheke.