Vorfrühling im Garten

Es wird bunt im Garten. Die Sonne scheint und Zwerg-Iris und Krokusse öffnen ihre Kelche….

Die Stauden und auch Gräser sind bereits geschnitten, so kann man die Frühblüher besser sehen.

Unter den Obstbäumen glänzen rotbelaubte Bergenien zwischen dem filigranen Laub von Carex spe. ‚Kyoto‘ oder die reich blühenden Lenzrosen…

Am Teich blüht Corylus avellana, die Korkenzieherhaselnuss, ein Magnet für die Bienen….die Natur erwacht.

Der Gärtner freut sich über die frischen Austriebe, atmet durch und freut sich auf die Zeit, die er jetzt wieder im Garten verbringen kann.

Erster Austrieb im Februar

Eine innere Unruhe und Ungeduld macht sich langsam bemerkbar. Beim täglichen Gang durch den Garten erkennt man hier und da erste Blüten. Unser Garten bekommt im Winter recht wenig Sonnenlicht, das Beet an der Hausseite sieht gar keinen Sonnenstrahl! Somit rechnen wir bis Mitte Februar kaum mit Schneeglöckchen und erstem Krokus und freuen uns umso mehr, wenn wir erste Blüten entdecken!

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Eranthis hyemalis – Winterling

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Crocus chrysanthus ‚Fuscotinctus‘

Crocus chrysanthus 'Prins Claus'

Crocus chrysanthus ‚Prins Claus‘

Helleborus orientalis (Sämling)

Helleborus orientalis (Sämling)

Galanthus woronowii

 

Der Vorfrühling

Wie zu jedem Winterende suchen wir den Garten ab nach Boten des Vorfrühlings. Die Schneeglöckchen (Galanthus nivalis und woronowii) künden den Vorfrühling an, mit der Blüte des Krokus (Crocus) endet der Vorfrühling. In unseren Aufzeichnungen begann bei uns die Schneeglöckchenblüte bei zunehmendem Mond und 9:40 Std. Tageslänge. Der Vorfrühling endete mit Beginn der Krokusblüte am 18. Februar bei abnehmendem Mond und 10:18 Std. Tageslänge.

Herbstzeit – Pflanzzeit

Natürlich blieben auch wir nicht unverschont: im Herbst schon an das Frühjahr denken! Bisher hatten wir nur Narzissen in die Wiese gesetzt – leider blühen sie erst spät. Wir haben in der letzten Woche 180 Krokuszwiebeln gepflanzt, damit der morgendliche Blick aus dem Esszimmerfenster unser Auge erfreut. Bereits eine Woche vorher hatten wir den Korb voller Traubenhyazinthen um die Baumscheiben verteilt.

In den trapezförmigen Staudenbeeten hatten sich die Taglilien – H.  lilioasphodelus oder H. middendorfii – hier sind sich die Experten lt. Ferndiagnose auch noch nicht einig, ziemlich breitgemacht. Allerdings verschwanden sie unter dem geliebten Mohn – Papaver orientale -, der Brennende Liebe – Lychnis chalcedonica – und den verschiedenen anderen Sonnenstauden und kamen kaum zur Wirkung.

Jetzt haben wir die Taglilien bis auf eine an den Teich versetzt, dort wird sie hoffentlich im nächsten Frühjahr ihre Blütenfreudigkeit wieder demonstrieren.

Einige Farbpunkte im ziemlich „gelblastigen“ Staudenbeet soll eine rostroten Winteraster und zwei japanische Blutgräser – Imperata cylindrica „Red Baron“ setzen. Ein Lampenputzergras – Pennisetum alopecuroides „Hameln“ –  wird etwas Abwechslung ins Beet bringen und im Herbst ein Leuchtfeuer bieten. Wir sind gespannt auf das Ergebnis.