Die Zeit der Taglilien beginnt

Nach der fulminanten Blüte der Päonien, Iris und der Alten Rosen folgt Schlag auf Schlag die Hemerocallisblüte. Wir haben ihnen am Teich einen schönen Platz gegeben, aber auch in den Staudenbeeten sind sie das Tüpfelchen auf dem I.

In den Staudenbeeten wächst manches einfach rückwärts – seit Wochen hat es keinen Tropfen geregnet……die Vorräte sind verbraucht und jetzt sind wir gespannt, ob es morgen mal regnet.

Auf jeden Fall gibt es wieder einiges zu sehen, wenn die Besucher morgen kommen!

Ökologische Gartenästhetik oder natürliche Gartengestaltung

Mit der zunehmenden Erwärmung des Klimas und der zunehmenden Trockenheit stellt sich die Frage: Wie soll ein Garten gestaltet werden, der

  • dem Mensch ein Raum für Erholung ist,
  • Tieren und Pflanzen Nahrungsvielfalt und Lebensraum gibt.

Sinnliche Wahrnehmung, Ästhetik, ist im Garten so vielfältig wie in der Natur. Um einen Garten ökologisch ästhetisch zu gestalten gibt vielfältige Ansätze, von denen hier einige aufgeführt werden. Schönheit ist die unmittelbar ansprechende Ästhetik, unabhängig von gesellschaftlicher Bedeutung und Prägung.

Farbe:

Der Mensch nimmt Farben anders wahr als z.B. Insekten, die sich aber daran orientieren. Der Mensch gliedert die Farben in einem Farbkreis, aus dem er harmonische Gestaltungen ableitet. Eine davon ist die Kombination von sog. Komplementärfarben, wie z.B. Orange und Blau oder Gelb und Violett. Die Farbe Rot als reines Rot, wie beim Mohn, kommt in der Natur nur selten vor, ist im Garten meist das Ergebnis von Züchtungen. Den Farben wird auch eine emotionale Wirkung zugesprochen, die unmittelbar, aber auch kulturell gelernt sein kann, wie z.B. bei Schwarz und Weiß. Schwarz und Weiß haben im christlichen Europa eine entgegengesetzte Bedeutung wie z.B. in Japan.

In der Natur finden wir alle Farben nebeneinander. Besonders Kombinationen einer Farbe mit ihrer Komplementärfarbe bringt diese zum Leuchten. Wer Violett sagt muss auch Gelb sagen und zu Blau gehört Orange.  Im Verlauf der Jahreszeiten wechseln die Hauptfarben im Frühling vom Weiß der Schneeglöckchen über das Gelb der Osterglocken und das Weiß der Dichternarzissen und Obstblüte zum Blau der Iris sibirica. Der Sommer blüht in Gelb und Blau von Eisenhut Rittersporn. Herbstastern erfreuen in Violett und Rottönen, die auch im Herbstlaub der Gehölze zu finden sind. Insekten und Falter finden so zielgenau ihre Nahrung. Warum sollte also eine monochrome, einfarbige Gartengestaltung unser Herz ansprechen? Bei einem klassischen Orchester auf die Violine oder Bläser zu verzichten käme mir nicht in den Sinn.

Licht:

Die Natur und der Mensch, als Teil der Natur, sind auf den Lichtwechsel der Tages- und Jahreszeiten angewiesen. Nachtarbeit bei Kunstlicht kann zu gesundheitlichen Schäden führen. Das gleiche trifft auch für die Natur zu. Pflanzen und Tiere werden durch Kunstlicht, z.B. Straßenbeleuchtung, in ihrem Wachstum und Verhalten irritiert. Das kann tödliche Auswirkungen haben.  Besonders negativ sind Gartenbeleuchtungen, die durch Solarpanels betrieben werden. Neben der unnatürlichen Dauerbeleuchtung kommt hier noch das Flackern zum Ende der Akkuleistung. Natürliches Kerzenlicht ist auch bei einer geselligen Gartenrunde stimmungsvoller. Die meisten Gartenbewohner sind nachtaktiv und brauchen die Dämmerung und Dunkelheit.

Trockenheit und Bewässerung:

Mit zunehmender Trockenheit wird der Einsatz von Präriebepflanzung als Ausweg gepriesen. Ebenso wird das Mulchen mit Split, Sand oder Kies, als Schutz vor dem Austrocknen des Bodens, empfohlen. Für extreme Pflanzsituationen eine sinnvolle Maßnahme, die als Sand- oder Kiesbeet sehr gut wunderbar wirken kann. Prärie ist eine baumlose Steppe. Der Mensch genießt den Garten im Sommer unter dem schattenspendenden Blätterdach der Laubgehölze. Aus Obstbäumen leuchten reife Früchte im Herbst und locken mit ihrem Genuss. Hier finden auch Insekten, Vögel und andere tierische Bewohner des Gartens Lebensraum. Mit den Baumwurzeln wird der Boden vor Erosion geschützt und die tiefreichenden Wurzeln halten das Wasser in den oberen Schichten. Ein Rasenplatz unter einem Obstbaum ist für den Gärtner im Sommer ein gesuchter Ort. Im Rasen und offenem Boden finden Käfer Platz zur Eiablage, eine win-win Situation.  Für die Gestaltung sind Gehölze unverzichtbar, damit wirkt der Garten in der dritten Dimension.

Hierzu einige Links:

Die Rolle der Baumart im Landschaftswasserhaushalt

Selbstversorger zum Thema Wasserspiegel heben

Vagabunden:

Einjährige Wildstauden sind die ideale Ergänzung zur geplanten Bepflanzung. Sie bieten Insekten und anderen Tieren Nahrung, Unterschlupf und dem Gärtner immer wieder überraschende Erlebnisse. Da wo sie stören kann man sie reduzieren. Eine Aussaat sorgt im nächsten Jahr wieder für Überraschende Blicke. Bei uns wandern u.a. Fingerhut, Königskerze, Wilde Möhre, Strahlen-Breitsame und Nachtkerze und suchen sich ihre Plätze. Wenn die Nachtkerze mit dem Sonnenuntergang ihre Blüten innerhalb weniger Minuten öffnet, ist dies immer wieder ein Schauspiel.

Oasen für Vögel, Bienen, Libellen und Igel:

Teiche mit einer Flachwasserzone sind unverzichtbar für die Tierwelt im Sommer. Hier summt und brummt es und wenn es plätschert und spritzt, duscht sich die Amsel oder der Spatz. Im flachen Wasser kann auch der Igel seinen Durst löschen. Wird der Teich mit Regenwasser befüllt, so ist auch die Wasserhärte für die Bewohner des Gartens ideal. Der Gärtner wird belohnt mit dem Himmelsspielgel, in dem Garten und Wolken überraschende Blicke bieten.

Leitbild Obstwiese – Oase

Die vom Menschen bewirtschaftete Obstwiese ist eine der artenreichsten Landschaften, die in Mitteleuropa existiert. Hier treffen ökologische Vielfalt und Nachhaltigkeit im Erhalt des Lebensraums zusammen. Die Gärten aus trockeneren Regionen, Oasen, mit ihrem schattenspendenden Baumbestand sollten als Leitbild für künftige Gärten gelten, nicht die baumlose Steppe, die Prärie.

Ein Sonntagsausflug in die nördlichen Haßberge

Nach der langen Sommerzeit nutzten wir den Sonntag, um mit unserem Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege und seiner Frau einen Ausflug in die Haßberge zu machen. Nach unserem Umzug war noch nicht allzuviel Zeit und Möglichkeit.

Die Haßberge sind ein Mittelgebirgszug nördlich des Mains in Unterfranken und im nördlichen Landkreis Bamberg. Das Hügelland wird durch das Maintal von seinem Schwestergebirge, dem Steigerwald getrennt. Die Randhöhen beider Waldgebirge fallen steil zum Main hin ab. Wir wohnen in Hainert, einem Ortsteil von Knetzgau, das wiederum am nördlichen Rand des Steigerwalds liegt, gehören aber zum Landkreis Haßberge. Der wiederum grenzt an die Landkreise Hildburghausen (Thüringen), Coburg, Bamberg, Schweinfurt und Rhön-Grabfeld.

Das Land der Burgen, Schlösser und Ruinen……die Grenzlage zum früheren Ostblock bewahrte das Gebiet viele Jahre vor der Ansiedlung von Großindustrie – ein Segen für die Natur! Mischwälder, Wiesen und Bilderbuchdörfer….man fühlt sich unsagbar wohl!

Zuerst ging es nach Rottenstein. Vom Friedhof aus hat man einen wunderschönen Blick nach Südwesten in das Haßbergevorland.

 

Weiter ging es nach Friesenhausen. Hier fanden wir den historischen Kaufladen von Lina Schmidt…wunderbar, was eine Initiative ereichen kann

 

Der alte Pfarrgarten, lange Zeit verwildert und sich selbst überlassen, wird seit einiger Zeit liebevoll von Christa Lampert unter Berücksichtigung von Ökölogie und Naturschutz gepflegt. Die tiefstehende Nachmittagssonne tauchte diesen idyllischen Garten in ein sanftes Licht – auch ohne bunte Blüten sehenswert! Dieses Kleinod wurde 2017 vom Wettbewerb des Landkreises ‚Natur im Garten‘ prämiert – für uns steht fest: das müssen wir gleich im nächsten Frühjahr wieder besuchen!

 

Das nahegelegene Wasserschloß Friesenhausen ist ein Renaissanceschloss. Um 1563 wurde der Burghof der ehemals gotischen Burg überbaut, Der Graben wurde trockengelegt und bepflanzt. Schloss Friesenhausen steht unter internationalem Denkmalschutz, das Grundstück mit dem angrenzenden Park ist 45 000 Quadratmeter groß. Seit 1989 wohnen Johann Friedrich von Eichborn und seine Frau Gundula hier.

 

Schließlich besuchten wir noch Henriette Dornberger in ihrem Forsthaus Wetzhausen und genossen die letzten Sonnenstrahlen des Tages…….

Eine Entdeckungsreise lohnt sich allein schon wegen der vielen verborgenen Schätzen die hier schlummern!

Spätsommer im Garten – Erntezeit

Wer hätte das gedacht? Eine so lange Wärmeperiode hat wohl niemand erwartet…Nachdem es aber hier und da geregnet hat, stellen wir fest, dass die Nächte wieder kühler geworden sind. Im Garten hatten wir drei-viermal gegossen, weil wir es nicht mehr mit ansehen konnten und Angst um unsere Stauden hatten.

 

Im Küchengarten wird tagein, tagaus geerntet. Tomaten, Gurken, Paprika, Chili, Salate, Kohlrabi, Möhren, Zwiebeln, Knoblauch, Zucchini – das volle Programm!  Alles frisch, unbehandelt, aromatisch und unverschämt lecker ❤ Im Vorrat biegen sich die Bretter!

 

So verbringt man doch die meiste Zeit, zu dörren, einzulegen, einzuwecken und einzufrieren, um die feinen Leckereien im Herbst und Winter genießen zu können.

Bewässerung im Küchengarten

Für die optimale Bewässerung im Küchengarten sind einige Grundsätze zu berücksichtigen:

  • Wasser ist der beste Dünger, ohne Wasser kann die Pflanze die Nährstoffe nicht aufnehmen
  • die Bewässerung sollte morgens erfolgen, wenn die Pflanze aktiv wird – auch wegen der Schnecken
  • Es soll einmal gründlich gewässert werden, dann können die Pflanzen 2-3 Tage ohne Giessen auskommen
  • es sollen 10 – 15 l/qm über 2 Stunden gegossen werden, um das Eindringen in tiefere Bodenschichten zu gewährleisten, insgesamt pro Woche 30-40 l/qm.
  • größere Wassermengen führen zum Ausspülen der Nährstoffe, speziell der wichtige Stickstoff gelangt als Nitrat ins Grundwasser

 

Zur Bewässerung des Küchengartens sammeln wir Regenwasser in Tonnen, 2900 l, rund ums Haus verteilt. Der alte Brunnen im Haus liefert, je nach Niederschlag, im Frühjahr reichlich, im Sommer jedoch nur noch alle 3 bis 4 Tage Wasser. Für unsere 4 Hochbeete ergibt das eine Bedarfsmenge von 200 – 300 l, für die neuen Hügelbeete mit Erdbeerfeld noch 180 bis 275 l. Für eine intensive Bewässerung aller Beete sind somit 380 bis 575 l erforderlich. Das sind 38 bis 57 Gießkannen.

 

Die Idee einer Tropfbewässerung hatten wir schon lange und jetzt wollten wir sie umsetzten. Die üblichen Systeme arbeiten jedoch mit Leitungswasser und dementsprechend mit dem Leitungsdruck von 2,5 bis 3 bar.  Über Gartenfreunde bekamen wir den Hinweis auf ein Kleingartenset zur Bewässerung mit Regenwasser, das nur mit geringem Druck arbeitet. Der Boden der Regentonne soll dabei min. 1,5 m über dem obersten Beet aufgestellt werden um den nötigen Druck zu erzeugen. Wir bestellten das Kleingartenbewässerungsset und warteten gespannt auf das Paket. Von Nachbarn hatten wir alte Gärfässer 2 x 200 l bekommen, die wir für die Bewässerung nutzen wollten.  An dem Auslass der Fässer kann ein Schlauch angebracht werden . Jetzt ging es noch um den richtigen Platz zum Aufstellen der Fässer. Nach einigen Überlegungen kamen wir schließlich auf den Scheunenboden, über dem Brunnen. Dann kam die Schlauchverlegung durch den Garten und auf den Beeten. Der erste Test mit Leitungswasser war erfolgreich – die Tropfen am Schlauch blitzten in der Abendsonne.  Jetzt wurde noch ein Saugschlauch quer über den Scheunenboden zu den 1000 l Fässern gelegt um die Bewässerungsfässer zu befüllen. Der Anschluss an den Brunnen liegt als Alternative bereit. Heute Morgen drehte ich die Wasserhähne auf und das Wasser nahm seinen Lauf. Während des ausgiebigen Frühstücks im Garten wurden die Beete mit 400 l Wasser versorgt.

 

 

 

Gartenspaziergang im Naturgarten

Beim letztjährigen Wettbewerb im Landkreis  „Natur im Garten“ beschlossen wir den Kontakt aufrecht zu erhalten und trafen uns in der vergangenen Woche bei Marion und Armin M.

Bei Ankunft wurden wir von einem fröhlichen und bunten Vorgarten begrüßt.

Am Haus entlang ging es seitlich ziemlich bergab….ein terrassierter Garten in Hanglage! Bereits bei Bau wurden das Gestein so positioniert, dass für Kleintiere wie Ringelnatter und Eidechsen reichlich Unterschlupf entstand.  Der Hang – ein einziger Steingarten mit Verbascum, Sedum und einer Vielzahl von Kakteen.

Weiter unten führte das Kiesbett zum Teich, alles wie ein natürliches Biotop sehr naturnah und stimmig gehalten, zur Freude aller Bewohner-

Der Küchengarten mit den Hochbeeten, in denen vielerlei Gemüse gesund heranwächst, obliegt der Frau des Hauses: “ Mein Garten – meine Regie“ 😉

Allerlei Gehölz bieten Vögeln und Insekten Unterschlupf und Nahrung und den Bewohnern im Sommer etwas Schatten. Alte Baumstämme werden gesammelt, als  Nistmöglichkeiten für Vögel und locken so die Natur in den Garten. Hier und da Wildblumen auf der Wiese – kurz: ein Paradies für Mensch und Tier!

Wir bedanken uns für den liebevollen Empfang mit Kaffee und Kuchen und freuen uns auf ein Wiedersehen!

Januar – Vorbereitungen für das Gartenjahr

Der Januar ist fast vorbei und kein Winter in Sicht! Grau, grau und noch mal grau: seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ist es in Deutschland noch nie so trüb und grau gewesen wie bisher in diesem Winter. Dezember und Januar seien zusammen die Monate mit der geringsten Sonnenscheindauer…

So macht der Rundgang im Garten auch keine rechte Freude…..allerdings lohnt es sich trotzdem, wenn man die ersten Winterlinge, Schneeglöckchen und Lenzrosen entdeckt!

 

Von Vögeln wimmelt es im Garten und es scheint, als freuen sie sich auf einen raschen Frühlingsanfang! Der zweite Sack Sonnenblumenkerne ist im Anbruch und die Nistkästen sind gesäubert – mal gespannt, ob sie auch in diesem Jahr alle besucht werden.

 

Kerzen-Knöterich und Clematis viticella sind geschnitten, alles andere darf noch stehenbleiben.  Den Kompost haben wir auf die Hochbeete verteilt.

Nach der Ernte kommt der Genuss

 

Was der Frühling nicht sät,
kann der Sommer nicht reifen,
der Herbst nicht ernten,
der Winter nicht genießen.

Johann Gottfried von Herder

 

In den ersten Jahren unseres Blogs haben wir viel öfter über unseren Küchengarten berichtet. Mittlerweile sät, pflanzt und erntet man so nebenher, daher möchten wir Euch heute zeigen, was die relativ kleine Fläche im Laufe des Jahres bringt…und uns ein ganzes Jahr versorgt.  Vieles haben wir gar nicht fotografiert und einiges steht auch noch im Garten

Hier die Monate Mai und Juni…kommt mit in den Garten!

 

im Juli….

 

im August….

 

im September…..

 

im Oktober…….

 

Wir sind dankbar und freuen uns jetzt auf die Zeit, in der wir all diese Dinge genießen können. Die Sämereien für die kommende Saison stehen schon wieder bereit 😉

Spätsommer im Küchengarten

Ende August und die Ernte läuft auf Hochtouren…täglich werden Tomaten gedörrt, gekocht oder eingefroren., Zucchini und Auberginen eingelegt, eingefroren oder gegrillt.

Unsere Zwetschgen sind in diesem Jahr vielfach voller Würmer, die Birnen machen Pause und die Äpfel fallen zeitweise angefault herunter. Wir hoffen auf die späten Äpfel…Wir wollen aber nicht klagen, es gab Erdbeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren und jetzt noch reichlich Himbeeren, Brombeeren und Holunder.

Was an Obst fehlt, gibt es heuer an Gemüse…Kohlrabi, Wirsing, Buschbohnen, Mangold, Gelbe Melde waren schon sehr gut, sogar ein paar dicke Brummer von Kartoffeln! Jetzt kommen noch Stangenbohnen, Möhren, Pastinaken, Lauch, Rotkohl, Palmkohl, Fenchel, Paprika…..und Rote Beete. Also packen wir es an, es gibt viel zu tun!

Ach ja, die Quitte hängt voll – da werde ich mir überlegen, was ich daraus Schönes zaubern kann.

Besonders gut und reichlich…Fliegen, Stechmücken usw……wir haben gerade Fliegenfenster in Auftrag gegeben, es ist nicht mehr zum aushalten 😦

Dennoch – all das möchte ich nicht missen! Wünsche Euch schöne Gartentage!

 

Natur im Garten – Wettbewerb im Landkreis Haßberge

In unserem Landkreis gibt es noch viele überwiegend große und natürlich gestaltete Gärten.

Allerdings ist die Idee von Beth Chatto’s Kiesgarten auch hier schon fehlinterpretiert worden! Beth Chatto legte damals auf einem stark verdichteten, mageren und trockenen Boden ihren berühmten Kiesgarten an. Sie verwendete Pflanzen, die durch verschiedene Anpassungsstrategien mit diesen Extrembedingungen gut zurechtkommen. Das, was heute mancherorts zu sehen ist, entspricht eher einer Steinwüste mit ein, zwei in Form geschnittenen Gehölzen oder Gräsern…….das alles hat mit Garten nichts mehr zu tun!

Naturnahe Gärten sind überaus wichtig für die Kulturlandschaft. Sie dienen den Insekten, Vögeln und Amphibien, also unserer heimischen Fauna als Rückzugsort und bieten ein vielfältiges Nahrungsangebot.  Dabei spielen standortgerechte Pflanzenvielfalt, ökologisch orientierte Bewirtschaftung (Kompost- und Kreislaufwirtschaft, Regenwassernutzung) ein wichtige Rolle. Aber auch der kulturelle Bezug zur Region mit standorttypischen Materialien, sowie jeglicher Verzicht auf chem.-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel sind Grundlage für die Erhaltung der Kulturlandschaft!

Um der Mode, Vorgärten und Gärten mit Kies oder Schotter zuzuschütten, entgegenzuwirken, rief der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege im April zu dem Wettbewerb auf. Natürlich bewarben wir uns.

Im Juli erschien dann eine vierköpfige Jury, um sich den Garten anzusehen. Jetzt, im August wurden alle 28 Teilnehmer in den Privatgarten der Famiie Lindner eingeladen – eine ehemalige Hofstelle, im schönen Dörfchen Unterschwappach.

Bei einem Sektempfang wurden wir vom Kreisfachberater Guntram Ulsamer und vom Landrat Wilhelm Schneider herzlich begrüßt, anschließend wurden die teilnehmenden Gärten vorgestellt und prämiert. Jeder Teilnehmer erhielt eine schöne Plakette, die in einer hiesigen Töpferei eigens hergestellt wurde, sowie eine schöne Staude. Sechs Teilnehmer erhielten als Sonderpreis zusätzlich ein Buchgeschenk.

Besonderes Gewicht legen die Veranstalter auf das gegenseitige Kennenlernen sowie die Bildung eines Netzwerkes.  Nach einer umfassenden Gartenführung gab es eine zünftige Brotzeit und damit auch Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen.

Diese Veranstaltung wurde von der regionalen Presse gern aufgenommen.

Hassfurter Tageblatt

Neue Presse Coburg _ Unterschwappach_ Zwischen Wasserzisterne und Kompostsieb