Neues Projekt, neue Beete und weniger Rasen

So recht zufrieden waren wir nach den Umpflanzungen in den Staudenbeeten noch nicht: Die Baumscheiben waren ständig trocken und der Rasen ringsherum war eigentlich alles andere als der Name vermutet.  Noch im Spätherbst planten wir die Vergrößerung der Baumscheiben und dachten über geeignete Bepflanzung nach……

 

In der vergangenen Woche haben wir zunächst einmal abgesteckt

 

Dann wurden die Grassoden entfernt und die Erde gelockert….

 

Für die Bepflanzung möchten wir vorwiegend Blattschmuck-Stauden einsetzen. Wir greifen zunächst aber aus Kostengründen auf Vorhandenes zurück. Bergenia cordifolia, Geranium x cantabrigiense ‚Biokovo‘ , Helleborus, Alchemilla mollis,  Hemerocallis, Gräser, Dianthus und Staudenpäonien.

Jedes Beet soll eine Verbindung zu dem nächstgelegenen Beet herstellen:

 

Jetzt ist nicht alles perfekt, aber die Flächen werden jetzt begrünt. Nach und nach werden wir die Bepflanzung ergänzen und auf jeden Fall im Herbst Schneeglöckchen und Krokus pflanzen.

Neue Rankgerüste für alte Rosen

Das Europa-Rosarium Sangerhausen beherbergt die größte Rosensammlung weltweit! Mehr als 8500 Rosensorten sind hier zu sehen. In der letzten Woche bekam ich über die Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde e.V. eine Information:                                           „Zur Erhaltung unseres Rosensortimentes müssen jährlich zahlreiche Rosen nachveredelt und gepflanzt werden. Nach diesen Arbeiten bleiben häufig Rosen-Raritäten in Kleinststückzahlen übrig. Hier handelt es sich um Sorten, welche oft im Handel nur noch schwer zu bekommen sind. Wir wissen, dass sich unter den Rosenfreunden einige Liebhaber und Sammler solcher Raritäten befinden. In diesem Jahr können wir Ihnen eine große Anzahl von Rosen anbieten………“

Wir hatten zur Straße hin entlang des Zaunes eine Reihe Rosen gepflanzt, darunter 4 Strauchrosen, die vom Vorbesitzer offenbar in den 80 er Jahren gepflanzt wurden: Öfter blühend, gesundes Laub, einwandfreie, große Blüte, starr hochwachsend und ohne Duft…Schon im vergangenen Jahr gefiel uns ihr Habitus nicht im Zusammenspiel mit der Alba-Rose, der Bourbon-Rose und der englischen Austin-Rose.

 

Die Gelegenheit, sie jetzt im Frühjahr gegen historische Rosen zu tauschen, nahmen wir gleich wahr! So bestellte ich folgende Rosenschätze:

Kronprinzessin Viktoria (Volvert; Späth 1888) Bourbon, ca. 0,80 m
Prince Charles (Hardy um 1842) Bourbon Hybr., ca. 1,50 m
Marie Dermar (Geschwind 1889) Noisette Hybride, bis 3 m
Miranda (de Sansal 1869) Portland, bis 1,50 m

Aus Eichenholz bauten wir jetzt neue Rankgerüste, da auch die ‚Königin von Dänemark‘ so tüchtig zugelegt hat, dass wir sie etwas stützen müssen. Im vergangenen Jahr hatten wir aus Ästen und Rebschnitt ein Rankgerüst gebaut – leider haben wir nicht immer soviel Schnittholz, möchten aber nach vorn schon ein einheitliches Bild, so dass wir das Rankgerüst vom letzten Jahr für eine Rose im Hof nutzen werden.

 

Bis zur Pflanzung ist noch Zeit. Bei längerem Sonnenschein können wir aber schon einige Gartenarbeiten verrichten, wie Rebschnitt, Obstbaumschnitt und Staudenschnitt. Zeit für einen Kaffee an der frischen Luft gibt es auch 😉

Frostige Zeiten…………

Der erste Frost ist da! War das ein schönes Bild heute früh:

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Die letzten Rosen mit einem Käppchen…

 

Carex testacea wie mit einem Hauch Puderzucker überzogen..

 

der Mangold beugt sich, während der Feldsalat schön knackig unter dem Laub hervorspitzt….

 

Die Pelargonien sind ebenso wie der neue Lorbeer bereits in der Orangerie, Oleander und Granatapfel stehen noch im Hof. Sie dürfen noch bleiben, solange die Temperaturen es zulassen. Das haben wir im letzten Jahr erstmals probiert und es ist ihnen sehr gut bekommen!

 

Wir haben heute die Sonne genutzt, um die Himbeerruten zu schneiden – jetzt ist der Blick wieder frei!

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Mehr Platz für Rosen

Bisher waren die historischen Rosen in einem Beet links und rechts des Sitzplatzes und ein weiteres im Rücken des Sitzplatzes positioniert Die Neugestaltung sollte die Beete in Form und Größe harmonisch verändern. Wir verbreiterten die Kanten so, dass jetzt eine größere Fläche entstand. Schmale Pfade ermöglichen jetzt den Zugang zu allen Rosen und damit auch eine leichtere Pflege.

 

Nach der großen Hitze konnten wir jetzt die Pflanzen versetzen. Nur noch vereinzelte Exemplare des Frauenmantels schmücken die Kanten, da wir im Frühjahr noch einige andere Stauden einsetzen möchten.

 

Auch farblich harmonieren jetzt die Hortensienbeete mit den Rosen.

 

Auf unserem neuen Gartenplan kann man die Wegführung ganz leicht verfolgen.

Im Rosenrausch

Geht es Euch auch so – jede Rose, die blüht, muss fotografiert werden?! Man will es eigentlich nicht, aber beim Anblick dieser Schönheiten bleibt mir jedenfalls nichts anderes übrig…….

 

Ich lass mich noch ein wenig berauschen……..;-)

Bis bald, denn dann kommen schon die Taglilien!

Es wächst und blüht…….

Es ist jetzt eine wahre Freude in den Garten zu gehen. Täglich entdeckt man neues Wachstum, neue Blüten….

Im Duft-und Kräutergarten…..

 

Am Teich……

 

Im Küchengarten……..

 

bei den Stauden….

 

und nicht zuletzt bei den Rosen..

 

Uns erwartet eine unbeständige, regenreiche Woche – danach könnte es langsam wieder trocken werden……ich denke da an unsere Tomaten 😉

Juni – der Rosenmonat und was der Garten sonst noch bietet

Der Mairegen hat dem Garten gut getan! Das Wachstum ist enorm und wir hoffen, dass es sich jetzt nicht zu sehr einregnet.

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Durch ausreichende Feuchtigkeit haben sich Stauden und Rosen, wie auch das Gemüse  wunderbar entwickelt! Bei den Rosen allerdings konnte ich viele Larven der Dickmaulrüssler erwischen. Wir spritzen nicht, sondern gehen ab April immer wieder durch die Rosen, um Schädlinge möglichst schnell ausfindig zu machen und zu vernichten. Vor der Blüte bekommen sie alle eine Dusche mit Schachtelhalm zur Stärkung der Zellen. Einen großen Teil überlasse ich aber den Meisen, die hiermit ihre Jungen füttern.

Die historischen Rosen fangen jetzt an zu blühen, täglich öffnen sich mehr und mehr Blüten. Hier erste Bilder…

 

Digitalis, Hesperis matronalis, Orlaya grandiflora….all diese schönen ein-und zweijährigen Rosenbegleiter gibt es in Hülle und Fülle.

 

Und im Gemüsegarten? Da schaut es prächtig aus…übrigens habe ich diesmal Sellerie zum Kohl gepflanzt, als Schutzmaßnahme gegen die weiße Fliege 😀 Ich glaube, es hat was gebracht!

 

Die Tomaten stehen im Freiland, sind kompakt gewachsen und sehen äußerst gesund aus…wenn es jetzt nur nicht dauernd regnet. Es sind fast alle alte Sorten…ich stelle sie später noch vor (falls sie überleben)

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Zum Abschluss noch einen Blick in den Kräuter-und Duftgarten. Hier tobt das (Insekten) Leben……..ohne sie sind wir nichts!

 

P.S. Wertvolle Tipps für biologischen Anbau gibt es übrigens bei Astrid Späth im Biogarten Füllhorn

Die neue Pergola am Sitzplatz

Unser Sitzplatz im Staudengarten wird bis in den Herbst von der Sonne verwöhnt – ein idealer Platz für Rosen.

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Juli 2015

Links der Bank wachsen Rosa alba ‚Suaveolens‘ und die Austin-Rose ‚Graham Thomas‘ – rechts daneben die im August neu gepflanzte Ramblerrose ‚Christine Hélène‘ und eine weitere ‚Graham Thomas‘.  Die Strauchrosen ‚Graham Thomas‘ wachsen hier an der Sandsteinmauer ausgesprochen gut und einige Triebe haben 2 Meter erreicht!

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Graham Thomas

Beim Baumschnitt hatten wir viele Äste gesammelt, die hier gute Verwendung fanden. Sobald die Zeit kommt, können die Rosen die Pergola beranken. Hinter der Pergola fand auch noch eine Clematis flammula ihren Platz, eine weiße, kleinblütige, duftende Wildform – den Fuß im Schatten.

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Wir freuen uns jetzt auf einen duftenden Sitzplatz!

Staudenschnitt, Baumschnitt und Vorbereitungen des Gräserweges

Der Blick auf die Wetterprognosen und das eigene Gefühl sagen: Der Frühling naht! In den Staudenbeeten sind die Stauden und Gräser geschnitten. Bei den Gräsern lassen wir uns sonst eigentlich Zeit bis zum März, aber in diesem Frühjahr ist unsere Zeit begrenzt. Jetzt leuchten die Bergenien besonders schön und geben dem Garten Struktur.

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Bergenia cordifolia ‚Eroica‘

Für den Obstbaumschnitt entschieden wir uns für einen trockenen Tag, an dem es sogar teilweise sonnig war. Das ist wichtig, da bei Nässe die Schnittwunden nicht optimal heilen und damit Pilzen Zugang verschaffen. Bei den jüngeren Bäumen reichte hier und da ein Wegnehmen nach innen wachsender Äste, die alten Bäume wurden etwas mehr gestutzt, um sie im Laufe der Jahre wieder etwas niedriger zu setzen. Sie haben etliche Jahre keine ordentliche Pflege bekommen, daher müssen wir uns jetzt die Zeit nehmen, um nach und nach einen guten Zustand zu erreichen.

Einen guten Ratgeber zum Obstbaumschnitt fand ich hier:

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Im Frühjahr soll der Gräserweg fertig sein.  Angeregt durch die Gartenreise nach Mecklenburg-Vorpommern, haben wir uns entschieden, einen Pfad, eingebettet in verschiedenen Gräsern, Arten von Sanguisorba Wiesenknopf und Polygonum Knöterich, entlang des Hauses anzulegen. Eine Seite haben wir jetzt abgestochen und umgegraben, die andere Seite wird nach Abschluss der Dacharbeiten gemacht!

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Ich bin gespannt, wie es wird…..und, was macht Ihr so??