Im Märzen kalt und Sonnenschein…..

…wird’s eine gute Ernte sein 🙂 Wir sind gespannt!

Nach dem Obstbaumschnitt wurde es mit – 12° noch einmal gefühlt sibirisch kalt, so dass wir mit dem Rebschnitt warten mussten! Ein sonniger Tag mit deutlich angenehmeren Temperaturen kam dann am Montag gerade recht. Die besten Vorjahrestriebe werden auf Zapfen geschnitten.

 

Im Hof war es wunderbar warm und so durften auch die Kübelpflanzen, unsere Sonnenkinder, wieder an die frische Luft – kurzfristige Temperaturen unter – 5° unter tiefer können sie ganz gut vertragen. Im Hof leuchten ziemlich unbeeindruckt vom Frost die Schneeglöckchen.

 

Dann ging es an die Gräser.  Während Carex , Helictotrichon semp., Festuca und Nassella (Stipa) tenuissima nur ausgekämmt werden, bekommen Miscanthus, Calamagrostis, Pennisetum und Panicum   einen bodennahen Rückschnitt. Das Herbstkopfgras Sesleria autumnalis treibt schon wieder frisch aus – hier schneiden wir einfach die Blütenstände ab. Etwas trostlos sieht es aus, aber wohl nicht mehr lange, denn die Narzissen sind schon 10 cm groß……

 

Habt noch eine schöne Restwoche!!

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Der Februar beginnt mit Schnee und Kälte

Nach den trüben und milden Wochen hat sich der Winter nun doch noch eingestellt! So bekommen die Stauden ihren Winterschutz. Der Garten sieht auch gleich wieder viel freundlicher aus mit dem leichten Winterkleid.

 

Die Hühner sind offenbar nicht ganz so begeistert, sie müssen sich wohl erst an den Schnee gewöhnen.

 

Nach Schnee schieben war der Wein heute fällig. In Flaschen abgefüllt kann er jetzt noch im Weinkeller reifen….

 

Die Kübelpflanzen haben wir gestern noch ins Atelier gebracht. Mediterrane Pflanzen wie Oleander können kurzfristig Kälte von  etwa -5° vertragen, aber in der kommenden Woche geht es mehrere Tage bis – 9° C herunter, da sorgen wir lieber vor!

Halbzeit im Garten

 

Zwischendurch habe ich das Gefühl, es wird Herbst…Vielleicht liegt es am Wetter, aber diese krassen Gegensätze machen mich irgendwie fertig. Entweder regnet es wie aus Eimern oder die Sonne sticht – egal! Wir schauen mal, wie es bei uns im Garten aussieht.

Am Teich kommen jetzt Helianthus salicifolius und das Eupatorium in Fahrt….

 

Unser Wein legt zu. Die Triebe haben wir inzwischen eingekürzt und die Trauben schön verpackt. Das ist ein prima Schutz vor Wespen und sonstigem Getier. Für die Vögel haben wir hier und da noch ein paar Beeren gelassen 😉

Im Obstgarten sind Erdbeeren, Josta-Beeren, Johannisbeeren rot und schwarz und Stachelbeeren bereits geerntet und verarbeitet. Kirschen fielen dem Frost zum Opfer, aber unsere liebe Dora hat glücklicherweise auf ihrer Streuobstwiese noch zwei Bäume, die ganz gut trugen.  Also rauf auf den Baum und Kirschen gepflückt!  Himbeeren ernten wir laufend und die Brombeeren sind noch nicht soweit….Dafür fiel schon allerhand an Gemüse an: Erbsen, Kohlraben, die ersten Wirsingköpfe, Blumenkohl, Melde und Mangold sind schon im Kälteschlaf. Zwiebeln, rot und gelb hängen in Säcken in der Scheune. Erste Gurken und Tomaten sind reif und vom Salat mag ich gar nicht erzählen…..

 

Im Staudengarten merkt man deutlich die Umpflanzaktion im letzten Jahr. Alles braucht länger und immer wieder kontrollieren wir, ob alles auch überlebt hat 😉  Insgesamt  aber sind wir bisher zufrieden und notieren aber auch schon wieder, wo Änderungen nötig sind. So haben wir jetzt noch Hemerocallis ins Beet gepflanzt, weil Anfang Juli nicht all zuviel blüht…

 

 

Der Gräserpfad sieht schon vielversprechend aus……wir hatten keine Ausfälle und sind auch froh über den Regen der letzten Wochen!

 

Beim nächsten Mal treffen wir uns im Hof und schauen uns den Duft-und Kräutergarten , das Herbstbeet und das Schattenbeet an.

Und denkt daran:  Auch die Pause gehört zur Musik!

Aussaat, Rebschnitt und Brotbacken

Der Februar ist eigentlich ein kurzer Monat, aber mit der Geduld hapert es momentan besonders bei mir…

Vor 10 Tagen habe ich mit der Aussaat begonnen. Artischocken und Paprika waren die ersten Kandidaten…

 

Jetzt stehen sie am Fenster meines Büros im Obergeschoss. In einigen Tagen werden sie ins kalte Gewächshaus umquartiert, schön in Styroporkisten, damit sie sich nicht verkühlen 😉 Heute habe ich Auberginen, Lauch, Stangensellerie, Wirsing, Spitzkohl, Palmkohl und Rotkohl gesät. Sobald die ersten Blättchen sichtbar sind, kommen auch sie ins Kalte. Im letzten Jahr habe ich damit gute Erfolge gehabt!

Draußen ist noch nicht viel zu machen. Stauden sind geschnitten, Gräser und Rosen haben noch Zeit!  Die Weinreben sind z. Teil geschnitten, dafür soll es trocken und möglichst sonnig sein…

 

Vor einiger Zeit habe ich das Backen angefangen…Brot und Brötchen. Ich habe einige Rezepte ausprobiert und zeige Euch hier mal die Ergebnisse…

 

Ich backe momentan mit Hefe, etwa 20 Gramm auf ein Kilo Mehl. Beim Mehl mische ich Weizenmehl Typ 550 und Weizenvollkornmehl und meist auch 100-200 g Hartweizengrieß, alles zusammen um ein Kilogramm. Hefe wird mit Wasser und einer Prise Zucker angerührt und ruht etwa 10 Minuten. Zum Mehl füge ich noch 1-2 TL Salz und Körner und Gewürze nach Wahl hinzu. In eine tiefe Kuhle gieße ich dann die Hefe und knete alles zusammen mit etwa 700 ml Wasser. Nach etwa 10 Minuten kommt der Teig in eine Glasschüssel, wird abgedeckt und ins Kalte gestellt. Bei mir ist es der Vorrat mit aktuell 10-12°. Dort hat der Teig eine 12 stündige Nachtgare…

 

Am nächsten Tag knete ich den Teig kurz durch und forme entweder Brötchen oder Brot. Bis zum Backen bei 230° dürfen sie noch 1-2 Std. gehen. In den Herd stelle ich eine Edelstahlschüssel, die sich mit aufheizt. Bevor ich das Brot oder die Brötchen in den Ofen schiebe, schütte ich eine Tasse Wasser in die heiß gewordene Schale und schöner Wasserdampf entsteht! Während des Backens nehme ich noch die Sprühflasche zur Hand, je mehr Dampf umso besser!  Backzeit für das Brot etwa 40 Minuten, Brötchen etwa 25 Minuten.  Ich rate jedem, sein eigenes Rezept auszuprobieren und ein wenig mit den Zutaten zu spielen 😉   Wir kaufen keine Brötchen oder Brot mehr…nur noch im Notfall!

Wein abfüllen und lagern im selbstgebauten Weinregal

Unser Lagerkeller befindet sich etwa 80 Zentimeter unterhalb der Scheune. Früher schon als Weinkeller genutzt, hat Reinhard ihn vor einiger Zeit gesäubert und die Wände und Decke gekälkt.

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Aus alten Dachziegeln baute er ein Weinregal. Heute haben wir unseren Cidre und den Rotwein abgefüllt.  Die Naturkorken 24 Stunden vorher eingeweicht, dann klappte das Verkorken sehr gut!

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Schließlich konnten 28 Flaschen Cidre und 18 Flaschen Rotwein in den Weinkeller…Ich hoffe, dass wir in diesem Jahr nicht so große Hitze haben, damit wir wieder mehr Trauben ernten können. Ach – an die Anschaffung von Gaze-Säckchen muss ich denken, um die Trauben vor den gierigen Insekten und Vögeln zu schützen!

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Ich finde, es sieht gut aus und wir haben aus Altem wieder etwas Neues gemacht!

Endspurt im Februar

Das Wetter lässt auch gar nicht mit sich reden: nach  3 Wochen Nebel schien jetzt mal ein paar Tage die Sonne, sodass ich fast schon glaubte, es bleibt jetzt so….

Wir haben die Zeit genutzt und anfallende Gartenarbeiten erledigt:

Nistkästen gesäubert und wieder aufgehängt. Bis auf den Meisen-Nistkasten und den Halbhöhlenbrüter-Nistkasten waren alle benutzt worden.

Wir haben den Komposthaufen umgesetzt, da wir den Platz jetzt für das Freigehege der Hühner brauchen. Der Kompost ist wunderbar dunkel und krümelig geworden, wir haben im letzten Jahr Humofix verwendet, wir berichteten bereits darüber!

Alle Hochbeete sind aufgefüllt und warten darauf, endlich wieder in Aktion zu treten.

 

Nun, heute fing es am Vormittag an zu schneien. Wir hatten heute in Volkach Weinkisten besorgt und haben uns entschieden, unseren Rotwein endlich abzufüllen. Die Korken waren schon seit gestern eingeweicht und nun brauchten wir nur den Wein in die gesäuberten Flaschen zu füllen und sie zu verkorken.

Die Probe war gut – wir lassen uns unseren Eigenbau-Wein mit einem Stück selbst gebackenem Brot gut schmecken 🙂 Demnächst ein Bericht über die Fortschritte des Gewächshauses…

Die Hühner machen sich gut, auch Berta und Emma legen inzwischen hübsche braune Eier!

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Eine rote Rebe für die Südseite

Ein Nachbar hatte uns im Frühjahr angeboten, von seinem Hausstock, einer roten Rebe, einen Steckling zu ziehen. Die Rebe sei schon alt, ertragreich und sehr wohlschmeckend. Jetzt im Herbst hat der Steckling bereits einen Austrieb und gute Wurzeln. Eine Kostprobe der Traube brachte er auch mit – sie waren ausgesprochen schmackhaft.

Wir erinnerten uns an das alte Bild vom Haus, auf dem an der Straßenseite, die nach Süden zeigt, ein großer Weinstock, im Kordon erzogen, zu sehen ist. Damals war der öffentliche Weg am Haus noch nicht geteert. Das Loch im Beton der Einfahrt hatte ich für den Buchs recht groß ausgestemmt, so dass später eine Rebe noch Platz hätte. Jetzt ist es soweit, das wir der Hausfront wieder sein, für die Landschaft typisches, Gesicht geben können.

Herbstanfang, Weinlese und Ernte

So wie der Sommer geendet hat, begann der Herbst in diesem Jahr: Regen, Nebel und kaum Sonne!

So haben wir bis auf 3-4 Tomatenstöcke alle anderen entfernt. Auberginen und Paprika hingegen wachsen unaufhörlich, das habe ich so bisher noch nicht erlebt. Auberginen lege ich gern gegrillt ein und Paprika kann man gut einfrieren. Die ersten Köpfe Wirsing und Rotkohl sind schon fertig gekocht und portioniert in der Tiefkühltruhe. Himbeeren brauchen jetzt wieder mal Sonne, die ersten Kilos sind bereits verarbeitet. Die Stangenbohnen waren wieder sehr reichlich, im Laufe der Woche haben wir 4 kg geerntet und eingefroren. Die Hokkaidokürbisse liegen im Vorrat, aus ihnen werde ich Suppen kochen. Die großen Muskatkürbisse werden z. T. süß-sauer eingelegt oder gebacken oder auch für Risotto verarbeitet. Der Neuseeländer Spinat ist sehr praktisch: er verzweigt sich, sobald ich Spitzen abzwicke. Im nächsten Jahr werde ich nur 2 Pflanzen wachsen lassen, da er mir in diesem Jahr das gesamte Hochbeet zugewuchert hat! Lauch, Möhren, Grünkohl, Rotkohl, Wirsing, Sellerie und nicht zu vergessen die Pastinaken bleiben noch in den Beeten, sie sind dort am besten aufgehoben!

Am letzten trüben Wochenende haben wir unsere Weinstöcke abgelesen. Die Trauben waren süß genug. 23 Kilogramm wurden gewaschen, entrappt und zu Maische zerstoßen. Der Maische wurde Reinzuchthefe zugesetzt und die Gärung begann. Heute war der Tag, an dem wir die Maische abgepresst haben. Der rote Farbstoff hat sich aus der Schale gelöst und der Most schon eine wunderbare, tiefrote Farbe! Der Reifeprozess wird ca. 1 Jahr dauern. Zwischendurch werden wir den Wein immer mal wieder von der Hefe abziehen und verkosten! Der Wein vom letzten Jahr lagert im Keller und wird von Mal zu Mal besser!

Der Staudengarten zeigt sich bereits im herbstlichen Charme. Die Sommerstauden verblühen und die Gräser explodieren förmlich, sie zeigen ihre ganze Pracht! Herbststauden locken die Falter, Bienen, Wespen und Hornissen an, um sie noch mit dem letzten Nektar zu versorgen.

Es ist ein schönes Gefühl, mit und von der Natur leben zu dürfen…

August – der Blick in den Garten

Bisher hat der August als Sommer – und Ferienmonat ziemlich enttäuscht. Zwar sind Stauden und Wiese in frischem Grün attraktiver als in den Jahren zuvor, allerdings vermissen wir laue Sommerabende im Garten. Die Rosen haben einen tüchtigen Wachstumsschub gemacht und erfreuen uns mit üppiger Blüte. Die Spätsommer-Stauden in allen nur denkbaren gelben Farbtönen strahlen um die Wette! Ein guter Kontrast ist die violette Spinnenblume, die ich im Juni erst ausgesät habe. Der weiße Phlox lockt die Schwärmer und die Holzbienen sind nach wie vor beim Muskateller-Salbei zu finden.

Die Reben in tiefem Blau brauchen noch einige Zeit zu reifen. Kürbisse  Hokkaido und Muscat de Provence legen ordentlich zu! Ein kleines Holzbrettchen als Unterlage verhindert Fäulnis. Auberginen, Tomaten, Paprika, Gurken, Zucchini, Buschbohnen und Feuerbohnen und Neuseeländer Spinat werden laufend geerntet und gleich verarbeitet. Nachdem der Kohl jetzt viel Regen bekommen hat, ist er auch recht tüchtig gewachsen.

Pfirsiche, Birnen, Äpfel und Zwetschgen wandern entweder in den Bauch oder werden zu Kompott, Marmelade oder Kuchen.

Aber wir haben auch Misserfolge gehabt: die Sache mit der chinesischen Kartoffelkiste war nicht so erfolgreich. Ob es an der Sorte lag? Oder vielleicht doch zuwenig Sonne und zuwenig Wasser? Stattdessen haben wir aber jetzt tollen Humus, der durch die Kartoffeln wunderbar locker geworden ist!

Die Weintrauben im Hof mussten wir wegen Mehltau entfernen, hier war das Laub sicher zu üppig und dicht. Die weiße Weinrebe im Garten hingegen sieht sehr gesund aus – die hatten wir im vergangenen Jahr wegen Mehltau schneiden müssen. So liegen Erfolg und Misserfolg dicht beieinander 🙂