Der Garten im Januar – Kübelpflanzen überwachen, Vorbereiten der Aussaat

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Noch ein paar Tage und der Januar ist vorbei. Nachdem November und Dezember deutlich zu warm waren,  schneite es im Januar wieder und dann ging es Mitte Januar deutlich in die Minusgrade! Bis dahin hatten wir unsere Kübelpflanzen Oleander und Granatapfel im Freien an die Hauswand gestellt, da sie ein paar Tage auch Temperaturen bis -5°C vertragen. Inzwischen ist es wieder frostfrei, die Temperaturen liegen bei etwa 10° C tagsüber und bleiben nachts momentan um die 0° C . Jetzt stehen sie wieder draußen 😉

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Neulich entdeckten wir beim Einkauf Steck-Etiketten. Bisher haben wir nur Pflanzschilder aus Kunststoff für die Gemüsebeete und einige, die wir aus Holz selbst hergestellt haben, mit denen wir Rosen, Hosta, Taglilien und Gräser gekennzeichnet haben. Mit der Zeit verrotten sie im Boden, weil sie nur aus ganz einfachen Holzleisten gesägt sind.

Inzwischen kennen wir unsere Rosen und Stauden zum größten Teil, allerdings vergisst man schnell die Namen vieler neuer Pflänzchen , wenn man sie nicht gleich kennzeichnet. Ich habe sie sofort beschriftet und zu den Stauden gesteckt. In den nächsten Wochen erfolgt der Rückschnitt und dann würde es sehr schwer mit der Erinnerung….

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Neues Saatgut ist bereits angekommen, einsortiert, Plan erstellt und schon geht es los…

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Ich liebe es, wenn die Gemüsebeete üppig, bunt und abwechslungsreich bepflanzt sind und habe dieses Mal einen italienischen Anbieter mit samenfesten Sorten ausgesucht.

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Von einer Facebook-Freundin erhielt ich einige historische, bewährte Tomatensamen, die in diesem Jahr ausprobiere.

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Gestern habe ich die Samen von Paprika, Artischocken und Auberginen eingeweicht, bzw. in feuchtes Küchenpapier gelegt. Heute sah ich schon, wie sich das Samenkorn an der Spitze verändert hat und so konnte ich loslegen…

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Fünf verschiedene Paprikasorten, davon 4 vom letzten Jahr, die sich bewährt haben: Sicilia, Barguzin, Capia und Fiesta (F1) sowie eine schokoladenbraune Paprika von einer Freundin.

Aubergine ‚Barbentane‘ und ‚Black Beauty‘

Artischocke ‚Violet de Provence‘ – die habe ich im letzten Jahr ausgesät und gepflanzt. Durch die Trockenheit verkümmerte sie, besann sich aber im Spätsommer und ich bin gespannt, ob sie tragen wird.  Jetzt habe ich noch einmal 4 Körnchen gesät….sicherheitshalber 😉

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August – der Blick in den Garten

Bisher hat der August als Sommer – und Ferienmonat ziemlich enttäuscht. Zwar sind Stauden und Wiese in frischem Grün attraktiver als in den Jahren zuvor, allerdings vermissen wir laue Sommerabende im Garten. Die Rosen haben einen tüchtigen Wachstumsschub gemacht und erfreuen uns mit üppiger Blüte. Die Spätsommer-Stauden in allen nur denkbaren gelben Farbtönen strahlen um die Wette! Ein guter Kontrast ist die violette Spinnenblume, die ich im Juni erst ausgesät habe. Der weiße Phlox lockt die Schwärmer und die Holzbienen sind nach wie vor beim Muskateller-Salbei zu finden.

Die Reben in tiefem Blau brauchen noch einige Zeit zu reifen. Kürbisse  Hokkaido und Muscat de Provence legen ordentlich zu! Ein kleines Holzbrettchen als Unterlage verhindert Fäulnis. Auberginen, Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini, Buschbohnen und Feuerbohnen und Neuseeländer Spinat werden laufend geerntet und gleich verarbeitet. Nachdem der Kohl jetzt viel Regen bekommen hat, ist er auch recht tüchtig gewachsen.

Pfirsiche, Birnen, Äpfel und Zwetschgen wandern entweder in den Bauch oder werden zu Kompott, Marmelade oder Kuchen.

Aber wir haben auch Misserfolge gehabt: die Sache mit der chinesischen Kartoffelkiste war nicht so erfolgreich. Ob es an der Sorte lag? Oder vielleicht doch zuwenig Sonne und zuwenig Wasser? Stattdessen haben wir aber jetzt tollen Humus, der durch die Kartoffeln wunderbar locker geworden ist!

Die Weintrauben im Hof mussten wir wegen Mehltau entfernen, hier war das Laub sicher zu üppig und dicht. Die weiße Weinrebe im Garten hingegen sieht sehr gesund aus – die hatten wir im vergangenen Jahr wegen Mehltau schneiden müssen. So liegen Erfolg und Misserfolg dicht beieinander 🙂