Der Erziehungsschnitt bei Obstbäumen

Wir haben uns 2011/2012 bei der Pflanzung der Bäume für die Pyramidenkrone entschieden. Die besteht aus der Stammverlängerung und drei bis vier gut verteilten Leitästen , an denen wiederum Seitenäste und Fruchtholz angeordnet sind. In den ersten Jahren haben wir wenig geschnitten und bei Birne, Pfirsich und Kirsche brachen uns Äste ab.  Nun haben wir alles noch einmal nachgelesen und uns nach der Anleitung zum Obstbaumschnitt von NABU gerichtet.

Pfirsichbaum – April 2017

Die Leit- oder Gerüstäste bleiben über die gesamte Lebenszeit des Baumes erhalten. Sie werden beim Pflanzschnitt oder im nachfolgenden Jahr ausgewählt und sollten optimal im 45- bis bis 50-Grad-Winkel zur Stammverlängerung stehen. Stehen sie zu steil, spreizen wir sie mittels Spreizhölzern nach außen, da sonst keine gut belüftete Krone entsteht.

 

 

 

Die Leitäste sowie die Stammverlängerung werden jährlich um ein bis zwei Drittel zurück geschnitten. Bei starktriebigen Jungbäumen wird etwas weniger, bei schwachtriebigen stärker zurück geschnitten.

Der Rückschnitt der Leitäste erfolgt jeweils auf außen, also unten stehende Knospen (Augen). Gleichzeitig werden die auf der Oberseite der Triebe befindlichen Knospen grundsätzlich entfernt, um oberseitige, ins Kroneninnere zurückwachsende Austriebe von vornherein zu vermeiden und statt dessen mehr nach außen wachsende Triebe an den Leitästen zu provozieren.

Zur Erzielung einer gleichmäßigen Kronenentwicklung werden die Leitäste untereinander alle etwa in gleicher Höhe eingekürzt (Saftwaage), die Stammverlängerung knapp darüber. Wird der Stammverlängerung zuviel Vorsprung eingeräumt, wie man dies häufig auf Obstwiesen beobachten kann, bleiben die ursprünglich vorgesehenen Leitäste sofort im Wachstum zurück und es bilden sich weiter oben an der Stammmitte neue kräftige Seitentriebe beziehungsweise Leitäste aus. Die Krone würde nach oben wandern und eine spätere Pflege und Beerntung wäre erschwert.

Mit den sich an den Leitästen bildenden Seitentrieben wird wie folgt verfahren:          Die senkrecht und zur Mitte wachsenden Triebe auf der Oberseite der Leitäste werden an ihrer Basis entfernt. Nach außen stehende Seitentriebe auf der Unterseite der Leitäste werden – zumindest die ersten Jahre – zur Förderung ihres Wachstums ebenfalls eingekürzt, jedoch jeweils deutlich unter der Leitastverlängerung und jeweils auf außenstehende Augen; oberseitige Augen werden entfernt.

Quelle: NABU/Streuobst

Das waren erst einmal die jungen Bäume, die älteren Apfelbäume schneiden wir in der nächsten Zeit, sobald das Wetter es wieder zulässt.

Hier haben  wir uns erstmals mit dem Thema befasst

 

Die Baumblüte

Der Vollfrühling steht in den Startlöchern, die Apfelblüte beginnt und der Flieder blüht!

„Wenn Apfel und Süßkirsche blühen und der Kuckuck zu rufen beginnt, hat der Vollfrühling seinen Einzug gehalten“ so schreibt BR in seinem Beitrag zum Phaenologischen Kalender.

Im Moment hat man das Gefühl, dass die Natur förmlich explodiert. Vielleicht empfinden wir das auch nur nach den Monaten der Gartenruhe…

 

Genießt die Blüten-und Duftwolken…..einen schönen Sonntag Euch allen ❤